Hilfsnavigation

Startseite         Adressen         Google Maps         Sitemap         Datenschutz         Impressum         Füreinanderda
Schrift:
Kontrast:
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Gewerbegebiet

9. Unternemerforum vom 8. Februar 2006

Zum Unternehmerforum am 8. Februar 2006 hatte die Verbandsgemeindeverwaltung das Thema gewählt „Ländlicher Raum im Wandel: Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Verbandsgemeinde Wörrstadt“.


Dr. Karl J. Eggers, Unternehmens- und Kommunalberater

Kommunales Standortmarketing

Dr. Karl J.Eggers, Unternehmens und Kommunalberater aus Lambrecht in der Pfalz, stellte eingangs dar, dass heute mehr als je zuvor alle Kommunen mit anderen Wirtschaftsstandorten im Wettbewerb stehen. Dabei geht es um die Kaufkraft der Bürger, Gäste und Touristen, um Unternehmen und Arbeitsplätze, um Infrastruktur, private Investitionen und öffentliche Fördermittel. Betroffen sind von den Auswirkungen dieses Wettbewerbs alle am Standort Beteiligten: Natürlich die Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung – aber auch alle Bürger, denn es geht auch um die Aufrechterhaltung einer hohen Lebensqualität. Diese wiederum hängt von der Höhe, der Verteilung und dem Grad der Bindung der Kaufkraft ab, die den Einwohnern einer Gemeinde in ihrer Gesamtheit zur Verfügung steht. Auch unter wachsendem Wettbewerbsdruck und trotz erheblicher Herausforderungen, die auf alle Gemeinden – auch auf die Verbandsgemeinde Wörrstadt und jede ihrer Ortsgemeinden - zukommen, gibt es Möglichkeiten, sich der neuen Lage anzupassen und die sich bietenden Marktchancen zu nutzen. Das Mittel dazu ist noch ziemlich neu, aber schon in vielen Kommunen erprobt: Gemeinschaftliches Standortmarketing.

Mit überzeugender Argumentation, aktuellen Daten und anhand treffender Beispiele zeigte Eggers eindrucksvoll, dass und wie kommunales Standortmarketing zum Nutzen der ortsansässigen Unternehmen, Institutionen und schließlich auch aller Bürger funktionieren kann. Er wies darauf hin, dass ein solcher Standortmarketing-Prozess kein Selbstläufer ist, sondern Einsatz verlangt und systematisch und mit langem Atem betrieben werden muss. Beim Standortmarketing gibt es viele unterschiedliche Ansätze. Für Eggers ist ganz klar: Nicht die Rechtsform entscheidet über den Erfolg, sondern der hängt vor allem von der Qualität der Zusammenarbeit ab: „Auf die Köpfe kommt es an“.  

Die Teilnehmer des Unternehmerforums waren sich einig: Der Abend hat sich gelohnt. Dr. Eggers soll in absehbarer Zeit wieder eingeladen werden, um seine Überlegungen einem größeren Kreis von Teilnehmern vorzutragen. Bürgermeister Markus Conrad komentierte den Vortrag: „Man konnte an den Gesichtern der Anwesenden ablesen, dass dieses Thema von jedem mit großem Interesse verfolgt wurde. Der Vortrag sollte einen ersten wichtigen Impuls und einige Anregungen für das Thema Standortmarketing geben, dem noch weitere folgen sollen. Wichtig war vor allem, dass Herr Dr. Eggers eindrucksvoll darstellte, dass wir unsere Chancen nutzen sollten und dass nur ein gemeinsames Handeln der Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik bei diesem Thema zum Erfolg führt.“ Karl-Heinz Zimmermann, Vorsitzender des Verkehrsvereins Wörrstadt, ergänzte: „Dr. Eggers konnte gezielt die Probleme und Schwachpunkte der Kommunen darstellen und entsprechende Anregungen und Perspektiven aufzeigen. Nur durch ein konsequentes Marketing und eine gut organisierte und qualifizierte Koordination sowie durch die Zusammenarbeit aller Interessengruppen sehe auch ich gute Chancen für die Verbandsgemeinde Wörrstadt.“

Ländlicher Raum im Wandel - Perspektiven für den Wirtschaftsstandort "Verbandsgemeinde Wörrstadt"

Präsentation des Weinguts Janson in Vendersheim

Wolfgang Janson, der den Bürgern unserer Verbandsgemeinde auch in seiner ehrenamtlichen Funktion als Beigeordneter bekannt ist, stellte sein Weingut vor. Anschaulich zeigte er, wie sich sein Betrieb aus einem landwirtschaftlichen Mischbetrieb durch konsequente Ausrichtung an den Wünschen der Verbraucher Zug um Zug zu einem wettbewerbsfähigen Weingut mit Pension und Gastwirtschaft entwickelt hat. Mit hohen Investitionen über die Jahre, einer kompromisslosen Qualitätsorientierung und dem Arbeitseinsatz der ganzen Familie ist es dem Betrieb gelungen, für seine Kunden und Gäste aus nah und fern attraktiv zu werden und zu bleiben. Anhand ansprechender Bilder aus Weinberg, Keller und Gasträumen wurde den Zuhörern vor Augen geführt, wie sich die Schönheit der rheinhessischen Landschaft und die Fruchtbarkeit der Böden erfolgreich nutzen lassen. Die danach ausgeschenkten Weine – sämtlich von Berufskollegen Jansons – schmeckten den Anwesenden nach diesem Einblick gleich noch mal so gut.