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geschichte des feuerlöschwesens der vg 1992-2012

Seit dem 01.01.1975 ist die Trägerschaft über die Feuerwehr von den Ortsgemeinden auf die Verbandsgemeinde übergegangen.

Mannschaftslöschfahrzeug - MLF

Oberster Dienstherr aller Feuerwehrangehörigen ist somit der Bürgermeister. Ihm steht ein Wehrleiter zur Seite dem die Einsatzleitung übertragen ist. Der Wehrleiter ist für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr verantwortlich. Er hat den Bürgermeister in allen Fragen des Brandschutzes und der Allgemeinen Hilfe zu beraten und zu unterstützen.

Waren die Anfangsjahre geprägt durch die bauliche Einrichtung und die Positionierung der Feuerwehr in der VG. Galt es im weiteren Verlauf die Ausstattung und Ausrüstung in allen Bereichen zu optimieren.

Gerade die letzten Jahre machen dabei besonders deutlich, dass sich innerhalb der Organisation Feuerwehr ein Wandel vollzieht. Instabile Klimaeinflüsse, durch Rezession geprägte Wirtschaft i. V. m. mit einer unsicheren Arbeitsmarktsituation, technischer Fortschritt und nicht zuletzt ein verändertes Freizeitverhalten verlangen auch von der Feuerwehr eine stetige Entwicklung und Anpassung.

Mit den Zusammenschlüssen der Feuerwehren aus Armsheim und Schimsheim sowie Ober- und Nieder-Saulheim gibt es in der Verbandsgemeinde nunmehr 14 örtliche Feuerwehreinheiten. In den Ortswehren versehen 420 freiwillige Feuerwehrfrauen u. -männer ihren Dienst. Der Wehrführer ist dort der verantwortliche organisatorische Leiter und unterstützt den Wehrleiter.


Führung der Feuerwehr

Übung FFW VG Wörrstadt in Ensheim 2009

Nachdem Karl-Heinz Zorn als 1. Wehrleiter der VG ausgeschieden war, folgte im Jahr 1990 Horst-Friedrich Köster, damaliger Wehrführer in Saulheim. Sein Stellvertreter blieb wie bisher Wolfgang Götz aus Schornsheim. Steigende Belastungen sowie immer mehr werdende Anforderungen an die Feuerwehr hatten die Verwaltung veranlasst, einen weiteren Wehrleiter einzusetzen. Durch die Novellierung des Brand- und Katastrophenschutzgesetztes aus dem Jahr 2005 wurde dies möglich. Seit 2007 ist Thomas Waldmann aus Wörrstadt-Rommersheim als weiterer stellvertretender Wehrleiter eingesetzt.

Wehrleiter bis heute  
1975-1989 Karl-Heinz Zorn
1990 - heute Horst Friedrich Köster
stv. Wehrleiter bis heute  
1983 - 2011 Wolfgang Götz
2007 - heute Thomas Waldmann


Aktuelle Wehrführer der Ortsgemeinden

 

Armsheim

Arno Krätschmann

Ensheim

Alfons Heck

Gabsheim

Michael Schäfer (kommissarisch)

Partenheim

Meinhard Runkel

Saulheim

Jens Lehrbach

Schornsheim

Benjamin Roth

Spiesheim

Lothar Babel

Sulzheim

Berthold Dick

Udenheim

Hans Günter Lahr

Vendersheim

Torsten Wojtyna

Wallertheim

Reinhard Kröhl

Wörrstadt

Helmut Scheidt

Wö.-Rommersheim

Thomas Waldmann


Ausbildung


Einsatzleitwagen - ELW

Um dem Bürgern einen optimalen Brandschutz und eine wirksame Hilfeleistung bieten zu können, müssen Ausstattung und Ausbildung in der Feuerwehr gewissen Standards entsprechen. Ausgerichtet an der neuesten Technik ist eine fundierte und zielgerichtete Ausbildung unerlässlich. Nach der Grundausbildung, die jeder Anwärter zu durchlaufen hat, sind zahlreiche Sonderlehrgänge zu absolvieren. Führungskräfte müssen darüber hinaus die Landesfeuerwehrschule in Koblenz besuchen. Umfangreiches Fachwissen und technisches Verständnis sind heute unabdingbar um im Feuerwehralltag bestehen zu können.

