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Verleihung des Kulturpreises 2020 der VG Wörrstadt 20.05.2021 


Nach der Übergabe des Kultur-Sonderpreises am 7. Mai an Preisträger Professor Eberhard Linke aus Saulheim (siehe Beitrag in der vergangenen Ausgabe) wurden im Anschluss die drei Preisträger des Kulturpreises 2020 ausgezeichnet. Dies erfolgte Corona-bedingt nacheinander im jeweils kleinsten Kreis.

Bürgermeister Markus Conrad erläuterte zunächst die Zielsetzung der Kulturpreisvergabe: „Mit dem Kulturpreis fördert die Verbandsgemeinde seit 2018 Kulturschaffende bzw. Kulturanbieter, die innerhalb der VG Wörrstadt leben bzw. wirken und mit ihrem Werk bzw. Projekt einen herausragenden Beitrag auf kulturellem Gebiet geleistet haben. Diese Leistung soll im Vorjahr der Preisvergabe, in diesem Fall also 2019, erbracht worden sein, wobei eine überregionale Bedeutung wünschenswert ist.

Francette Krischer von »Danse et Mouvement«

Den Ju­rymitgliedern sei die Ent­schei­dung über die drei Preisträger 2020 sehr schwer ge­fal­len. Doch habe man sich letztendlich einstimmig entschieden. Der 1. Kulturpreis wurde der Saulheimer Ballett- und Bewegungsschule „Danse et Mouvement“ von Francette Krischer zugesprochen. In seiner Laudatio betonte Dr. Christian Ridil das „ungewöhnlich breit aufgestellte Angebot, das von tänzerischer Früherziehung für Vier- bis Fünfjährige über Kurse für Jugendliche bis zu Tanz- und Bewegungsveranstaltungen für Erwachsene, einschließlich der älteren Generation, reicht.“ Die Preisträgerin lehre nach der Methode der Londoner Royal Academy of Dance. „Diese beinhaltet sowohl die Bühnendarstellung klassischer Folklore - Character Dance - als auch einen zeitgenössischen Ballettstil - Free Mouvement - wie auch sog. Grades in steigender Schwierigkeit mit Abschlussprüfung.“




„Danse et Mouvement“ mit dem Musical Der Zauberer von OZ

In den alle drei Jahre durchgeführten Tanzvorführungen, so 2019 im Musical „Der Zauberer von OZ“, präsentierten sich die überwiegend weiblichen Tanzschülerinnen in schlüssigen Choreographien, die sie „zwar forderten, aber nicht überforderten“. Dr. Ridil beglückwünschte Francette Krischer für ihre hervorragende künstlerische Arbeit und wünschte „viele weitere erfolgreiche Jahre für Danse et Mouvement!“
Günter Brück, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Alzey-Worms, überreichte als Vertreter des Sponsors die Kulturpreis-Statue, die mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Eu­ro verknüpft ist. „Als regionales Geldinstitut haben wir es uns unter anderem zur Aufgabe gemacht, die Kunst und Kultur vor Ort zu fördern. Sehr gerne sponsern wir daher den Kulturpreis der VG Wörrstadt, dessen 1. Preis an Sie, liebe Frau Krischer, geht.“ Nur zu gut sei die Leidenschaft der Preisträgerin für den Tanz spürbar und ihr Wunsch, möglichst viele Menschen in ihrer Tanzschule dafür zu begeistern.
h und live vor Ort erleben dürfen.“



Susanne Schwarz-Steinherz und Geoffrey Steinherz vom Theater „Streu Licht“

Den mit 600 Euro durch die Verbandsgemeinde dotierten 2. Kulturpreis 2020 erhielten Susanne Schwarz-Steinherz und Geoffrey Steinherz vom Theater „Streu Licht“ in Schornsheim. 2014 hatten sich der Deutsch-Amerikaner Geoffrey Steinherz und seine Frau Susanne Schwarz-Steinherz dort angesiedelt. Laudator Thomas Ehlke schwärmte: „Das Theater ‚Streu Licht‘ ist ein magischer Ort. Nicht nur, weil es einen ehemaligen Pferdestall in einen Theaterraum verwandelt hat... Bei den Aufführungen nimmt es die bis zu 70 Besucher mit in Welten voll Poesie und auf Klangreisen, wie sie farbiger nicht sein könnten. Unerwartetes hören, Unerhörtes erwarten. 



