VG legt erneut ausgeglichenen Haushalt vor - Einstimmig verabschiedet
Der Haushaltsausgleich ist der Verbandsgemeinde Wörrstadt für das Haushaltsjahr 2026 zum vierten Mal in Folge gelungen. „Bei einer stabilen Umlage ist das aber nur bei einer verantwortungsbewussten und sparsamen Finanzpolitik möglich“, betonte Bürgermeister Markus Conrad in seiner Haushaltsrede. Es gebe keine nennenswerten Reserven, weshalb eine realistische und präzise Kalkulation erfolgt sei.
Während die Gewerbesteuereinnahmen im vergangenen Haushalt noch rückläufig waren, sind diese jetzt von 10,6 auf knapp 15 Millionen Euro gestiegen. „Diese erfreuliche Entwicklung ist auf den Branchenmix von vielen kleineren und mittleren Unternehmen in unserer Verbandsgemeinde, die Ausweisung weiterer Gewerbegebiete sowie das gute Wohnumfeld in der Verbandsgemeinde zurückzuführen. Zudem ist sie ein Beleg dafür, dass sich die ergriffenen Maßnahmen wie die Stärkung des Wirtschaftsstandorts bemerkbar machen“, betonte Bürgermeister Conrad. Positiv auf der Einnahmenseite schlagen auch der Bundeszuschuss aus dem Förderprogramm zur Klimawandelanpassung sowie einige notwendige Gebührenerhöhungen zu Buche.
Der Haushalt sieht aber auch steigende Ausgaben bei Sach- und Dienstleistungen in Höhe von rund 1 Million vor. Hier sind beispielhaft die Gebäudebewirtschaftung und Gebäudesanierungsmaßnahmen, die Kosten für die Digitalisierung in Verwaltung und Schulen, verschiedene Aufwendungen für die Ferien- und Hausaufgabenbetreuung, die Schulbuchausleihe oder die Umsetzung des Hochwasser- und Starkregenkonzeptes sowie Ausgaben für die Gewässerunterhaltung zu nennen.
Im kommenden Jahr sind auch wieder eine Reihe von Investitionen geplant. Dazu zählen beispielsweise der Radwegeausbau, Erweiterungsbauten an den Schulen in Armsheim und Wörrstadt, Um- und Neubauten bei den Kindertagesstätten sowie Verpflichtungsermächtigungen zur Beschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge, die aufgrund der langjährigen Lieferzeiten nötig sind. Zudem sind Gelder für Terrorabwehrsperren im Rahmen einer gemeinsamen Beschaffung mit mehreren Verwaltungen in Rheinhessen vorgesehen, um die Sicherheit bei Veranstaltungen zu erhöhen.
„Wir sind in vielen Bereichen aktiv. Diese Investitionen in unsere Schwerpunkte Bildung, Betreuung, Sicherheit, Klimaschutz und Infrastruktur sind notwendig, um die Infrastruktur in der Verbandsgemeinde zu erhalten und weiter zukunftsfähig zu entwickeln. Der Schuldenstand ist trotz sehr hoher Investitionen beherrschbar und für die Finanzkraft vertretbar. Insgesamt haben wir im vorgelegten Haushalt wieder gemeinsam mit Augenmaß und Weitsicht wichtige Schwerpunkte gesetzt und werden mit unserer verantwortungsbewussten und langfristig ausgerichteten Finanzpolitik unsere Verbandsgemeinde weiter voranbringen“, resümiert Bürgermeister Markus Conrad vor der einstimmigen Verabschiedung von Haushaltsplan und Haushaltssatzung 2026 mit Investitionsplan im VG-Rat.