Der Einsatzleiter muss sich im Ernstfall auf gut ausgebildetes und geschultes Personal verlassen können. Sondereinsatztrupps helfen ihm dabei, die oftmals schwierigen Einsatzszenarien zu bewältigen.

-Sondereinheiten für Spezialaufgaben-

Führungsstaffel (FüSt):

Die Einheit besteht aus Führungsassistenten und

 

Fahrzeugbedienpersonal des Einsatzleitwagens (ELW). Die seit

 

2007 eingerichtete mobile Einsatzleitstelle unterstützt die

 

Wehrleitung bei großen Schadenslagen. Der ELW (VW Crafter) ist

 

ausgestattet mit modernster Datenübertragungstechnik und

 

verfügt über 3 PC-Arbeitsplätze.

   
verantwortlich:

Matthias Freund

   
Funkeinsatzzentrale Seit 1992 ist die Feuerwehreinsatzzentrale in der Feuerwache in
(FEZ):

Wörrstadt untergebracht. 2002 wurde sie die mit neuem Funk

 

aufgerüstet und 2009 um einen Arbeitsplatz erweitert. Die FEZ

 

koordiniert alle Einsätze und stellt den Schnittpunkt mit den

 

anderen technischen Organisationen dar.

   
verantwortlich:

Wehrleitung der VG

   
Atemschutzwerkstatt

Betreut und überwacht die hoch technischen Atemschutzgeräte,

(ASW):

Sauerstoffflaschen und die Ausbildung aller

 

Atemschutzgeräteträger. Neben den Feuerwehren der VG betreut

 

die AS-Werkstatt auch Geräte des THW und des DRK sowie

 

teilweise Geräte aus der VG Alzey-Land. Die Werkstatt befindet

 

sich in der Feuerwache in Wörrstadt.

   
verantwortlich:

Markus Wiechers

   
Gaseinsatzkomponente:

Die Feuerwehr Schornsheim ist speziell ausgebildet für den

 

von der Wehrpflicht freigestellten jungen Männern. Mit der

 

durch die Einsatzkomponente überprüft.

   
verantwortlich:

Wehrführer Benjamin Roth

   

Katastrophenschutzzug:

Die Einheit ist eine Einrichtung des Landkreises und besteht aus

 

von der Wehrpflicht freigestellten jungen Männern. Mit der

 

Abschaffung der Wehrpflicht wird diese Einheit aufgelöst.

   
verantwortlich:

Gerhard Pfannebecker

   

Sicherheitsbeauftragter:

Der Sicherheitsbeauftragte unterstützt den Wehrleiter und die

 

örtlichen Wehrführer in allen Fragen zur Sicherheit im Gerätehaus

 

und im Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung. Er nimmt

 

jährl. die Unterweisung und Sicherheitsbelehrungen vor.

   
verantwortlich:

Andreas Wiechers

   
Feuerwehrjugendwart:

Der Jugendwart vertritt die Jugendfeuerwehr nach außen und

 

arbeitet mit den Jugendwarten in den Ortswehren zusammen.

   
verantwortlich:

Jan Köhler


Wirksame Hilfeleistung mit guter Ausrüstung

Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser - TSF-W

Um sich selbst und andere wirksam schützen zu können, muss die persönliche Schutzausrüstung jedes einzelnen Feuerwehrangehörigen besonderen Anforderungen entsprechen. Die Landesfeuerwehrschule sowie die Unfallkasse Rheinland-Pfalz stehen hier dem Träger beratend zur Seite. In regelmäßigen Abständen werden Sicherheitskontrollen durchgeführt.

