Unwetter mit Starkregen beübt - Feuerwehr der VG Wörrstadt nimmt am Landesübungstag teil
Wie sich ein großes Starkregenereignis mit komplexer Unwetterlage bewältigen lässt, hat die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Wörrstadt im Rahmen des zweiten Landesübungstags für den Brand- und Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz am vergangenen Samstag geübt. Die Führungsstaffel hatte dabei gleich mehrere fiktive Einsatzstellen zu bewältigen, die durch digitale Meldungen eingespielt wurden.
Angenommene Lage war, dass eine fiktive Kaltfront mit hoher Geschwindigkeit von Frankreich aus über das Saarland ganz Rheinland-Pfalz erfasst. Die Folgen waren ein massiver Starkregen und heftige Sturmböen mit bis zu 90-120 km/h Windgeschwindigkeit in exponierten Lagen. Dazu formierten sich starke Gewitter mit erhöhtem Blitzaufkommen. Am Nachmittag klang die Unwetterlage dann leicht ab, einzelne Nachzügler-Gewitter waren noch bis zum Abend möglich. Für den Folgetag war eine neue Regenfront mit gleicher oder höherer Regenmenge gemeldet.
Die Führungsstaffel der Feuerwehr der VG Wörrstadt erstellte als Führungs- und Koordinationseinheit zusammen mit dem Einsatzleiter ein umfassendes Lagebild. Dabei konnte sie unter realitätsnahen Bedingungen auch die Kommunikations- und Meldewege über die Verbandsgemeinde hinaus mit dem Landkreis und der Integrierten Leitstelle sowie dem Lagezentrum Bevölkerungsschutz des Landesamts für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK) beüben. Dort wurde dann aus den dezentralen Übungen ein gemeinsames landesweites Lagebild erzeugt und so die Bewältigung großflächiger Schadenslagen trainiert.
„Starkregenereignisse treten immer häufiger auf. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Feuerwehr dieses Szenario intensiv beübt und wir als Verbandsgemeinde durch die Erarbeitung eines Hochwasser- und Starkregenschutzkonzepts vorbereitet sind. Genauso wichtig ist es aber, dass auch die Bürgerinnen und Bürger für diesen Thema sensibilisiert werden und im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbst Vorsorgemaßnahmen treffen. Darauf zielt auch unser aktueller Aktionsmonat Klimaanpassung, Starkregen und Hitze ab“, betont Bürgermeister Markus Conrad. „Die heutige Stabrahmenübung hat gezeigt, dass unsere Einsatzkräfte gut auf Unwetterlagen mit Starkregenereignissen vorbereitet sind und dass auch die Zusammenarbeit über die Verbandsgemeinde hinaus sehr gut funktioniert.“
Seit 2025 findet der Landesübungstag jährlich am letzten Samstag im September statt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Brand- und Katastrophenschutz regelmäßig zu erproben sowie die Abläufe für großflächige Schadenslagen weiterzuentwickeln und dadurch den Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz zu stärken.