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Spatenstich zur Erweiterung der Grundschule Saulheim

Die Grundschule Saulheim wird baulich erweitert und damit an die Anforderungen an Schule und Ganztagsbetreuung angepasst.
Mit dem geplanten zweigeschossigen Erweiterungsbau entstehen insgesamt fünf neue Klassenräume mit jeweils rund 60 Quadratmetern. Zwei Klassenräume werden im Erdgeschoss, drei weitere im Obergeschoss angeordnet.
Auch der bestehende Speisesaal wird um rund 60 Quadratmeter erweitert. Damit kann die zentrale Mensa weiterhin als gemeinsamer Essensbereich des Schulkomplexes genutzt werden und auf die steigende Zahl der Schülerinnen und Schüler reagieren.
Die Erweiterung schließt unmittelbar an den bestehenden Anbau aus dem Jahr 2012 an. Dadurch können vorhandene Strukturen und die bestehende Infrastruktur weiter genutzt werden. Gleichzeitig ist eine barrierefreie Anbindung an den vorhandenen Gebäudeteil möglich.

Auch im bestehenden Schulgebäude werden Räume an die zukünftigen Anforderungen der Ganztagsschule angepasst. Zwei bisherige Klassenräume werden zu einer Lehrküche und einem Werkraum umgebaut.
Die Lehrküche wird um die erforderliche Lüftung ergänzt. Die Küchenbereiche werden als freistehende Kochinseln geplant und sollen dadurch flexibel und gut für den Schulbetrieb nutzbar sein.

Der Erweiterungsbau soll als Hybridbau aus Beton und Holz errichtet werden. Die Außenfassade wird als vorgefertigte Holzständerkonstruktion ausgeführt.
Die Vorfertigung ermöglicht einen zügigeren Bauablauf und soll die Beeinträchtigungen des laufenden Schulbetriebs möglichst geringhalten. Gleichzeitig können durch die Holzständerbauweise schlankere Außenwände realisiert werden. Dadurch bleibt mehr wertvolle Schulhoffläche erhalten.
Auch energetisch wird der Neubau zukunftsorientiert geplant: Für die neuen Klassenräume wird im Dachbereich eine separate Lüftungsanlage mit Kühlungsunterstützung installiert.
Die verbleibende Dachfläche soll mit Photovoltaik-Elementen ausgestattet werden. Die Wärmeversorgung kann über das vorhandene Blockheizkraftwerk erfolgen, das über ausreichende Reserven verfügt.

Die Erweiterung macht auch Anpassungen an den Außenanlagen erforderlich. Unter anderem entstehen drei zusätzliche Pkw-Stellplätze. Das bestehende Klettergerüst wird angepasst, damit die notwendige Umfahrung des Schulgebäudes gewährleistet werden kann. Das angrenzende Sportfeld wird aufgrund des Erweiterungsbaus um rund 2,5 Meter verschmälert und anschließend erneuert. Das durch die Baumaßnahme entfallende Weitsprungfeld wird an anderer Stelle wieder hergestellt.
Auch die Gestaltung des Schulhofs wird weiterentwickelt. Die bestehende südliche Böschung soll entschärft und künftig als abgestufte Sitzfläche, ähnlich einem kleinen Atrium, genutzt werden. Notwendige Baumrodungen im Bereich des Baufelds werden durch Neupflanzungen im Pausenhof kompensiert.
Für die erforderliche Drosselung in der Regenwasserentwässerung des Erweiterungsbaus sind Zisternen im Bereich der nördlichen Zufahrt vorgesehen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 5,7 Millionen Euro. Die Zuwendungen setzen sich, wie folgt aufgeführt, zusammen:
Zuwendungen des Landes: 1.295.000,00 €
Anteil des Kreises: 215.677,00 €