Die nach Brandklassen ausgerichtete Ausstattung der örtlichen Wehren orientiert sich überwiegend an den Vorgaben des Landes. Vielerorts wird jedoch eine höherwertige Ausrüstung vorgehalten, um einen, dem ländlichen Raum entsprechenden, besseren Brandschutz leisten zu können. Die in der Amtszeit von Bürgermeister Geisel begonnene Ausrichtung und Ausstattung der Feuerwehr, ist bis heute unter Bürgermeister Markus Conrad fortgeführt worden.

Neue Fahrzeuggeneration

So gibt es einen Fahrzeuginvestitionsplan, der auf eine 10-Jahresplanung ausgerichtet ist. Standardfahrzeuge der Feuerwehr verrichten ca. 25 Jahre ihren Dienst bevor sie ausgemustert werden. Auf Grund des durchweg sehr guten Pflegezustandes der Fahrzeuge, ist eine Lebensdauer bis zu 40 Jahren jedoch durchaus keine Seltenheit. Diese Fahrzeuge werden im Rahmen des wirtschaftlich Vertretbaren für Transport- oder zu Übungszwecken behalten.

Bedingt durch den technischen Fortschritt in den letzten Jahren und auf Grund neuer Konzeptvorgaben des Landes, ist eine ständige Fortschreibung und Anpassung des Brandschutzkataloges erforderlich. Standen die 1980er und 1990er Jahre im Zeichen des Baues neuer Feuerwehrgerätehäuser, so wurden die folgenden Jahre bis heute geprägt durch die Anschaffung neuer Fahrzeuge und Einsatzgeräte.

Bau der FW-Gerätehäuser 

Armsheim

1986/2011 Anbau

Ensheim

1987

Gabsheim

1995

Gau-Weinheim

1983/1995 Anbau

Partenheim

1985/2010 Anbau

Saulheim

1994

Schornsheim

1988/2011 Anbau

Spiesheim

1993

Sulzheim

1990

Udenheim

1993

Vendersheim

1980

Wallertheim

1983

Wörrstadt

1991

Wö.-Rommersheim

1978/2009 Anbau


Feuerwehreinsatzfahrzeuge

Standardfahrzeug für jede örtliche Feuerwehr wird das Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W). Bis zum Jahr 2017 soll jede Gemeinde mindestens mit einem TSF-W ausgestattet sein. Die Vorhaltung eines wasserführenden Fahrzeuges in jeder Gemeinde ist ein erklärtes Ziel von Wehrleitung und Verwaltung. Damit wird der Brandschutz in unserem ländlich geprägten Raum nachhaltig verbessert. Bis dieses Ziel erreicht sein wird, werden Investitionen in Höhe von ca. 1,5 Millionen Euro notwendig sein.

Sonderfahrzeuge werden je nach Einsatzkategorien (Brandklassen) vorgehalten. In den letzten 10 Jahren wurden hier ebenfalls nahezu 1,5 Millionen Euro investiert.

Einsätze der Feuerwehren verdoppeln sich

Die Einsatzzahlen belegen eine stetig steigende Belastung der Feuerwehr. Waren im Jahr 1985 noch 20 Einsätze im Jahr zu bewältigen, steigerte sich dies bis heute auf ca. 300 Einsätze. Ein Großteil der Einsätze sind sog. „Technische Hilfeleistungen“ (u. a. Verkehrsunfälle, Ölspuren, Türöffnungen, Tragehilfen, Tier- u. Personenrettung sowie Unwetterschäden etc.). Die Betreuung des Autobahnteilstücks „A63 Mainz-Alzey“ fordert dabei zusätzliche Einsätze.

