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Umgestaltung der Außenanlagen des Hauptgebäudes und Herstellung eines Schaugartens

Die Fertigstellung des Schaugartens nähert sich dem Ende. Bald können Sie eine Idee eines Gartens sehen und diesem bei seinem dynamischen Wachsen zusehen. Welche Pflanze zieht wann ein, wird diese genau an der gleichen Stelle wieder auftauchen oder wird sie sich anders versamen? Welche Pflanze wird sich wo besser durchsetzen? Wer findet wo sein Optimum? Zu jeder Pflanze erhalten Sie eine kleine Tafel mit Informationen. Wir werden auf unserer Website die Entwicklung mit verfolgen und laden Sie herzlich ein, hin und wieder mal drauf zu schauen und auch gerne unseren Schaugarten persönlich zu besuchen.

Aufgrund der Pflanzenauswahl folgen wir den Empfehlungen des Bundes Deutscher Staudengärtner, eine mineralische Mulchschicht zu nutzen. Diese wurde mit einer maximalen Körnung von 16 mm, farblich passend zu den Pflastersteinen, ausgewählt. Wenn dann die gesamte Außenanlage fertiggestellt ist, ergibt sich ein Gesamtbild, auch mit dem Technischen Rathaus. In ein bis maximal zwei Jahren sind die Pflanzflächen dicht bewachsen und der Schottermulch dient dann vor allem dem Verdunstungsschutz in unseren heißen Sommern, ist jedoch kaum mehr sichtbar. Wir werden die Pflegeintensität beobachten, protokollieren und natürlich auch unseren Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen.

Die Sanierung des Hauptgebäudes der Verbandsgemeinde Wörrstadt ist bereits in vollem Gange. Passend hierzu werden auch die Außenanlagen umgestaltet (siehe Plan). Diese sollen klimawandelangepasst hergestellt werden. Der Vorplatz soll einladend wirken und für Feierlichkeiten, wie z.B. Hochzeiten, nutzbar sein.

Aufgrund der aktuellen Herausforderung einer klimawandelangepassten und pflegeleichten Gestaltung der Freiflächen hat die Verbandsgemeinde beschlossen, einen Schaugarten mit einer sogenannten Präriepflanzung herzustellen. Dieser wird barrierefrei erreichbar sein und mittels Schautafeln und Erläuterungen interessantes zur Pflanzenverwendung vermitteln.

Aus diesem Anlass wird die Verbandsgemeinde demnächst eine Informationsreihe im Nachrichtenblatt anbieten und zu aktuellen Themen im Bereich Pflanzenkunde und Klimawandelanpassung der Freianlagen informieren.

Aktuell

Die Fertigstellung des Schaugartens nähert sich dem Ende. Bald können Sie eine Idee eines Gartens sehen und diesem bei seinem dynamischen Wachsen zusehen. Welche Pflanze zieht wann ein, wird diese genau an der gleichen Stelle wieder auftauchen oder wird sie sich anders versamen? Welche Pflanze wird sich wo besser durchsetzen? Wer findet wo sein Optimum? Zu jeder Pflanze erhalten Sie eine kleine Tafel mit Informationen. Wir werden auf unserer Website die Entwicklung mit verfolgen und laden Sie herzlich ein, hin und wieder mal drauf zu schauen und auch gerne unseren Schaugarten persönlich zu besuchen.

Aufgrund der Pflanzenauswahl folgen wir den Empfehlungen des Bundes Deutscher Staudengärtner, eine mineralische Mulchschicht zu nutzen. Diese wurde mit einer maximalen Körnung von 16 mm, farblich passend zu den Pflastersteinen, ausgewählt. Wenn dann die gesamte Außenanlage fertiggestellt ist, ergibt sich ein Gesamtbild, auch mit dem Technischen Rathaus. In ein bis maximal zwei Jahren sind die Pflanzflächen dicht bewachsen und der Schottermulch dient dann vor allem dem Verdunstungsschutz in unseren heißen Sommern, ist jedoch kaum mehr sichtbar. Wir werden die Pflegeintensität beobachten, protokollieren und natürlich auch unseren Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen.

Informationen zu den Pflanzenmischungen des Bundes deutscher Staudengärtner finden Sie unter: http://www.staudenmischungen.de  Alle Pflanzen sind im Handel frei verkäuflich.

