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Lokale Agenda 21 der Verbandsgemeinde Wörrstadt

Zehn Jahre und noch voller Schaffenskraft


Bürgermeister Markus Conrad ehrt im Beisein von Weinkönigin Lisa I. die Agendagruppensprecherin Dr. Petra Gruner-Bauer sowie Horst Rupp vom Agendabüro für das langjährige ehrenamtliche Engagement.

Zehn Jahre ist es her, dass sich während der denkwürdigen Auftaktversamlung im Ratssaal der Verbandsgemeinde Wörrstadt Arbeitsgruppen und kurz darauf ein Agendabüro etablierten. Die „Lokale Agenda 21 Verbandsgemeinde Wörrstadt“ war entstanden. An dieses Ereignis erinnerte am 29. Oktober 2010 ein Festakt in der Neubornhalle, zu dem Verbandsbürgermeister Markus Conrad die Festansprache hielt.

Schirmherrin des Abends war Umweltministerin Margit Conrad, die aber selbst nicht kommen konnte. Ihre Glückwünsche überbrachte aus ihrem Hause Michael Staaden. Seinen Ausführungen zufolge haben die Bürger der Verbandsgemeinde bereits früh die Zeichen der Zeit erkannt und mit der Lokalen Agenda 21 eine kommunale Plattform geschaffen. Mit der Übernahme nachhaltiger Verantwortung sei die Verbandsgemeinde Vorreiter und Vorbild für zahlreiche Kommunen in Rheinland-Pfalz geworden, und dafür danke er auch im Name von Umweltministerin Margit Conrad.

In seinem Festvortrag erläuterte Bürgermeister Markus Conrad den Begriff „Nachhaltigkeit“, auf welche die UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro im Jahre 1992 alle Nationen verpflichtet hat. Bei nachhaltiger Entwicklung geht es um den Schutz unserer Umwelt und damit auch der Menschen, denen heute und in Zukunft ein lebenswertes Dasein ermöglicht werden soll. Dazu bedarf es einer intakten Umwelt, einer funktionierenden Wirtschaft, aber auch eines sozialen Gemeinwesens.

Ökologie, Ökonomie, Soziales

Horst Rupp sollte dies im Laufe des Abends auf die drei griffigen Vokabeln reduzieren: Nachhaltigkeit umfasse Ökologie, Ökonomie und Soziales. Weinkönigin Lisa verglich in ihrem Grußwort die Agenda in ihrer Vielgestaltigkeit mit dem Wein in seinen verschiedenen Sorten und Geschmackrichtungen, der aber in jedem Fall der Nachhaltigkeit verpflichtet sei.

Obwohl die Idee der Nachhaltigkeit, so Markus Conrad weiter, stückweise in die Jahre gekommen sei, so sei sie dennoch mitnichten veraltet. Die Verbandsgemeinde Wörrstadt sei dafür ein beredtes Beispiel, in der die Lokale Agenda 21 keine Ermüdungserscheinungen erkennen lasse, sondern wo vor nunmehr zehn Jahren mit guten Projekten eine nachhaltige Entwicklung eingeleitet wurde und heute fortgeführt wird.

Markus Conrad würdigte dabei eigens die Einrichtung eines Agendabeirats, der seit 2005 besteht und in dem die verschiedenen Gremien der Verbandsgemeinde, Agendabüro, Verbandsgemeindebürgermeister, Agendabeauftragte der Verwaltung und Vertreter der Fraktionen des Verbandsgemeinderates angehören und so Agenda-Aktive, Politik und Verwaltung verklammert sind.

Direkte Bürgerbeteiligung

Auf diese Weise wird eine Bürgerbeteiligung erleichtert, können doch die Agendagruppen über den Agendabeirat eigene Anträge in den Verbandsgemeinderat einbringen. Diese Form der Beteiligung ermöglicht es allen Mitbürgern der Verbandsgemeinde, bei der Entwicklung der Verbandsgemeinde mitzuwirken und mitzuarbeiten. Direkte Bürgerbeteiligung at its best, worüber in diesem Tage so viel debattiert wird.

Im Folgenden stellte der Verbandsbürgermeister die sieben verschiedenen Agendagruppen, ihre Geschichte und ihre Leistungen vor, und begrüßte die GruppensprecherInnen. Conrad schloss seinen Vortrag mit dem amerikanischen Sprichwort: „Zukunft, das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.“ Ziel müsse es sein, in der Zukunft nichts bereuen zu müssen. Daher sei es die Pflicht, weiter aktiv zu bleiben und die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung von Tourismus, Landschaft und Verkehr, einer 100-prozentig erneuerbaren Energie und Vieles mehr konsequent weiter zu verfolgen.

Dank und Ehrungen

Im Anschluss an seine Rede bedankte sich der Verbandsbürgermeister bei allen, die in den vergangenen zehn Jahren aktiv an der Agenda 21 mitgewirkt haben. Besonders aber hob er das Engagement von Ina Köhler hervor, die in der Agendagruppe Kultur, Freizeit und Tourismus arbeitet, in der es um eine Verbindung von Kultur und Tourismus geht. In ihren Händen lag auch die Redaktion der über 50 Seiten starken, vorbildlich gestalteten Festschrift der Lokalen Agenda 21 der Verbandsgemeinde Wörrstadt, welche die Entstehung und das Wirken der Agenda bis zum Jahre 2010 beschreibt.

Weiters verlieh Verbandsbürgermeister Markus Conrad die Verdienstplakette der Verbandsgemeinde, Stufe II, an Dr. Petra Gruner-Bauer. Er ehrte damit ihr zehnjähriges Engagement in herausgehobener Agenda-Gruppensprecherposition.

Last but not least überreichte Markus Conrad schließlich Horst Rupp, „unserem Herrn Agenda“, wie er von seinem engeren Umfeld gerne genannt wird, eine Dankurkunde nebst Präsentkorb mit fair gehandelten Produkten. Wo es sich ergibt, auf Tagungen, Kongressen und Sitzungen in Ministerien, so Markus Conrad in seiner Laudatio, tritt Horst Rupp, wenn es die Sache gebietet, auch manchmal etwas „ruppig“, in jedem Falle aber engagiert für die Lokale Agenda ein. Damit hat „Herr Agenda“ wesentlich dazu beigetragen, dass die Verbandsgemeinde Wörrstadt und seine Lokale Agenda 21 über die Grenzen der Region bekannt geworden ist.Dr. Alexander Schulz