Einsatzzahlen der letzten 10 Jahre:

1999

174 (davon 89 Hilfeleistungen)

2000

209 (davon 124 Hilfeleistungen)

2001

144 (davon 90 Hilfeleistungen)

2002

291 (davon 161 Hilfeleistungen)

2003

203 (davon 121 Hilfeleistungen)

2004

201 (davon 131 Hilfeleistungen)

2005

253 (davon 121 Hilfeleistungen)

2006

340 (davon 238 Hilfeleistungen)

2007

359 (davon 234 Hilfeleistungen)

2008

272 (davon 184 Hilfeleistungen)

2009

304 (davon 65 Unwettereinsätze)

2010

480 (davon 160 Unwettereinsätze)


Großeinsätze in den letzten Jahren

August 1992

Brand Raiffeisenlager in Armsheim. 250 Einsatzkräfte können das

 

Getreidesilo mit 1400t Getreide nicht retten.

Februar 1994

Brand Druckerei Greim in Wörrstadt. Einsatzkräfte aus der VG,

 

Alzey u. Osthofen sind vor Ort.

September 1996

Brandserie im Seniorenwohnheim Wörrstadt. 3 Brandstiftungen

 

bei denen 6 Heimbewohner gestorben sind.

Juni 1997

Brand in der Feuerwache Wörrstadt. Durch Brandstiftung brennt

 

die Umkleidekabine völlig aus. 70 Feuerwehrleute verhindern,

 

dass der Brand auf das restliche Gebäude übergreift. Im selben

 

Jahr waren zuvor 2 weitere kleinere Brände gelegt worden.

März 1998

Massenkarambolage auf der A63 mit 43 in einander gerasten

 

Fahrzeuge. Nach einer längeren Trockenperiode hatte eine

 

Windhose eine große Staubwolke über die Autobahn geweht.

 

Dadurch bildete sich ein Staubkanal in dem Fahrzeuge keine Sicht

 

mehr hatten. 2 Rettungshubschrauber, eine Hundertschaft der

 

Polizei sowie alle FW-Einheiten aus der VG Wörrstadt sowie der

 

Katastrophenschutzzug waren im Einsatz.

Milleniumsfeier

Alle FW-Einheiten waren in den FW-Häusern in Alarmbereitschaft

1999/2000

versetzt worden. Bekanntlich gab es in Verbindung mit dem

 

„Jahrtausendwechsel“ keine besonderen Vorkommnisse.

November 2005

Wohnhausbrand in Schornsheim. Durch schnelles Eintreffen der

 

Fahrzeuge. Nach einer längeren Trockenperiode hatte eine

 

Übergreifen auf die Nachbargebäude verhindert werden.

Silvester 2006

Wohnhausbrand in Saulheim. 70 Feuerwehrleute verhindern ein

 

Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude.

März 2007

Brand einer Dachgeschoßwohnung in Spiesheim. 80

 

Feuerwehrleute verhindern ein Übergreifen der Flammen auf das

 

Wohnhaus.

April 2007

Brand in der Gemeindehalle Partenheim. Durch frühzeitiges

 

Eingreifen konnten größere Schäden verhindert werden.

Oktober 2007

Brand in der ehemaligen Winzergenossenschaft in Armsheim. 65

 

Feuerwehrleute der VG sind im Einsatz.

Januar 2008

Brand im Lager für Apothekenbedarf in Sulzheim. 50

 

Feuerwehrleute sowie der Gefahrstoffzug des Landkreises waren

 

im Einsatz.

November 2008

Brand im Obergeschoß des Gasthauses „Zur Traube“. 100

 

Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK u. THW sind vor Ort.

Juni 2009

Massive Unwetter sorgen für überflutete Keller und Straßen.

 

Hauptsächlich betroffen ist die Gemeinde Wallertheim. 100 Helfer

 

von Feuerwehr u. THW pumpen Keller aus und legen Häuser

 

trocken. Bereits 2 Wochen vorher musste die Feuerwehr

 

ebenfalls 15 Keller auspumpen.

Februar 2010

Sturm Xynthia erfordert 75 Einsätze VG weit. Betroffen sind

 

hauptsächlich Wörrstadt, Saulheim, Partenheim, Schornsheim und

 

Wallertheim. Im Juli sind die Gemeinden Saulheim und

 

Schornsheim nochmals durch Sturmschäden betroffen.

