Inhalt

Verbandsgemeinderat beschließt Änderung der Schulbezirke Armsheim und Wörrstadt

Die Schulbezirke der Grundschulen Armsheim und Wörrstadt sollen auf Beschluss des Verbandsgemeinderates zum Schuljahr 2028/2029 geändert werden: Schülerinnen und Schüler aus Armsheim, Ensheim, Spiesheim und Rommersheim sollen künftig die Grundschule Armsheim besuchen, während die Grundschule Wörrstadt schulpflichtigen Kindern aus Wörrstadt und Sulzheim offen steht. Diese Änderung wird die Verbandsgemeindeverwaltung jetzt gemäß § 62 Schulgesetz bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) beantragen.

Vorbehaltlich der Zustimmung der ADD werden die betroffenen Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen zum Schuljahr 2028/2029 an dem neu zugeordneten Schulbezirk eingeschult. Die Jahrgänge 2 bis 4 verbleiben zunächst am bisherigen Standort, um Klassentrennungen zu vermeiden. Eine vollständige Umsetzung ist zum Schuljahr 2032/2033 vorgesehen.

Hintergrund der Änderung der Schulbezirke ist, dass die aktuelle Schulstatistik zum Stichtag 30.06.2025 für das Schuljahr 2027/2028 insgesamt 147 Einschulungen an der Grundschule Wörrstadt prognostiziert. Diese Entwicklung entspricht sieben Eingangsklassen. Zuzüge im Zusammenhang mit Neubaugebieten und innerörtlichen Nachverdichtungen sind hierbei noch nicht berücksichtigt, sodass von weiter steigenden Schülerzahlen auszugehen ist.

Die vorhandene Raumkapazität der Grundschule Wörrstadt ist für diese Entwicklung allerdings nicht mehr ausreichend. Auch entspricht eine derart große Grundschule nicht der üblichen Struktur vergleichbarer Einrichtungen nach Auffassung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, die eine Verkleinerung empfiehlt. Eine so große Grundschule wäre fast einmalig in Rheinland-Pfalz und für einen geordneten Schulbetrieb viel zu groß. Deshalb hatte die Verbandsgemeindeverwaltung in Abstimmung mit den Schulleitungen der Grundschulen Armsheim und Wörrstadt die Prüfung einer Schulbezirksänderung eingeleitet.

„Bisher wird die Grundschule Armsheim nur von den dort wohnenden Schülerinnen und Schülern besucht. Wenn wir künftig die Ortsgemeinden Ensheim und Spiesheim sowie den Ortsteil Rommersheim der Grundschule Armsheim zuordnen, konzentriert sich der Schulbezirk der Grundschule Wörrstadt auf die Stadt Wörrstadt und die Ortsgemeinde Sulzheim. Durch diese Änderung kann die Grundschule Wörrstadt langfristig auf eine fünf- bis sechszügige Schule reduziert werden. Die hierzu erforderlichen Kapazitäten sind vorhanden bzw. können durch bauliche Anpassungen geschaffen werden. Die Grundschule Armsheim wird im Zuge der Erweiterung zu einer stabil dreizügigen Grundschule ausgebaut“, erläutert Bürgermeister Markus Conrad.

Geprüft wurden neben der jetzt beschlossenen Schulbezirksänderung auch weitere Optionen. Eine Erweiterung der Grundschule Wörrstadt ist aufgrund fehlender geeigneter Flächen nicht möglich. Zudem wurde eine Erweiterung aufgrund der dann vorhandenen Größe für einen geordneten Schulbetrieb strukturell als nicht erstrebenswert erachtet und wäre nicht im Interesse der Kinder. Ein Ausbau der bestehenden Containeranlage kann nur begrenzte Entlastung schaffen und bietet nicht die notwendigen Raumkapazitäten für Klassen- und Funktionsräume für einen 7-zügigen Betrieb. Ein Neubau an einem anderen Standort ist aufgrund der etwa 10-jährigen Bauzeit keine Option. Gleiches gilt für einen zusätzlichen Schulstandort in Wörrstadt, der keine kurzfristige Entlastung herbeiführen würde.

Um unabhängig davon an der Grundschule Wörrstadt einen stabilen fünf- bis sechszügigen Betrieb auf Dauer sicherstellen zu können, hat der Verbandsgemeinderat auch die Erweiterung der bestehenden Containeranlage durch einen Anbau beschlossen. So sollen zusätzliche Klassen- und Fachräume geschaffen werden.

In Armsheim sollen auf Beschluss des Verbandsgemeinderat im Zuge der Erweiterung auf rund 650 Quadratmetern vier zusätzliche Klassenräume, ein offener Lernbereich, eine vergrößerte Mensa, eine Bewegungshalle, Lehrmittel- und Funktionsräume, zusätzliche Sanitäranlagen sowie Räume für die Betreuende Grundschule entstehen. Für deren Fortführung ergab eine jüngst durchgeführte Elternbefragung eine deutliche Mehrheit gegenüber der Umstellung auf Ganztagsschule in Angebotsform. Der Bedarf zur Umwandlung einer Ganztagsschule, die dann auch den Kindern in Wallertheim und Gau-Weinheim offen stehen würde, kann zu einem späteren Zeitpunkt erneut geprüft werden, wenn es ein großes Interesse an dieser Schulform in Armsheim geben würde.