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Die Pflanzenwelt der Hildegard von Bingen

Die Gleichstellungsbeauftragte der VG Wörrstadt, Christine Geiger hat am 2. Juli in den Hildegarten am Binger Rheinufer eingeladen.


Conny Schermer gab eine kurze Einführung

Sie begrüßte die Teilnehmerinnen bei schönstem Wetter und erinnerte daran, dass Hildegard, als gebildete Frau in ihrer Zeit das Wissen über Kräuter zum „Volk“ brachte und sich damit nicht nur Freunde gemacht hatte, nun heute wieder eine große Popularität erfährt. Conny Schermer gab eine kurze Einführung in die Geschichte der schriftlich überlieferten Heilpflanzenmedizin vom Papyrus Ebers über die Werke der griechischen und römischen Heilkundigen, welche das Fundament der Klostermedizin des Mittelalters bildeten, bis zu den medizinischen Werken der Hildegard von Bingen, die das medizinische Wissen ihrer Zeit mit der damals ausgeübten Heilkunde des Volkes verband.

Der „Quellenbrunnen“ am Eingang des Hildegartens steht für die schwierige Frage wieviel Hildegard von Bingen in den unterschiedlichen Fassungen der über 150 bis 300 Jahre nach ihrem Tod angefertigten Abschriften ihrer Werke „Physica“ und „Causae et Curae“ enthalten ist. Die Originaltexte sind bis heute verschollen.

Umgeben von einer hohen Hecke aus Hainbuchen, ist der Hildegarten eine Oase der Ruhe und Beschaulichkeit. Die Teilnehmer konnten beim geführten Rundgang mit Conny Schermer etliche Pflanzenschätze entdecken, wie den als brennender Busch bekannte Diptam oder den wunderschön blasslila blühenden und für Wildbienen wichtigen Muskatellersalbei. Der Maulbeerbaum zeigte seine weissen, reifen Früchte. Zahlreiche Pflanzen, die bis heute noch in der freien Natur des Nahelands und in Rheinhessen zu finden sind, werden in diesen Heilpflanzengarten liebevoll präsentiert. Informative Schautafeln stillen den Wissensdurst der Besucher.

Zum Abschluss spazierte die Gruppe zur Schautafel am Binger Naheufer, wo man durch ein Okular schauen und eine Simulation des früheren Klosters der Äbtissin vom Rupertsberg erblicken kann.