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Gewerbegebiet

Zahlreiche Gäste fanden sich zum Unternehmerforum der Verbandsgemeinde in der Firmenzentrale von UD Chemie ein.

Wie bereits vor 6 Jahren gastierte das Forum bei dem in Wörrstadt ansässigen Unternehmen mit Niederlassungen in Frankreich, Tallin (Estland) und Moskau. Das „Revival“ konnte sich durchaus mit dem Forum in 2006 messen.


34. Unternehmerforum

Bilder: Johanna Schreiber

Wie damals war die Stimmung unter den Gästen gelöst, die Atmosphäre phantastisch. Nicht zuletzt dank der ausgezeichneten Bewirtung der Mannschaft von UD Chemie und der lockeren Art der Redner des Abends.

Anke Dubberke, die zusammen mit ihren Cousins Frank Dubberke und Matthias Wruck das Unternehmen anführt, schilderte den Unternehmerinnen und Unternehmern die Änderungen, die UD Chemie in den vergangenen 6 Jahren erfahren hat. Auf dem inzwischen auf 23.000 m² angewachsenen Betriebsgelände werden 50.000 Tonnen Rohstoffe pro Jahr umgeschlagen. Der erwartete Umsatz von 2012 wird mit 70 Mio. Euro beziffert, gegenüber einem Umsatz in 2006 von ca. 25 Mio. Euro. Die Niederlassungen in Frankreich und Estland wurden gegründet, der Export wurde weltweit auf 30 Länder von Sibirien bis Australien ausgeweitet.
 
„Wir begegnen dem aufsteigenden Problem des Fachkräftemangels mit einem breit gefächerten Ausbildungsangebot“, so Ausbilderin Tina Mader. Bis zum Jahre 2010 selbst noch Auszubildende, studierte Mader nach ihrer Ausbildung berufsbegleitend an der Wirtschaftsakademie Pfalz und legte 2011 ihren Ausbilderschein ab. UD Chemie beschäftigt aktuell 15 Auszubildende in 6 Ausbildungsberufen, darunter Groß- und Außenhandelskaufleute, Industriekaufleute, Fachkräfte für Lebensmitteltechnik, eine Fachkraft für Lagerlogistik, eine Mediengestalterin und einen Speditionskaufmann.
 
Allein in 2012 wurden 9 Auszubildende eingestellt und 2 neue Ausbildungsberufe realisiert. Die Ausbildungsquote von 23 % kann sich sehen lassen, 85 % der bisherigen Auszubildenden wurden in ein späteres Anstellungsverhältnis übernommen. Einige dieser Mitarbeiter sind heute in Führungspositionen wiederzufinden. Den jungen Leuten wird schon in der Ausbildung Verantwortung übertragen, sie werden nicht am Kopierer abgestellt. Als Beispiel berichtet Tina Mader vom damaligen Auszubildenden Sergej Maier, dem es gelang, während seiner Ausbildung UD Chemie Moskau aufzubauen!
 
„Praktika bei Lieferanten in Spanien, Kooperationen mit anderen Unternehmen, interne und externe Seminare und vieles mehr dienen dazu, unseren Ausbildungsbetrieb für Jugendliche attraktiv zu machen“, so Mader. Im Oktober steht erstmals ein Kniggekurs an, der die Auszubildenden auf tägliche Situationen im Geschäftsalltag vorbereiten soll, um auch ihr Selbstbewusstsein in unbekannten Situationen zu stärken. „Bei der Fachkräftesicherung setzt UD Chemie auf den eigenen Nachwuchs, weil wir hiermit in der Vergangenheit sehr gut gefahren sind und dies ein Teil unseres Erfolges ist“, resümiert Ausbilderin Mader zum Ende ihres Vortrages.
 
Im 2. Teil des Abends berichtete Bürgermeister Markus Conrad von den erfreulichen Entwicklungen in der Verbandsgemeinde Wörrstadt. So konnte das für 2017 avancierte Ziel, den kompletten Strombedarf aus erneuerbaren Energien zu decken, bereits in diesem Jahr erreicht werden. Conrad informierte außerdem über den Kauf einer weiteren Windenergieanlage durch die kürzlich gegründete Anstalt „Energie- und Servicebetrieb Wörrstadt“, den Bau eines Faulturms zur Klärschlammverwertung, das Klimaschutzkonzept, das in den nächsten Wochen abgeschlossen sein wird, und die geplante Gründung einer Tourismus-GmbH.
 
Die Verbandsgemeinde Wörrstadt konnte zum zweiten Mal nach 2010 den Landespreis „Mittelstandsfreundliche Kommune“ gewinnen und Conrad dankte in diesem Zusammenhang den Gewerbetreibenden für deren Unterstützung. Bevor es in den gemütlichen Teil des Abends überging, wies er auf das 35. Unternehmerforum am 24. Oktober 2012 bei der Volksbank in Wörrstadt. Thema des Abends ist „Internet und Social Network“. Mehr dazu im Forum, zu dem wieder alle Gewerbetreibenden der VG Wörrstadt herzlich eingeladen sind.