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Mit großen Schritten in die digitale Zukunft 12.10.2020 



Der ESW übergibt den WLAN-Hotspot an die Ortsgeinde Spiesheim.

Die Digitalisierung in den Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Wörrstadt schreitet wieder ein gutes Stück voran: zwölf öffentliche WLAN-Hotspots richtet der  Energie- und Servicebetrieb Wörrstadt (ESW) ein, der Hotspot in Spiesheim wurde vergangene Woche offiziell übergeben.

„Das ist ein toller Service für unsere Bürger“, freut sich Ortsbürgermeister Hans Philipp Schmitt vor der Sängerhalle, an der sich auch der Ratssaal befindet, über die Unterstützung des ESW. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015/2016 habe er den Bedarf an einem freien Internetzugang ganz besonders gespürt. „Wir hatten damals bis zu drei Dutzend Einwanderer aufgenommen, die in Sachen Kommunikation hier leider ziemlich aufgeschmissen waren.“ Heute sei der vorhandene Glasfaserausbau vor allem für mögliche Neubürger und Gewerbetreibende immens wichtig.

Stefan Hassler, Ortsbürgermeister von Ensheim bestätigt dies und ergänzt: „Die Ratsarbeit wird durch ein leistungsfähiges WLAN sehr unterstützt, da das Sitzungsmanagement mehrheitlich digital stattfinden kann. In diesen Coronazeiten werden außerdem Veranstaltungen ermöglicht wie beispielsweise Online-Kurse der Vereine und VHS im Dorfgemeinschaftshaus.“ Ensheim habe rund um das Dorfgemeinschaftshaus drei Access-Points eingerichtet, um auch im Außenbereich ein starkes Signal zu empfangen.

„Mitten im Zentrum des öffentlichen Lebens sollen die Bürger wie auch Gäste vom kostenfreien Internetzugang profitieren”, erklärt ESW-Vorstand Karl-Heinz Greb, „denn der barrierefreie Zugang zum Internet ist heute wichtiger denn je und trägt nachhaltig zur Aufwertung unserer Dorfzentren bei.“

Möglich wurde das Projekt durch die hervorragende finanzielle Situation des ESW, der allein im Jahr 2019 einen Gewinn in Höhe von 480.000 Euro aus Windenergie sowie den Strom- und Gasnetz-Beteiligungen erzielte - bei weniger als zwei Millionen Euro Umsatz. „Mit dieser Institution“, freut sich Bürgermeister Markus Conrad, „haben wir ein Erfolgsmodell geschaffen. Seit sieben Jahren ist die Anstalt öffentlichen Rechts, der die zwölf Ortsgemeinden und die VG selbst angehören, kontinuierlich im Plus. Wir wollen aber nicht 25 % der Gewinne als Kapitalertragssteuer entrichten, sondern wir wollen, dass das Geld in der Region bleibt und den Gemeinden und Bürgern direkt zugutekommt, wie beispielsweise durch dieses Projekt.“

In Ensheim, Gabsheim, Gau-Weinheim, Partenheim, Saulheim, Spiesheim und Vendersheim ist das freie WLAN schon in Betrieb, vorwiegend an den Dorfgemeinschaftshäusern bzw. Rathäusern. Die Hotspots in Schornsheim und Sulzheim werden zeitnah umgesetzt, in den drei restlichen Gemeinden gab es schon Gespräche zur Standortauswahl. Conrad: „Die Stadt Wörrstadt, die nicht Mitglied der ESW ist, hat selbst Hotspots eingerichtet,  profitiert aber auch vom WLAN-Hotspot an der Verbandsgemeinde.“


Realisiert wird das WLAN-Projekt zusammen mit dem Energieversorger EWR. Andreas Böll, Mitarbeiter im Bereich Telekommunikation bei EWR, erklärt: „Um einen optimalen Nutzen zu bieten, wählen wir den Ort in der Gemeinde aus, an dem sich viele potenzielle Nutzer aufhalten.“ Dort wird ein sogenannter AccessPoint installiert, der im Umkreis von rund 250 Metern ein starkes WLAN-Signal sendet. Hierdurch können Nutzer E-Mails checken, im Internet surfen, Bilder hochladen oder auch Videos streamen.

Der Energie- und Servicebetrieb bezahlt für jede Ortsgemeinde die Einrichtungspauschale des AccessPoints und die monatliche Gerätemiete. Auch die monatlichen Kosten für den Internetvertrag werden übernommen. Die Gemeinde trägt lediglich die Stromkosten und, falls sie Sonderleistungen oder zusätzliche AccessPoints will, auch die Kosten hierfür. In Sachen Störerhaftung sind die Gemeinden außen vor. „Dieses Risiko liegt bei uns“, sagt Böll, „wir treten als Provider auf.“

Die positive finanzielle Situation des ESW bietet über das WLAN-Projekt hinaus noch Raum für weitere Investitionen in den Gemeinden. So kündigt Conrad ein Pachtmodell für Photovoltaikanlagen an sowie die Errichtung eines Gasnetzes in Spiesheim. Während Vorstand Karl-Heinz Greb an die bereits erfolgte Umstellung der Straßenbeleuchtung in den Gemeinden auf LED-Straßenlampen und die Errichtung von E-Ladestationen erinnert, weist der Stellvertretende Vorstand Markus Haag noch auf die jährliche Unterstützung der VG und der Gemeinden in Höhe von jeweils 1.000 Euro für Vereine und kulturelle Zwecke hin.