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Digitales Lernen an unseren Grundschulen 16.11.2020 



Schulleiterin Barbara Weber führt Bürgermeister Markus Conrad (links) und Akim Menger die Nutzungsvielfalt der digitalen Ausstattung vor.

Seit 2017 treibt die Verbandsgemeinde Wörrstadt an ihren Grundschulen in Armsheim, Partenheim, Saulheim, Schornsheim, Wallertheim und Wörrstadt die Digitalisierung voran.

Die Schulgebäude wurden seitdem mit einer flächendeckenden WLAN-Ausstattung versorgt, in allen Klassenräumen wurde die erforderliche Übertragungstechnik eingerichtet und die Schulen erhielten eine Grundausstattung an Tablets, den digitalen Endgeräten. Rund 273.000 Euro wurden bisher in die Digitalisierung der Grundschulen investiert und die Lehrkräfte unterrichten nun in so genannten Tabletklassen.

Auf die Frage, wie das Ganze bei ihren Schülerinnen und Schülern ankommt, antwortet Barbara Weber, Schulleiterin in Wallertheim, voller Überzeugung: „Ganz hervorragend. Die Technik macht den Kindern viel Spaß und sie nutzen sie unglaublich gern.“ Die meisten hätten relativ schnell gelernt, die technischen Möglichkeiten der Geräte und die eingesetzten Programme zu nutzen. Und wenn es etwas länger dauere, sei das auch nicht schlimm. Die Lehrkräfte wurden in Schulungen und an einem Studientag mit der Technik und Software vertraut gemacht. Weber erzählt: „Wir haben hier eine sehr technikaffine Kollegin, die uns sämtliche Tablets eingerichtet hat und uns immer mit Rat und Tat zur Seite steht.“

Die neuen Möglichkeiten können dank umfangreicher Module und Apps praktisch in allen Fächern genutzt werden. So kann nicht nur die Lehrkraft Lerninhalte auf der großen Beamerwand allen gleichzeitig zeigen, was eine Menge Kopien bzw. Overheadfolien erspart, sondern es lassen sich auch die Inhalte eines Schüler-Tablets an der Wand gemeinsam anschauen und besprechen. Die Kinder können darüber hinaus mit ihrem  Tablet im eigenen Zeitrhythmus bestimmte Aufgaben erledigen und mit Hilfe von Lösungsseiten auch gleich kontrollieren, ob sie alles richtig gemacht haben. Oder es werden Übungsdiktate oder Aufsätze auf dem Tablet geschrieben und gleich dort im Anschluss korrigiert. Mit dem entsprechenden Stift ist das möglich. Und damit kein Kind mit dem Tablet Unsinn mache, entkräftet Weber schmunzelnd eventuelle Bedenken, können sich die Lehrkräfte jederzeit auf die Schülertablets schalten bzw. im Vorfeld nur unterrichtsrelevante Inhalte freigeben.

Nutzungsmöglichkeiten, an die man zunächst gar nicht denke, gebe es beispielsweise im Sportunterricht: „Hier lassen sich beispielsweise kleine Filmsequenzen aufnehmen, die dann, in Zeitlupe betrachtet, eine detaillierte Bewegungsanalyse erlauben.“ Doch trotz aller moderner Technik wolle die Schule natürlich nicht auf Bücher, Hefte und Füller verzichten. „Uns ist natürlich weiterhin wichtig, dass die Kinder auch lesbar mit der Hand schreiben können. Das digitale Lernen soll unseren Unterricht nur unterstützen.“

In Wallertheim stehen 24 Tablets für Schüler und 4 Tablets für die Lehrkräfte zur Verfügung. „Wir müssen uns also abstimmen, wer in welcher Stunde die Technik einsetzt“, berichtet Weber, „aber das bekommen wir sehr gut hin.“ Bürgermeister Conrad dazu: „Für unsere rund 1.000 Grundschülerinnen und Grundschüler brauchen wir insgesamt etwa 250 bis 260 Tablets. Je Tablet und Stift müssen wir mit Kosten von etwa 380 Euro rechnen. Inzwischen konnten wir 185 Tablets anschaffen, die intensiv in den Unterricht einbezogen werden.“ Der Bürgermeister und der zuständige Sachbearbeiter Akim Menger hoffen, dass bis Weihnachten weitere 75 Tablets geliefert werden.

Für die Anschaffung von Tablets hat die Verbandsgemeinde bereits 45.000 Euro aus dem  Förderprogramm des Landes „Medienkompetenz macht Schule“ erhalten (je Grundschule 7.500 Euro) und weitere 33.000 Euro aus dem Sofortausstattungsprogramm (Zusatz zum DigitalPakt) des Bundes. 15.500 Euro hat die VG bisher aus eigenen Haushaltsmitteln für die Anschaffung von Tablets aufgewendet. Für die Schaffung der erforderlichen digitalen Infrastruktur wurden bisher 188.000 € aufgewendet. Diese Kosten sind im Rahmen der Verwendung von Bundesmitteln (DigitalPakt) in vollem Umfang förderfähig (bis max. 440.000 €). Für die Grundschule Schornsheim wurden bereits Fördergelder in Höhe von 31.000 Euro abgerufen, die Anträge für alle weiteren Schulen wurden als sog. Aufstockungsanträge gestellt.

Künftig werden weitere Kosten auf die Verbandsgemeinde zukommen, wie Conrad ergänzt: „Eine Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Fördergeldern ist u. a. die Einrichtung eines externen IT-Supports für alle Grundschulen. Die entsprechende Auftragsvergabe ist im September erfolgt. Die anfallenden jährlichen Kosten von 48.000 Euro sind leider nicht förderfähig, sondern müssen in vollem Umfang von uns als Schulträger getragen werden. Und auch die Anschaffung benötigter Softwarelizenzen ist Sache der Verbandsgemeinde.“

Schulleiterin Barbara Weber ist jedenfalls froh, dass sich die digitale Technik schon etabliert hat. „Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre das zum Beispiel eine Webcam“, berichtet sie. „Damit ließe sich zum Beispiel gut Kontakt halten zu einem Kind oder einer Lehrkraft, die wegen Krankheit oder Quarantäne länger zuhause bleiben muss.“