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Der Auftrag von Rio

Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen



Bei der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro ist auch von der Bundesrepublik Deutschland die „Agenda 21“, ein globales Umwelt- und Entwicklungsprogramm für das 21. Jahrhundert, unterzeichnet worden. Dieses Programm wurde aufgrund der aktuellen Gegebenheiten angepasst und im Jahr 2015 zur Agenda 2030 weiterentwickelt, das für alle Länder gilt.

In den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG, sustainable development goals) der Vereinten Nationen wird der globalen Partnerschaft und der nachhaltigen Entwicklung Rechnung getragen.

Der Begriff der Nachhaltigkeit umfasst dabei im Wesentlichen die Dimensionen
-       Soziale Verteilungsgerechtigkeit und Gleichberechtigung
-       Ökonomische Nachhaltigkeit
-       Ökologische Tragfähigkeit
-       Berücksichtigung des Bedarfs zukünftiger Generationen.
Diese Dimensionen werden in fünf Kernbotschaften zusammengefasst (5 P): People (Menschen), Planet (Planet), Prosperity (Wohlstand), Peace (Frieden), Partnership (Partnerschaft).

Lokal - global

In der Agenda 2030 wird die direkte Beziehung zwischen dem kommunalen Handeln vor Ort und seinen globalen Auswirkungen auf Umwelt und Entwicklung unterstrichen. Was lokal passiert, muss global verträglich sein. Das starke Wohlstandsgefälle und der hohe Verbrauch der Ressourcen in einigen Teilen der Welt haben bereits zu sozialen Ungerechtigkeiten, zur Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts und zu einer Gefährdung des Klimas geführt.

Besondere Rolle der Kommunen

Das Leitbild der Nachhaltigkeit steht für ein Konzept, das die Verbesserung der sozialen und ökonomischen Lebensbedingungen für alle Menschen mit dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang bringt. Die Bedürfnisse zukünftiger Generationen sind dabei zwingend zu berücksichtigen. Die Kommunen als Politik- und Verwaltungsebene, die den Bürgern am nächsten ist, spielt dabei eine zentrale Rolle für die Umsetzung der Agenda 2030. Denn Umwelt- und Entwicklungsprobleme treten besonders deutlich in Städten und Gemeinden auf. Hier konzentrieren sich die Bevölkerung, die Güterproduktion, die Energie- und Stoffumsätze, die intensive Nutzung von Flächen sowie die Verkehrsvorgänge.

Kommunen errichten, verwalten und unterhalten die wirtschaftliche, soziale und ökologische Infrastruktur, d.h. sie berühren mit ihren Entscheidungen direkt die Grundbedürfnisse, wie beispielsweise die nach Arbeit oder einer befriedigenden Wohnsituation. Kommunen überwachen den Planungsablauf, entscheiden über die kommunale Umweltpolitik und Umweltvorschriften und wirken darüber hinaus an der Umsetzung der nationalen und regionalen Umweltpolitik mit. Dadurch ist bei ihnen die Voraussetzung für eine qualifizierte Diskussion über nachhaltige Entwicklung ebenso gegeben wie die Notwendigkeit einer solchen Diskussion.

Ziele und Aufgaben der Lokalen Agenda

Jeder Prozess in einer Lokalen Agenda ist einzigartig, da er auf die Gegebenheiten vor Ort ausgerichtet ist.

Die kommunalen Entscheidungsträger und die Kommunalverwaltung sind mit ihren Bürgerinnen und Bürgern in einen Dialog getreten und hatten eine Lokale Agenda 21 beschlossen. Die nötige Fortentwicklung zur Lokalen Agenda 2030 wurde eingeleitet, um die Nachhaltigkeitsziele vor Ort umzusetzen. Darüber hinaus wird derzeit das „Netzwerk Nachhaltige Entwicklung in der VG Wörrstadt“ aufgebaut. Denn demokratische Prozesse und die Bürgerbeteiligung sind grundsätzliche Bestandteile für die nachhaltige Entwicklung.

www.bmwz.de

www.un.org