Veranstaltungen des Theaters "StreuLicht"

Das Theater ist Vielfalt, ist Buntheit. Und es löst Distanzen auf. Hautnah erleben die Menschen hier Musiktheater, Theater, Musik und Literatur. Professionell und anspruchsvoll, ohne jedoch abgehoben zu sein.“ Das ließe sich auch nicht mit dem Anspruch der beiden Macher vereinbaren, da sie Theater für die Region machen, für den Landkreis Alzey-Worms, ganz Rheinhessen und für alle, die auch von weiter her den Weg nicht scheuen. Für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene. Denn Theater und Musik überwinde Grenzen, schaffe Austausch und bringe Menschen zusammen.



Martin Stabroth von der Männerknetgruppe Wallertheim

Der 3. Kulturpreis ging an die „Männerknetgruppe Wallertheim“ vergeben, die sich 2016 bei einem Treffen des ehrenamtlichen Zusammenschlusses „Wallertheim aktiv“ gegründet hatte. Ziel der Gruppe ist, das Dorfleben zu bereichen und das Dorfbild zu verschönern. Anders als der Name erwarten lässt, so erläuterte Laudator Reinhard Baumgärtner (vertreten von Ina Köhler), sind in der Gruppe jedoch nicht nur Männer aktiv. Der Name sei damals rein spaßeshalber so gewählt worden.

Ein wichtiges Projekt der kreativen Gruppe, für dass der Kulturpreis nun vergeben werde, sei der Skulpturenwanderweg entlang des Wander- und Radweges nach Armsheim und in den Wiesbachauen. Zur touristischen Aufwertung der Ortsgemeinde wurden die von der Gruppe selbst gestalteten Skulpturen aus Holz, Ton, Metall und Beton aufgestellt. Volker Hedderich von der Mainzer Volksbank, gratulierte als Vertreter des Sponsors zur Auszeichnung und zum Preisgeld in Höhe von 400 Euro.


Skulpturen der Männerknetgruppe

Bürgermeister Conrad hatte im Vorfeld alle Bewerber/-innen für die Kulturpreise gewürdigt und kurz vorgestellt. Es handelt sich um die Malerin Karin Ellmers aus Partenheim, den „Kulturhof Oma Inge“ aus Schornsheim sowie, für den Kultur-Sonderpreis, die Singakademie Saulheim und den Gesangverein Sängerbund 1845 Wörrstadt e.V.
„Leider kann nicht jeder gewinnen, aber ich kann versichern, dass es jeder Bewerber und jede Bewerberin verdient hätte. Denn alle Genannten tragen in ganz besonderer Weise dazu bei, dass dieKulturlandschaft in unserer Verbandsgemeinde hochwertig, bunt und inspirierend ist. Dafür unseren ganz herzlichen Dank.“ Natürlich, so Conrad weiter, leiden alle Kulturschaffenden und Kulturanbieter seit mehr als einem Jahr unter der Corona-Pandemie, unter den Schließungen bzw. dem Verbot von öffentlichen Veranstaltungen. Das tue natürlich ihnen selbst weh und bringe viele in finanzielle Schwierigkeiten, aber es schmerze auch alle, die diese kulturellen Angebote immer mit Freude wahrgenommen haben. „Ich hoffe daher sehr, dass sich die Situation bald wieder zum Besseren wendet und wir alle bald wieder Kultur hautna