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Ukrainische Delegation

Über die Arbeit im Bereich Energie und Klima haben sich zwei Vertreterinnen der Oblast Winnyzja aus der Ukraine in der Verbandsgemeinde Wörrstadt informiert. Sie nehmen an dem durch die EU finanzierten Austauschprogramm „Training and Internship Programme Support for Ukrainian Municipalities" teil, das Vertreterinnen der Gebietskörperschaften in den ukrainischen Provinzen einen Einblick in die deutschen Verwaltungsabläufe und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Institutionen ermöglichen soll.

Bürgermeister Markus Conrad und Klimaschutzmanagerin Daria Paluch erläuterten dabei, wie sich Klimaschutz über die Jahre hinweg fest im Handeln und Wirken einer Verwaltung etablieren lässt. Hierzu wurde in Wörrstadt bereits 2015 eine eigene Stabsstelle Klimaschutz geschaffen, die seit dem vergangenen Jahr einen weiteren Schwerpunkt auf die Klimaanpassung setzt. Jüngst hat der Verbandsgemeinderat wegweisende Projekte in diesem Bereich, wie die Verabschiedung der Kommunalen Wärmeplanung und die Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts in Form eines so genannten Integrierten Vorreiterkonzepts, auf den Weg gebracht.

Ein weiteres Thema war der Energie- und Servicebetrieb Wörrstadt (ESW), der 2012 von 12 Gemeinden und der Verbandsgemeinde Wörrstadt als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet und 2024 um die Stadt Wörrstadt erweitert wurde. Der ESW verwaltet über seine Netzgesellschaftsanteile der Gasnetzgesellschaft und der Stromnetzgesellschaft Wörrstadt die Gas- und Stromnetze in der Verbandsgemeinde, ist zuständig für die Straßenbeleuchtung der Gemeinden, beschafft und pflegt Ausgleichsflächen, betreibt ein eigenes Windrad und Photovoltaikanlagen, kümmert sich um die Nahwärmeversorgung sowie um Dienstleistungen rund um das Thema Erneuerbare Energien. Gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Wörrstadt wurden in der Vergangenheit so viele wegweisende Projekte im Bereich Klimaschutz und Energie umgesetzt, so unter anderem mehrere Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden und die Realisierung des Kalten Nahwärmenetzes in einem Schornsheimer Neubaugebiet. Hierzu arbeitet der ESW eng mit der Energie- und Dienstleistungsgesellschaft (EDG) zusammen.

„Mit der Einrichtung der Stabsstelle Klimaschutz und der Gründung des Energie- und Servicebetriebs haben wir wichtige Strukturen geschaffen, um Klimaschutz und eine zukunftsfähige Energieversorgung dauerhaft in unserer Verwaltung zu verankern. Es freut uns sehr, unsere Erfahrungen heute mit unseren Gästen aus der Ukraine teilen zu können. Vielleicht konnten wir dabei auch den einen oder anderen Impuls geben, der sich auf die Arbeit in den ukrainischen Verwaltungen übertragen lässt“, sagt Bürgermeister Markus Conrad.

Der Besuch der ukrainischen Delegation ist Teil einer Rundreise durch rheinland-pfälzische Städte und Gemeinden, die die Staatskanzlei zusammen mit der Energie- und Klimaschutzagentur RLP und dem Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima organisiert hat. Die Oblast Winnyzja hat mit dem Land Rheinland-Pfalz eine Regionalpartnerschaft unter Federführung der Staatskanzlei.