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Gewerbegebiet

6. Unternehmerforum vom 21. Juni 2005

Das Unternehmerforum der Verbandsgemeinde Wörrstadt findet nach wie vor einen ungebremsten Zuspruch bei den Unternehmen. Trotz Confederation Cup fanden an die 60 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Wörrstadt den Weg ins Rathaus.

Inzwischen traditionell hatte zunächst ein Unternehmen die Gelegenheit sich dem Kreis des Forums vorzustellen.

Günter Brück, Inge und Reinhard Rosche und Bürgermeister Conrad (v. li.)

Die Leiterin der Rheinhessen-Werkstatt in Wörrstadt, Gerda Hiemeyer, gab den Zuhörern einen aufschlussreichen Einblick in das Tätigkeitsfeld dieser Einrichtung. S ist die Rheinhessen-Werkstatt - wie das Franz-Josef-Helferich-Haus in Jugenheim und die Wohneinrichtung Wallertheim - Teil der Nieder-Ramstädter Diakonie, die ihren Sitz im südhessischen Mühltal hat und im Jahr 1899 von engagierten Christen gegründet wurde.

Im Bereich Montage und Verpackung werden von der Rheinhessen-Werkstatt Verpackungs-, Sortier-, Wiege-, Zähl- und Montagearbeiten nach Absprache verrichtet. Außerdem gehören hierzu Mailings, das Zusammenstellen von Ordnern und der Einsatz von Schrumpftunneln. Insbesondere in diesem Bereich werden individuell passende Arbeiten für die Beschäftigten gesucht, auf Wünsche kann die Rheinhessen-Werkstatt flexibel reagieren.Vorteile für Auftraggeber sind dabei: Aufträge an Werkstätten für behinderte Menschen werden nur mit 7% MWSt. berechnet und können bei Betrieben, die eine Behindertenausgleichsabgabe entrichten müssen, angerechnet werden. 

Die Holz- und Kunststoffbearbeitung ist eine weiteres Gebiet, in dem sich die Werkstatt betätigt. Hierzu zählen Bilderrahmen und kleinere Zuschnitte. Große Holzbearbeitungsmaschinen sind vorhanden. Bei der Garten- und Anlagenpflege übernimmt die Rheinhessen-Werkstatt Aufträge von Kommunen, Unternehmen und Privathaushalten. Die Garten- und Anlagepflege beinhalten die Jahrespflege, Bepflanzungen, Verkehrsinseln, Hecken- und Baumschnitt. Die Küche der Rheinhessen-Werkstatt neben dem Franz-Josef-Helferich-Haus in Jugenheim arbeitet im Bereich des Caterings. Hier werden Kalt - und Warmspeisen für Kindergärten, Ganztagsschulen und Wohnheimen zubereitet. Auch für die Lieferung von Büffets zu allen Anlässen steht diese Einrichtung zur Verfügung. Zuletzt zeigte Frau Hiemeyer die pädagogischen Angebote der Rheinhessen-Werkstatt auf. Hierzu gehören der Bereich berufliche Bildung, arbeitsbegleitende Maßnahmen, individuelle Förderung und Praktika.

Im Anschluss an die Unternehmensvorstellung zeigte Joachim Herder, Projektleiter des vom Land Rheinland-Pfalz in Auftrag gegebenen Projekts AIM (arbeitsweltbezogene Integrationsmodelle in der WfbM), Kooperationsmöglichkeiten zwischen Behindertenwerkstätten und Unternehmen auf. Auch hier ist die Rheinhessen-Werkstatt auf der Suche nach Unternehmen, die sich vorstellen können, kostenlose Praktika  oder nach Leistung bezahlte Außenarbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen anzubieten. Vortrag "Arbeitsbezogene Integrations Modelle"

Prämierung des 300. Eintrages in das Internet-Branchenbuch der Verbandsgemeinde Wörrstadt

Dem „alteingesessenen“ Unternehmen Reinhard Rosche Zaunbau GmbH aus Wörrstadt war es gelungen, sich als 300stes Unternehmen in das Branchenbuch der VG einzutragen.

Gegründet wurde die Firma Rosche Zaunbau, so wie Sie heute existiert, im Jahre 1963 durch Reinhard Rosche sen., dem Vater des jetzigen Firmenchefs. Nach der Umsiedlung aus der ehemaligen DDR begann dieser im Jahre 1953 zunächst als Milchkontrolleur. Die damit verbundenen Kontakte zu Landwirten in unserer Region und eine Verbindung mit der Firma Draht Bremer in Marktheidenfeld (Baden Württemberg), konnte dieser in den darauf folgenden Jahren einen Geschäftszweig aufbauen, dessen Tätigkeit sich mit dem Verkauf und der Montage von Drahtwaren und Stalleinrichtungen aller Art beschäftigte. Anfang der 70er Jahre wurde eine weitere Verbindung mit den Süddeutschen Polygonzaunwerken in Heidenheim hergestellt, die sich mit der Herstellung von Holzzäunen beschäftigt.Somit konnten alle Arten von Zäunen angeboten werden.

