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Langjähriges kommunalpolitisches Ehrenamt gewürdigt

Ingo Kleinfelder (Wörrstadt) und Hans-Philipp Schmitt (Spiesheim) ausgezeichnet

Der Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Sven Teuber, hat in Neustadt an der Weinstraße im Beisein von Landrat Heiko Sippel und Bürgermeister Markus Conrad 41 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette des Landes für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik ausgezeichnet. Die Ausgezeichneten wurden von Landkreisen, kreisfreien Städten und großen kreisangehörigen Städten vorgeschlagen. Ihr Engagement steht beispielhaft für den Einsatz vieler Menschen, die sich neben Beruf und Familie für ihre Kommunen einsetzen und Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen. Aus dem Landkreis Alzey-Worms gehören Ute Klenk-Kaufmann (Eppelsheim), Ingo Kleinfelder (Wörrstadt) und Hans-Philipp Schmitt (Spiesheim) zu den Geehrten. Ihre Vita verdeutlicht beeindruckenden ehrenamtlichen Einsatz. 

Ob als Stadtbürgermeister von Wörrstadt seit nunmehr 22 Jahren, als langjähriges Mitglied im Kreistag und im Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Wörrstadt oder in früheren Jahren bereits als Beigeordneter der Stadt Wörrstadt, Ingo Kleinfelder setzt sich stets mit vollem Elan und Ideenreichtum für das ein, was ihm am Herzen liegt. Mit Sachverstand, Verantwortungsbewusstsein und viel persönlichem Einsatz hat er so die Entwicklung seiner Heimatstadt und der Region mitgestaltet.

Hans-Philipp Schmitt ist seit 22 Jahren als Bürgermeister der Ortsgemeinde Spiesheim und darüber hinaus als Mitglied im Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Wörrstadt, langjähriges Mitglied im Vorstand der Sportgemeinde 1926 Spiesheim – vom Vorsitzenden bis zum Ehrenvorsitzenden – und Gründungsmitglied des Spiesheimer Carnevalvereins engagiert. Insbesondere liegt ihm dabei auch das Engagement in der Flüchtlingshilfe und bei der Integration von Neubürgern am Herzen.

„Das Land Rheinland-Pfalz ehrt mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette Menschen, die sich in ganz besonderer Weise für ihre Kommunen einbringen. Jede Preisträgerin und jeder Preisträger leistet Tag für Tag ein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement für den Zusammenhalt und die Entwicklung unserer Heimat. Das schafft Zugehörigkeit und eine lebendige Gemeinschaft in unseren Kommunen. Unsere Gesellschaft kann auf dieses Engagement nicht verzichten. Die heute geehrten Personen zeigen in ihren Städten, Gemeinden und Kreisen, wie Kommunalpolitik eine lebenswerte und zukunftsfähige Heimat gestaltet. Im Namen der Landesregierung bedanke ich mich bei allen Ausgezeichneten, die mit ihrem Ehrenamt jeden Tag unsere Demokratie und unser Zusammenleben stärken“, würdigt Minister Sven Teuber.

„Dass gleich drei Persönlichkeiten aus unserem Landkreis mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette ausgezeichnet wurden, freut mich ganz besonders. Es zeigt, wie stark das ehrenamtliche Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung für unsere Gemeinschaft zu übernehmen, im Landkreis Alzey-Worms verankert sind. Ob in den Ortsgemeinden, den Verbandsgemeinden oder auf Kreisebene – kommunalpolitisches Wirken lebt von Menschen, die sich mit Herzblut, Zeit und Überzeugung für die Belange anderer einsetzen. Dieses Engagement stärkt den Zusammenhalt vor Ort und ist ein unverzichtbarer Baustein unserer lebendigen Demokratie. Den drei Geehrten gratuliere ich herzlich zu dieser verdienten Anerkennung und danke ihnen für ihren langjährigen Einsatz für unsere Region“, betont Landrat Heiko Sippel.

Ute Klenk-Kaufmann, Kreisbeigeordnete im Landkreis Alzey-Worms, bedankte sich stellvertretend für alle für die besondere Auszeichnung und betonte, dass diese nicht nur den persönlichen Einsatz würdige, sondern auch die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für Städte, Gemeinden und das Gemeinwohl hervorhebe. Sie dankte dem Land Rheinland-Pfalz sowie allen, die sie auf ihrem kommunalpolitischen Weg unterstützt und begleitet haben. Besonders hob sie die Rolle der Familien und Partner hervor, die häufig auf gemeinsame Zeit verzichten müssten und den Einsatz in der Kommunalpolitik mittrügen.

Kommunalpolitisches Engagement sei keine Einzelleistung, sondern lebe vom Miteinander, gegenseitigem Vertrauen und gemeinsamen Überzeugungen. Auch der Austausch mit Kollegen, Ausschüssen, Verwaltungen und Bürgern sei wichtig. Dabei gehörten konstruktive Diskussionen ebenso dazu wie Anregungen und Kritik aus der Bevölkerung. Die Auszeichnung sei Anerkennung und zugleich Ansporn, sich weiterhin mit Herzblut und Tatkraft für die Heimat und die Menschen vor Ort einzusetzen. Zudem äußerte sie die Hoffnung, junge Menschen für ein politisches Ehrenamt begeistern zu können.

Die Freiherr-vom-Stein-Plakette wurde 1954 vom damaligen Innenminister Alois Zimmer gestiftet. Sie werden im Dreijahresturnus anlässlich des Geburtstags von Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (26. Oktober 1757) verliehen.