Einweihung des B52er-Gebäudes an der Neubornschule
Nach rund 4 Jahren Bauzeit ist die Generalsanierung des 52er-Gebäudes der Neubornschule in Wörrstadt abgeschlossen. Sie gliederte sich in 3 Bauabschnitte, für die auch unterschiedliche Förderanträge bewilligt sind.
- Energetische Sanierung der Fassade und des Daches
- Ertüchtigung des Brandschutzes und der Barrierefreiheit
- Kellersanierung mit Umkleiden, Duschen und WC-Anlagen
Darüber hinaus wurde der gesamte Innenausbau im Erdgeschoss und Obergeschoss erneuert.
„Mit der umfassenden Sanierung des 52er-Gebäudes haben wir einen wichtigen Schritt für eine moderne und zukunftsfähige Lernumgebung an unserer Neubornschule gemacht. Die energetische Erneuerung von Fassade und Dach verbessert nicht nur die Klimabilanz, sondern sorgt auch langfristig für geringere Betriebskosten. Gleichzeitig wurden Brandschutz und Barrierefreiheit auf den neuesten Stand gebracht. Auch wenn sich die Bauarbeiten länger hingezogen haben als ursprünglich geplant, freuen wir uns sehr, dass wir das Gebäude im vergangenen Sommer an die Schule übergeben konnten und nun optimale Bedingungen für den Schulalltag geschaffen sind“, sagt Bürgermeister Markus Conrad.
Die Vorplanungen zur Sanierung des 52er-Gebäudes begannen bereits 2019. Im November 2020 wurde die Baugenehmigung erteilt.
Die Arbeiten wurden im Juli 2021 mit der Erneuerung des Daches mit den Gauben und dem Einbau von Dämmung auf der obersten Geschossdecke begonnen, anschließend wurde die bestehende Elektro- und Trinkwasserinstallation und die Wärmeverteilung der Heizung erneuert. Es folgten der Einbau von dezentralen Lüftungsgeräten und der Austausch der Fenster.
Im nächsten Schritt wurden die Innenräume ertüchtigt, die Kellerräume saniert und die beiden neuen außen liegenden Fluchttreppen als zweiter Rettungsweg inklusive Fundamentierungen errichtet. Zudem wurde die gesamte Fassade inklusive der Kelleraußenwände wärmegedämmt, neu verputzt und gestrichen.
Wegen der fehlenden notwendigen Raumhöhe in den Kellerräumen für die Umkleideräume, WC- und Duschräume wurde zur Ausführung eines fachgerechten Bodenaufbaus mit erforderlicher Abdichtung und Wärmedämmung eine Tieferlegung des bestehenden Fußbodens erforderlich.
Um die geringe Raumhöhe auszugleichen, wurde das Niveau des neuen Bodenaufbau um zwei Steigungen gegenüber den sonstigen Kellerräumen abgesenkt. Im Zuge dieser Arbeiten wurden nicht tragende Innenwände und Wandbekleidungen nebst Bodenbelägen zum Einbau der neuen Umkleide- und Sanitärräume abgebrochen und entsorgt.
Es erfolgte im Außenbereich der Bau einer barrierefreien Zuwegung durch eine Rampe vom Schulhof zum höher liegenden Erdgeschossniveau des Gebäudes. Hierzu musste auch die Außentreppe zum Eingang angepasst werden. Die Anzahl der Stufen wurde verringert und breiter ausgeführt.
Die Baumaßnahme wurde weit umfänglicher, weil im Kellergeschoss bei der Tieferlegung des Bodenaufbaus in den Umkleide- und Sanitärräumen eine nicht geplante Unterfangung der tragenden Wände erforderlich wurde. Bei der Herstellung der Fundamente für die beiden Fluchttreppen mussten zudem nicht bekannte Behinderungen durch einen vorhandenen Erdtank für Heizöl, Rohrleitungsführungen und Kabel beseitigt beziehungsweise umgelegt werden. Darüber hinaus wurden bei der Herstellung der Außenanlagen die Abwasserleitungen erneuert, die Kelleraußenwände neu abgedichtet und wärmegedämmt.
Die ursprünglich für das Schuljahr 2022/23 anvisierte Übergabe des 52er-Gebäudes verzögerte sich bis zum Schuljahr 2024/25, weil bei der Dacherneuerung aufgrund der Coronavirus-Pandemie Umplanungen vorgenommen werden mussten, da die geplanten Materialien zum Teil nicht zur Verfügung standen. Der Innenausbau verzögerte sich, da es durch die Coronavirus-Pandemie und den Ukrainekrieg zeitweise zu Lieferengpässen und Mitarbeiterausfällen gekommen ist.
Wegen eines Insolvenzverfahren gegen den beauftragten Auftragnehmer für die Fassadendämmarbeiten, Innenputz- und Malerarbeiten sowie für die Trockenbauarbeiten – Innenwände und Akustikdecken – kam es zu erheblichen Zeitverzögerungen. Die Vergabe und Beauftragung mussten erneut durchgeführt werden. Die Innentüren im Kellergeschoss mussten ebenfalls, wegen einer teilweisen Kündigung des Auftrags, erneut vergeben werden.
Ein weiterer Grund für die Verzögerung waren die umfangreichen Umgestaltungs- und Erneuerungsarbeiten im direkt angrenzenden Schulhof, die ursprünglich nicht im Zuge der Baumaßnahmen geplant waren, aber wegen der verbesserten Nutzbarkeit sinnvoll und notwendig wurden.
Aufgrund der Kostenerhöhungen im Laufe der Sanierung, unter anderem auch aufgrund der Coronavirus-Pandemie und des Ukrainekrieges, und von Änderungen im Fortgang der Sanierungsmaßnahme betragen die Gesamtkosten für die Generalsanierung rund 3,3 Millionen Euro. Die Kostenschätzung vor Baubeginn belief sich auf circa 2,25 Millionen Euro.