Was ist eine Präriepflanzung? - Eine Begriffserklärung

Die Prärie ist geprägt durch Baumarmut und einem ariden Klima (Wüstenklima – trocken, sehr heiße Tagestemperaturen und mitunter sehr kalte Nächte). Der Untergrund ist steinig und hat kaum Wasserrückhaltevermögen. Die Pflanzengesellschaften bestehen zu ungefähr 90 % aus Gräsern. Die Pflanzengesellschaften sind jedoch sehr langlebig und bieten im Jahresverlauf attraktive Formen und Farben. Zusammengefasst handelt sich bei Präriepflanzungen um pflegeleichter Hingucker, die bei Hitze wenig Wasser benötigen, aber auch mit tiefen Temperaturen, auch Frost sehr gut umgehen können.

Baumarm, heiß, im Spätherbst und Winter immer wieder Frost, so ist auch unser Standort gut zu beschreiben, es fehlt lediglich an sehr tiefgründigen, felsigen Böden. Im Garten selbst finden sich vermehrt Bäume. Innerorts haben wir häufig auch Schatten von Gebäuden. Eine Präriepflanzung kann immer auch auf den lokalen Standort angepasst werden. Pflanzen sollten heimisch oder zumindest eingebürgert sein, damit die Pflege reduziert bleibt. Der Gartenboden kann durch Einarbeiten von Sand und feinerem Schotter durchlässiger werden. Der pH-Wert sollte im mittleren Bereich und nicht höher als 6 sein. Eine Pflanzung unter Nadelbäumen ist z.B. anders zu betrachten. Wenn zuvor organischer Mulch aufgebracht wurde, ist der Boden nährstoffreich und hat einen höheren pH-Wert.
Zur Vorbeugung von Unkräutern ist innerhalb der ersten 2-3 Jahre eine mineralische Mulchschicht empfohlen. Eine feste Pflanzenauswahl gibt es hier jedoch nicht. Denn die meisten Pflanzen haben eine sehr große Standortamplitude. Wächst sie ideal auf lehmhaltigen Boden mit viel Nährstoffeintrag, kann sie dennoch auf sandigem Boden, mit weniger Nährstoffen zurechtkommen und umgekehrt.

Die Vorteile einer Präriepflanzung: sie benötigen keine Düngung, es schadet i.R. mehr als das es hilft. Die Pflanzen benötigen max. 1-2 Mal/Jahr einen Schnitt, einige nur zur Erhöhung des Blütenaufkommens. Bereits ab der 2. Vegetationsperiode reduziert sich der Pflegeaufwand erheblich. Einwandernde Wildkräuter können ein Beet bereichern und sind somit willkommen. Die Pflanzen stellen ein Gleichgewicht ein. Kurzum, bei korrekter Pflanzung und Pflege sind diese Pflanzenmischungen dauerhaft und pflegereduziert.

Schottergarten, Steingarten, Schottermulch - ist das nicht alles das Gleiche?

Es ist nicht alles das Gleiche. Die Unterschiede sind gravierend! Beginnen wir mit dem Steingarten.

Ein Steingarten ahmt eine Gebirgslandschaft nach und hat pflanzensoziologisch einen Steppencharakter. Er enthält sehr viele unterschiedliche Pflanzen und ist dadurch sehr artenreich und ein von vielen Tieren gerne besuchter Hotspot.

Ein Schottergarten ahmt keine bestehenden Landschaften nach und besteht hauptsächlich aus Steinen, die auf einer großen Fläche ausgebracht sind. Fachgerecht hergestellt, weist ein Schottergarten eine Aufwuchsbarriere auf, die im besten Fall wasserdurchlässig ist. Bis zu einer Stärke von 75 cm werden unterschiedliche Gesteinsschichten aufgebracht. Der gewachsene Boden wird abgetragen. Es handelt sich um einen toten Standort, der auch zunächst keine Möglichkeit für Neuansiedlungen bietet. Pflanzen sind kaum zu finden. Sollten sie vorhanden sein, handelt es sich um nichtheimische oder nicht-insektenverfügbare Grünpflanzen, deren Pflege sich auf so einem Extremstandort schwierig gestalten kann. Jedoch ist Schotter als Gestaltungselement für nicht wegzudenken. Hier wird Schotter aber anders verwandt.

Eine Mulchschicht unterscheidet sich von beiden erst genannten vor allem dadurch, dass es sich nicht um ein reines Gestaltungselement handelt und trotzdem als ein solches mitgedacht werden sollte. Eine Mulchschicht dient dem Pflanzen und Bodenschicht. Sie sollte eine Dicke von 7 cm nicht überschreiten, da andernfalls der Boden erstickt und die positiven Eigenschaften nicht mehr gegeben sind. Man unterscheidet zwischen mineralischer und organischer Mulchschicht. Beides kann, richtig eingesetzt, ein hilfreiches Mittel auf Freiflächen sein.