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auftaktveranstaltung 2000

Start in die lokale nachhaltige Entwicklung

Auf Antrag der Fraktion Bündnis90/Grüne beschloss der Verbandsgemeinderat Wörrstadt Ende 1999, in einen lokalen Agendaprozess einzusteigen und beauftragte die Verwaltung mit der Planung und Durchführung einer Auftaktveranstaltung.


Ausschnitt des Plakates zur Auftaktveranstaltung der Lokalen Agenda der VG Wörrstadt im Mai 2000

Die Bürgerinnen und Bürger sowie die bereits in den Ortsgemeinden aktiven Organisationen, Vereine, Kirchengemeinden etc. wurden zur Mitarbeit eingeladen.

Die Auftaktveranstaltung am 30. Mai 2000 wurde von gut 80 Interessierten besucht. Dirk Kron vom Internationalen Rat für kommunale Umweltschutzinitiativen, kurz ICLEI, aus Freiburg führte in die Thematik ein. Die Impulse des Umweltgipfels in Rio de Janeiro 1992 müssten bis in die kleinste Kommune hineingetragen und aufgenommen werden. „Dabei müsse immer bedacht werden“, so der damalige Bürgermeister Gerhard Seebald, „dass die Lokale Agenda 21 nichts für Kurzstreckenläufer ist, denen schon nach einigen Aktionen der Atem ausgeht.“

Bereits in den Ortsgemeinden aktive Bürgerinnen und Bürger sowie Gruppierungen stellten anschließend ihre Themen und Zielsetzungen vor und luden die Gäste ein, sich je nach Interesse einer Gruppe anzuschließen oder aber selbst ein neues Thema in die Agenda einzubringen.

Folgende Agendagruppen nahmen im Anschluss an die Auftaktveranstaltung ihre Arbeit auf.

·      AG Wasser/Bachpatenschaft
·      AG Bauen und Umwelt
·      AG Frieden und Gerechtigkeit
·      AG Integrierter Landbau
·      AG Lärmbekämpfung
·      AG Kinderbetreuung
·      AG Kultur
·      AG U.N.B.E.handelt (=  Umwelt- und Naturschutz in Bildung und Erziehung handelt)

Die Auftaktveranstaltung war somit die „Geburtsstunde“ der Lokalen Agenda.

Ihr folgte am 12. Juni 2001 der formelle Grundsatzbeschluss zur Erarbeitung einer Lokalen Agenda durch den Verbandsgemeinderat. Er verpflichtete sich damit, seine künftigen Entscheidungen am Leitbild einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Entwicklung auszurichten.

Der Text des Verbandsgemeinderatsbeschlusses lautet:

„Der VG-Rat bekennt sich zu seiner Verantwortung für eine nachhaltige, zukunftsfähige Entwicklung.

Im Sinne der Aufforderung an die Städte und Gemeinden durch die Konferenz von Rio de Janeiro (1992) sowie den Empfehlungen des Deutschen Städtetages treffen die Räte der Verbandsgemeinde Wörrstadt den Grundsatzbeschluss, eine „lokale Agenda 21“ zu erarbeiten mit der Vorgabe, Qualitätsziele zu definieren und ein Handlungsprogramm daraus zu entwickeln.
Dieses Programm soll auch dazu dienen, die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Anforderungen an die Entwicklung der Gemeinden miteinander zu verknüpfen und in Einklang zu bringen. Politische Teilziele wie Verbesserung der Wohnsituation, der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, der Verkehrsplanung, der sozialen Infrastruktur, der Erhaltung der Lebensqualität und des Erhalts der gesunden Umwelt können nur erreicht werden, wenn die Verbindungen und gegenseitigen Auswirkungen dieser Ziele erkannt und aufgearbeitet werden.

Zur langfristig angelegten Erarbeitung der Lokalen Agenda 21 gehört als Basis eine Bestandsaufnahme und –bewertung der heutigen Situation sowie eine Struktur für die Beteiligung der Bürgerschaft bzw. der gesellschaftlichen Gruppen.

Dieser Grundsatzbeschluss gibt ein politisches Signal an Bürger und Verwaltung und stärkt die seit der Auftaktveranstaltung aktiven Arbeitsgruppen sowie deren Einbindung in die politischen Entscheidungsgremien.“