Aktionsmonat „Klimaanpassung, Starkregen und Hitze“ startet mit Blick auf Vorsorge und Eigenverantwortung
Zum Auftakt des Aktionsmonats „Klimaanpassung, Starkregen und Hitze“ haben sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger rund um das Thema Klimawandel, damit einhergehende Herausforderungen und mögliche Maßnahmen – auch im privaten Umfeld – informiert.
„Klimaanpassung ist längst keine abstrakte Zukunftsaufgabe mehr. Starkregenereignisse und Hitzeperioden zeigen uns, dass wir uns mit den Folgen des Klimawandels auseinandersetzen und konkrete Maßnahmen ergreifen müssen“, sagt Bürgermeister Markus Conrad. „Als Verbandsgemeinde wollen wir dabei nicht nur über Gefahren informieren, sondern vor allem zeigen, was wir als Kommune, aber auch was jede und jeder Einzelne tun kann. Vorsorge funktioniert am besten, wenn Verwaltung, Ortsgemeinden, Stadt und Bürger gemeinsam an einem Strang ziehen.“
Zu Beginn des Abends wurde zunächst das Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept der Verbandsgemeinde Wörrstadt vorgestellt, das sich bereits in der Umsetzung befindet. So wurden beispielsweise die regelmäßigen Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten intensiviert und einzelne Maßnahmen bereits bei der Planung von Neubaugebieten berücksichtigt. Weitere Maßnahmen werden in den kommenden Jahren sukzessive von den verantwortlichen Institutionen folgen.
Anhand konkreter Beispiele aus Ortslagen erfuhren die Teilnehmenden bei dem Info-Abend, welche Gefahren bestehen und wie diese beispielsweise mithilfe der Sturzflutgefahrenkarten und des HydroZwilling Rheinland-Pfalz visualisiert werden können. In einer erweiterten Pause konnten Interessierte zudem ihre individuelle Situation betrachten, mögliche Gefahren für das eigene Grundstück einschätzen lassen und sich über geeignete Vorsorgemaßnahmen informieren.
Die zweite Präsentation mit dem Titel „Mehr Grün, mehr Rückhalt, weniger Hitze – das Schwammstadtprinzip und blau-grüne Infrastruktur für eine lebenswerte Verbandsgemeinde Wörrstadt“ richtete den Blick auf die Verbindung von Hitzeschutz und Starkregenvorsorge. In größeren Städten kommen solche Ansätze auf öffentlichen wie auch auf privaten Flächen bereits erfolgreich zum Einsatz. Sie können dabei helfen, Regenwasser vor Ort zurückzuhalten, Überflutungen zu reduzieren und gleichzeitig für mehr Grün und Abkühlung zu sorgen.
Mit dem Auftaktabend beginnt im Aktionsmonat September ein abwechslungsreiches Programm rund um die Themen Klimaanpassung, Starkregen und Hitze. Ziel ist es, Informationen zugänglich zu machen, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Verbandsgemeinde Wörrstadt widerstandsfähiger und lebenswerter für die Zukunft zu gestalten.
Weitere Termine im Rahmen des Aktionsmonats:
- 10. September, 19 Uhr, Neubornhalle Wörrstadt: Klimaballerina; Anmeldung bei der Stabsstelle Klimaschutz und Klimaanpassung erforderlich
- 17. September, 18 Uhr, Ratssaal der Verbandsgemeinde Wörrstadt: „Von der Schwammstadt zum Schwammland“, Referent Guido Flock, und „Fläche neu denken – Landnutzung in Zeiten des Klimawandels“, Referent Thorsten Pollatz
- 26. September, 10 Uhr, Obsthof am Schlehbaum in Sulzheim: Apfelfest und 6. ILEK-Symposium