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Wärmeplanung

Die zentralen Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung hat die Verbandsgemeinde Wörrstadt in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Hansa Luftbild Mobile Mapping und dem Kompetenzzentrum für Klimawandel- und Integrales Infrastrukturmanagement  bei einer Abschlussveranstaltung vorgestellt. Hierzu fand seit Anfang des Jahres eine Bestands- und Potentialanalyse statt, die unter anderem mit einem Diskussionsabend Wärmewende auch externe Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger in den Prozess einband. Da der Analyse zufolge flächendeckende Wärmenetze in der Verbandsgemeinde Wörrstadt nicht sinnvoll sind, werden diese auch nicht realisiert. Der Fokus wird deshalb, wie bisher bereits auch, auf der Bereitstellung von Informations- und Förderangeboten liegen.

„Wärmenetze sind vor allem in dicht bebauten Gebieten sinnvoll. In ländlichen Regionen wie der Verbandsgemeinde Wörrstadt sind sie oft unwirtschaftlich“, erklärt Bürgermeister Markus Conrad. „Wir werden die Ergebnisse aus der Kommunalen Wärmplanung in bestehende Planungsprozesse und Projekte, beispielsweise in die Quartiers- und Sanierungskonzepte in den Gemeinden, einfließen lassen.“

Deshalb soll es weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden zu den energetischen Sanierungsgebieten sowie zur Ausweisung weiterer geben, ergänzt durch die Erstellung von Sanierungsfahrplänen für kommunale Gebäude. Darüber hinaus sind die Fortführung und der Ausbau des Energieberatungsangebots für Bürgerinnen und Bürger ebenso angedacht wie Informationskampagnen zu Fördermöglichkeiten und klimafreundlichen Heizsystemen. Eine Vertiefung von Wärmenetzpotentialen in Form von Studien sowie die Information und Unterstützung in Form von Plattformen zum Aufbau kleiner gemeinschaftlicher Wärmelösungen (zum Beispiel Nachbarschaftsnetze mit Wärmepumpe) werden ebenfalls geprüft.

Die Kernergebnisse wurden in einer Abschlusspräsentation vorgestellt und anschließend anhand von Karten vertiefend erläutert. Schwerpunkte waren dabei die GIS-gestützte Gebäudebestandsanalyse mit Energie- und Treibhausgasbilanz, die Ergebnisse der Potentialanalyse, die Entwicklungspfade und das Zielszenario bis 2045 sowie die gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen und Umsetzungsschritte für eine klimafreundliche und zukunftssichere Wärmeversorgung.

„Die Ergebnisse der Wärmeplanung zeigen, dass wir bereits seit vielen Jahren die richtigen Schritte für eine umsetzbare Wärmewende einleiten. Die Ausweisung von energetischen Sanierungsgebieten ist beispielsweise eine langfristige, umsetzungsorientiere und spürbare Maßnahme, von der Bürgerinnen und Bürger in diesen Gebieten Gebrauch machen können“, sagt Daria Paluch, Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz.

„Wir haben frühzeitig erkannt, wie wichtig die Kommunale Wärmeplanung ist. Deshalb wollten wir noch in diesem Jahr erste Ergebnisse präsentieren und haben unser selbst gestecktes Ziel erreicht, der gesetzlichen Frist von 2028 weit voraus zu sein.“

Die Verbraucherzentrale stellt bei der Veranstaltung ihre Energieberatungsangebote für private Haushalte vor, informiert über Fördermöglichkeiten und den Heizungstausch und gibt praktische Tipps, wie Bürgerinnen und Bürger ihre Energiekosten senken und gleichzeitig aktiv zum Klimaschutz beitragen können.

Florian Bonert stellt im Rahmen des EU-Projektes LIFE Street Reno die Wärmepumpen-Kampagne „Aufklärung und Mobilisierung für den Heizungstausch in 2025“ vor und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger auf.