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Pionierarbeit für die mentale Gesundheit


Matthias Freund schließt als Erster im Landkreis neu konzipierten PSNV-E-Lehrgang am LfBK ab

Als erster Teilnehmer aus dem Landkreis Alzey-Worms hat Matthias Freund aus der Verbandsgemeinde Wörrstadt den neu entwickelten Lehrgang „PSNV-EPeer“ am Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK) erfolgreich absolviert. Er gehört zum Kreis von insgesamt 16 Teilnehmenden aus Rheinland-Pfalz, die diese über 100 Unterrichtseinheiten beinhaltende Qualifizierung abgeschlossen haben. Damit steht den regionalen Einsatzkräften ein speziell ausgebildeter Ansprechpartner für die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) zur Verfügung.

Bürgermeister Markus Conrad dankt dem Feuerwehrangehörigen für das gezeigte Engagement: „Die große Bereitschaft, sich in vielfältigen Themen fort- und weiterzubilden, zeigt die hohe Motivation innerhalb der Feuerwehr. Daher danke ich Matthias Freund herzlich für sein Engagement und wünsche ihm für diese wichtige Aufgabe viel Erfolg.“

Der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Wörrstadt, Alexander Schmitt, dankt dem Partenheimer Kameraden für die im Rahmen der Ausbildung geleisteten Stunden und ist sich der Bedeutung dieser komplexen Aufgabe bewusst.

Schwere Unfälle, Brände oder Katastropheneinsätze verlangen den Kräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen nicht nur körperlich, sondern auch psychisch extrem viel ab. Die Funktion eines sogenannten „Peers“ (englisch für Gleichrangiger) setzt genau hier an: Als erfahrene Einsatzkraft kennt Matthias Freund die Herausforderungen und Belastungen des Dienstalltags aus erster Hand. Im Rahmen des Pilotlehrgangs am LfBK wurde er darauf geschult, Anzeichen mentaler Überlastung oder Traumatisierung bei Kameradinnen und Kameraden frühzeitig zu erkennen, strukturierte Einsatznachbesprechungen zu leiten und bei Bedarf Wege in professionelle Hilfsangebote zu ebnen.

Mit dem Ausbildungsnachweis in der Hand blickt Freund nun auf die praktischen Aufgaben im Landkreis Alzey-Worms und darüber hinaus: „Hilfe für Einsatzkräfte funktioniert am besten, wenn verlässliche Strukturen dahinterstehen. Meine drängendste Aufgabe sehe ich jetzt darin, mich eng mit den bestehenden PSNV-Kräften zu vernetzen und ein tragfähiges, fächerübergreifendes Netzwerk mitzugestalten.“

Durch den gezielten Aufbau dieser lokalen Strukturen sollen Informationswege verkürzt, Ressourcen optimal gebündelt und eine schnelle, flächendeckende Nachbereitung von belastenden Einsätzen sichergestellt werden.