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47 Jahre warten auf den Frieden - Leben zwischen Mauern

Das Leben als Christin in Palästina


Faten Mukarker kommt am 15. Dezember 2014 wieder nach Rheinhessen, um über das Leben in Palästina zu berichten. Als christliche Palästinenserin, ist sie seit vielen Jahren Frauen- und Friedensaktivistin in Palästina. Sie war Erstunterzeichnerin des „Aufrufs zur 1. Weltfrauen-konferenz der Basisfrauen in Venezuela 2011“. Dort wurde u.a. der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen initiiert. In Bethlehem arbeitet sie als Reiseführerin und lädt Reisegruppen zu sich nach Hause ein, wo sie bei einem arabischen Essen über das Leben in Palästina erzählt.  Zurzeit befindet sich Faten Mukarker auf einer Vortragsreise in Deutschland.

Faten Mukarker wurde 1956 in Bethlehem geboren, sie wuchs aber in Bonn auf und blieb dort bis zum Abitur. 1975 kehrte sie nach Beit Jala einem Nachbarort von Bethlehem zurück, heiratete, widmete sich ihren zwei Söhnen und zwei Töchtern. Dort erlebte die Familie die Schrecken der beiden Intefadas und den Bau der Mauer, der auch die Lebensgrundlagen ihrer Familie erheblich beeinträchtigte. Die Familie empfängt deutsche Besuchergruppen in ihrem Haus, und während einem arabischen Mahl berichtet sie über den schwierigen Alltag der Palästinenser, von denen viele, darunter viele Christen, ausgewandert sind. Eine Tochter, Sozialpädagogin, arbeitet mit traumatisierten Mitmenschen, ein Sohn, der wie die Mutter in der Touristikbranche arbeitet, führt auch durch die Krisenregion Palästinas. Das nahe Jerusalem ist für sie unerreichbar.

Faten Mukarker reist nach Deutschland, um für Frieden und Verständnis zu werben, trotz der schwierigen Reisebedingungen für Palästinenser. Ihre Vorträge sind aufklärend und bewegend zugleich. Im Gepäck hat sie nicht nur ihr Buch „Leben zwischen Grenzen. Eine christliche Palästinenserin berichtet“. Ihre Koffer sind voll mit Olivenholzschnitzereien, die sie zum Verkauf anbietet. Diese Handwerkskunst aus ihrer Heimat ist eine der wenigen Erwerbsmöglichkeiten, darunter auch Krippenfiguren, passend für die Vorweihnachtszeit.

Der Vortrag mit anschließender Diskussion findet am 15. Dezember  um 19.30 Uhr im Ratssaal der VG Wörrstadt (Zum Römergrund 2-6) statt. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstalter sind die AG Gerechtigkeit und Frieden (Lokale Agenda VG Wörrstadt) und die Gleichstellungsbeauftragte der VG Wörrstadt.