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Blaue Verunreinigung in Kanal in Schornsheim (Update: 20.02.2026)

Bei der blauen Verunreinigung in dem Kanal in Schornsheim handelt es sich um so genannte Anionische Tenside. Damit waren nach Aussage des Landesinstituts für Umwelt (LfU) eindeutig Reinigungsmittel in dem beprobten Wasser aus dem Kanal vorhanden. Nachgewiesen werden konnte eine Konzentration von 50 mg/l. Laut LfU ist im Konzentrationsbereich zwischen 1 und 10 mg/l Anionischer Tenside in einem Gewässer für Fische, Algen und Daphnien – häufig als „Wasserflöhe“ bezeichnet – mit negativen Effekten zu rechnen.

Da der Auslauf der Verrohrung am ersten Einsatztag bereits von der Feuerwehr mittels einer Dichtsperre verschlossen wurde, ist davon auszugehen, dass aufgrund der vergangenen Regenfälle eine ausreichende Verdünnung im Kanal stattgefunden hat. Eine Gefährdung von Algen, Daphnien und Fischen ist daher unwahrscheinlich.

Da durch die vergangenen Niederschlagsereignisse zwar eine Verdünnung erfolgt ist, die genaue Konzentration des Reinigungsmittels ohne weitere Laboruntersuchungen jedoch nicht ermittelt werden kann, hat sich die Verbandsgemeindeverwaltung aus Sicherheitsgründen dazu entschieden, das noch im abgesperrten Kanal befindliche Wasser sowie die dortigen Ablagerungen in den nächsten Tagen durch eine Fachfirma vorsorglich abzusaugen. Das Wasser und die Ablagerungen werden in Abstimmung mit der Abwasserbeseitigung Wöllstein-Wörrstadt AöR anschließend fachgerecht auf der Kläranlage Saulheim entsorgt.

Zudem wird der Kanal im Anschluss an das Abpumpen vorsorglich mit Wasser gespült, um etwaige Restbestände des Reinigungsmittels weiter zu verdünnen und so eine Gefährdung für die Umwelt auszuschließen. Im Zuge dieser Arbeiten werden auch das Dichtkissen und die Sandsackbarriere entfernt und diese ehemals an der Einsatzstelle befindlichen Utensilien fachgerecht gereinigt bzw. entsorgt.

Am 27. Januar hatte die leuchtend blaue Verunreinigung einen großen Feuerwehreinsatz ausgelöst, bei der unter anderem auch der Gefahrstoffzug der Einheit Nord aus Alzey, die Werkfeuerwehr Röhm aus Worms und die Berufsfeuerwehr Ludwigshafen vor Ort waren. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle schnell ab, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, was auch gelang. Hierzu wurde eine Sperre durch ein Dichtkissen gesetzt und eine Sandsackbarriere im weiteren Verlauf des Kanals errichtet. Da die Laboruntersuchungen einige Zeit in Anspruch nahmen, hatte die örtliche Feuerwehreinheit die Sperre regelmäßig kontrolliert. Dabei gab es keine Auffälligkeiten.