April 2010

Ein Brand zerstört die Abgasanlage der Mälzerei in Wallertheim.

 

60 Feuerwehrleute können Schlimmeres verhindern.

Januar 2011

Hochwassereinsatz in Armsheim. Die Wiesbach tritt über die Ufer.

 

Zeitweise waren bis zu 160 Helfer vor Ort.

Mai 2011

Bei Baumaßnahmen am Gerätehaus der Feuerwehr in Armsheim

 

werden Glasröhrchen (sog. Rauchpatronen) gefunden. Der

 

Gefahrstoffzug des Landkreises sowie Polizei, DRK und THW sind

 

im Einsatz.

August 2011

Dachstuhlbrand in Sulzheim. 55 Feuerwehrleute hatten den Brand

 

nach einer Stunde unter Kontrolle. Personen kamen nicht zu

 

Schaden.

September 2011

Wohnungsbrand einer Doppelhaushälfte in Armsheim.

 

Feuerwehrleute aus Armsheim, Gau-Weinheim, Wallertheim u.

 

Wörrstadt waren im Einsatz. Personen waren nicht im Haus

 

anwesend. Ein Nachbar erlitt eine Rauchvergiftung.

Die Einsatzstatistik macht es deutlich und zeigt auf, wie machtlos doch der Mensch alleine den Naturgewalten gegenübersteht. Modernste Gerätschaften und der Verlass auf die Hilfsorganisationen sind absolut notwendig und den Bürgern ein sicheres Lebens zu ermöglichen.

Ein optimaler Brandschutz und technische Hilfeleistung lässt sich oft alleine nicht mit den Standardvorgaben erreichen. So hat die VG Wörrstadt beispielsweise auch kleinere Gemeinden mit einem höherwertigem Fahrzeug ausgestattet und mehr investiert, als es die Richtlinien vorgeben.


Einsätze erfordern hochwertige und leistungsfähige Einsatzgerätschaften


Brand in Spiesheim

Durch die zunehmenden Sturm- und Hochwassereinsätze ist auch die Verbandsgemeinde gefordert, entsprechendes Einsatzgerät vorzuhalten. Leistungsstarke Wassersauger sowie eine hochmoderne Wärmebildkamera gehören hier zu den letzteren Anschaffungen. Die Entwicklung im Fahrzeugbau stellt die Feuerwehr ebenso vor schwierige Situationen wie die zunehmende Personensicherheit in den PKW´s. Rettungsschere und -spreitzer müssen immer leistungsfähiger sein, um mit dieser Entwicklung Schritt halten zu können.
Der Einsatz einer Wärmebildkamera erleichtert das Aufspüren von Glutnestern und wird auch für die Personen- u. Tiersuche verwendet. Seit dem Jahr 2010 ist eine Wärmebildkamera bei Feuerwehr in Wörrstadt stationiert.

Neue Funktechnik zieht in die Feuerwehr ein

Nachdem sich die Innensenatoren der Länder über die Einführung eines bundesweit einheitlichen Digitalfunknetzes geeinigt hatten, konnte im Jahr 2010 die digitale Alarmierung im Landkreis Alzey-Worms eingeführt werden. Mit der Umsetzung der digitalen Technik wurden alle Feuerwehrleute in der VG mit einem Funkmeldeempfänger ausgestattet. Bis in das Jahr 2013 soll der gesamte Fahrzeug- und Handfunk dann auf die digitale Technik umgestellt sein. Die geschätzten Kosten hierfür betragen ca. 250.000 €.

