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Entschlammungs- und Befischungsaktion in der Mühlbachaue

Die Koi-Karpfenumsiedelung in der Mühlbachaue Saulheim befindet sich derzeit im laufenden Prozess. Direkt im Anschluss wird die Faulschlamm-Entsorgung des Seegrundes mit Hilfe eines Langstiel-Baggers erfolgen.

Koi-Karpfen sind eine Problemart im Gewässersystem. Sie können heimische Fischbestände mit Koi-Herpesviren infizieren. Als Allesfresser werden die Tiere bis 24 Kilogramm schwer und bis zu 60 Jahre alt. Wasserpflanzen werden ebenso gefressen wie Amphibienlaich und kleine Wassertiere. Natürliche Feinde gibt es nicht. Das biologische Gleichgewicht des Ökosystems wird durch starken Nährstoffeintrag, hohen Sauerstoffverbrauch und Trübung des Wassers durch Schlammaufwühlung gestört. Nicht zuletzt werden die negativen Auswirkungen durch zusätzliche Fütterung – trotz Verbotsschildern – durch Besucherinnen und Besuchern verstärkt. Daher unsere eindringliche Bitte an alle, die Fütterung der Wildtiere zu unterlassen.

Auch der Rote Amerikanische Sumpfkrebs ist eine invasive Art, die die einheimischen Krebse durch die Krebspest bedroht und in hohem Maß die aquatische Fauna und Flora zurückdrängt.

Der Schlamm des Seebodens hat sich durch die Aktivität der invasiven Arten und der zusätzlichen Fütterung zum Faulschlamm entwickelt, was auch durch den schwefeligen Geruch erkennbar ist. Dieser muss ebenfalls entnommen werden. Solange die Arbeiten nicht abgeschlossen sind, wird der Wasserstand durch Abpumpen niedrig gehalten.