Im Jahre 1981 nahm der Sohn des Gründers und jetziger Geschäftsführer Reinhard Rosche die Zügel in die Hand und baute das Unternehmen zusammen mit Ehefrau Inge Rosche weiter aus. Doch der Weg war holprig. Nach damaligen Anforderungen reichte Ihm der erlernte Beruf des Groß- und Außenhandelskaufmann nicht aus, um den Betrieb weiterzuführen.So musste er im Alter von 28 Jahren nochmals die Schulbank drücken und absolvierte innerhalb von 2 Jahren seinen Gesellenbrief und seinen Meisterbrief im Schlosserhandwerk.Zwei Berufe die unterschiedlicher nicht hätten sein können! Auch heute noch bietet die Firma Rosche Zaunbau GmbH ein weites Spektrum von Zäunen an. Gitterzäune, Drahtzäune, Holzäune, Tore, Geländer, etc. Die Palette ist groß! 2 Montagetrupps sind zur Zeit im Einsatz, die sich u.a. auch im Bereich der Weideeinzäunung spezialisiert haben.Die Firma arbeitet im Bereich des Garten- und Landschaftsbau, für Bauunternehmen, sowie für Privatkunden, für Architektenbüros und Kommunen, sowie staatliche Einrichtungen.

Das in dem "kleinen" Familienunternehmen ein angenehmes Betriebsklima herrscht, beweist mit unter die Tatsache, dass der Mitarbeiterstamm seit Jahren konstant geblieben ist. Inmitten Frau Waltraud Fox, die "Gute Seele" der Firma, die im vergangenen Jahr ihr 40jähriges-Betriebsjubiläum feierte und nach wie vor die Arbeiten am "Grünen Tisch" erledigt.Trotz der momentan wirtschaftlich mäßigen Situation schaffte es der Betrieb immer wieder dem ständig wachsenden Konkurrenzdruck standzuhalten. Und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Die Firma Rosche Zaunbau GmbH, ein kleines aber feines Unternehmen, dass sich durch seine Fachkompetenz regional und überregional einen großen Namen gemacht hat.

Bürgermeister Conrad freute sich über die Vielfalt und Vielzahl der Unternehmen die diesen kostenlosen Service der Verbandsgemeinde Wörrstadt nutzen, inzwischen sind 330 Einträge freigeschaltet ! Das Branchenbuch kann derzeit mehr als 500 Zugriffe im Monat verzeichnen.

„Von der Buchhaltung zum Controlling“

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Karl Spies aus Saulheim brachte den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer das Thema des Abends - die Technik um das Controlling - näher. Nahezu alle Krisen kleiner und mittlerer Unternehmer lassen sich auf Fehlentschei­dungen der Geschäftsführung zurückführen. Diese Fehlentscheidungen betreffen insbesondere den Absatz- bzw. Marketingbe­reich sowie den Finanzierungsbereich. Der Hauptgrund für diese Fehlentscheidungen liegt oft darin, dass benötigte Steue­rungsinformationen regelmäßig nicht vorliegen bzw. mangelnde Aktualität und Transparenz aufweisen. In den allermeisten kleinen Unternehmen besteht das Rechnungswesen lediglich aus der Finanzbuchhaltung. Diese ist als Lieferant ziel- bzw. entscheidungsorientierter Informationen nicht geeig­net. Die benötigten Steuerungsinformationen stellt das Controlling dem Unternehmer zur Verfügung. Controlling bedeutet Steuerung eines Unternehmens, es besteht aus den drei wesentli­chen Elementen Budgetplanung, Liquiditätsplanung und Abweichungsanalyse unter­nehmensrelevanter Zahlen. Dadurch wird sichtbar ob sich das Unternehmen auf dem strategisch richtigen Kurs befindet. Bei Abweichungen von diesem Kurs kann frühzeitig eingegriffen und die notwendigen Maßnahmen zur Gegensteuerung können eingeleitet werden. In größeren Unternehmen ist Controlling seit Jahren ein wichtiges Führungs- und Informationsinstrument und wird durch die Anforderungen des Marktes und der Kreditgeber auch für kleine und mittlere Unternehmen immer wichtiger. Mit Hilfe moderner EDV-Programme lässt sich Controlling mit relativ geringem Aufwand einrichten.

«Von der Buchhaltung zum Controlling«