Strukturelle Veränderungen erfordern eine gut funktionierende Zusammenarbeit

Waren in der Vergangenheit örtliche Feuerwehreinheiten mit ausreichender Tagesalarmstärke die Regel, so muss sich dies heute dem strukturellen wirtschaftlichen Wandel anpassen. Der Rückgang landwirtschaftlicher Betriebe und fehlende Betriebsansiedlungen erfordern von Arbeitnehmern ein hohes Maß an Flexibilität. Dies führt dazu, dass tagsüber zu den allgemeinen Arbeitszeiten weniger Einsatzkräfte vor Ort verfügbar sind, als noch vor etwa 20 Jahren. Da aber die Feuerwehr eine gewisse Einsatzstärke benötigt, wurde versucht auch hier der Entwicklung Rechnung zu tragen.

Mit der neuen Alarm- und Einsatzplanung wurden sog. Ausrückegemeinschaften gebildet, die eine Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung der benachbarten Feuerwehreinheiten vorsehen. Somit sind im Ernstfall genügend Einsatzkräfte verfügbar. Dieses Zusammenspiel muss jedoch trainiert und verinnerlicht werden. Ein Schritt in diese Richtung ist u. a. die seit 2 Jahren eingeführte einheitliche Truppmannausbildung. Hier werden alle neuen Absolventen der Grundausbildung in einheitlicher Art und Weise weitergebildet und an die Technik in der Feuerwehr herangeführt. Eine Zusammenarbeit von Feuerwehrangehörigen aller Ortsgemeinden wird damit früh gefördert.


Ausrückegemeinschaften nach Alarmplan der VG


Stützpunkte

Einsatzgebiet

Schornsheim

Gabsheim, Schornsheim u. Udenheim

Saulheim

Partenheim, Saulheim

Wallertheim

Armsheim, Gau-Weinheim, Vendersheim u. Wallertheim

Wörrstadt

Ensheim, Spiesheim. Sulzheim, Wörrstadt u. Rommersheim


Förderung der Jugend- und Seniorenarbeit

Seit Gründung der ersten Jugendfeuerwehr im Jahr 1979 in Gabsheim hat sich viel getan. Mittlerweile unterhält jede Feuerwehr eine eigene Jugendabteilung. Vendersheim u. Gau-Weinheim arbeiten zusammen mit der Jugendfeuerwehr Wallertheim. 2007 konnte für die Jugendfeuerwehr ein eigener Transportbus angeschafft werden, finanziert durch Spendengelder der ortsansässigen Betriebe. Alle 2 Jahre findet eine mehrtägige Schulungsfahrt statt, an der 100 Kinder aus der VG teilnehmen.

Für die Aktivitäten der Feuerwehrsenioren zeichnet sich der ehem. Amtsleiter, Herr Gerd Jung verantwortlich. Er organisiert jährl. eine Reihe von Veranstaltungen, die mittlerweile fester Bestandteil der Jahresplanungen sind. Ehemalige und altersbedingt ausgeschiedene Feuerwehrkameraden sind nach wie vor mit der Feuerwehr eng verbunden und nehmen an den Schulungs- u. Ausflugsfahrten, Weihnachtsfeiern etc. gerne teil.

Frauen in der Feuerwehr

Noch ist der Frauenanteil in den Feuerwehren mit 6% eher niedrig. Doch zeigt sich auch hier ein Wandel. In den Jugendfeuerwehren ist der Anteil an Mädchen wesentlich höher. Frauenbeauftragte für den Kreisfeuerwehrverband Alzey-Worms ist seit Januar 2010 Frau Silke Roth aus Wallertheim.

Resümee

Die Verbandsgemeinde Wörrstadt als Träger der Feuerwehr hat, was die Ausrüstung und die Ausstattung der Feuerwehren angeht, alle Voraussetzungen zum Wohl seiner Bürgerinnen und Bürger geschaffen, um einen optimalen Brandschutz sowie Technische Hilfe leisten zu können.

Besonders ist herauszustellen, dass es sich bei der Tätigkeit in der Feuerwehr um einen freiwilligen und ehrenamtlichen Dienst handelt, den die Feuerwehrange-hörigen in ihrer Freizeit und unter Zurückstellung der Gefahren für das eigene Leben und Gesundheit erbringen. Dafür gebührt ihnen unser aller Dank.

Quelle: Akim Menger