Sehenswertes
Die Verbandsgemeinde Wörrstadt bietet Ihnen eine Fülle von Kulturgütern und Sehenswürdigkeiten. Machen Sie mit uns eine kulturelle Rundreise durch unsere Ortsgemeinden...
Lockt mit viel Historie
Armsheim wurde urkundlich erstmals im Jahre 775 n. Chr. erwähnt. Das Ortsbild wird durch die im 15. Jahrhundert erbaute ehemalige Wallfahrtskirche „Zum heiligen Blut“ beherrscht. Die heute evangelische Kirche zählt zu den größten und schönsten Dorfkirchen in Rheinhessen. In ihr finden sich Glasmalereien, eine Stummorgel von 1739 sowie reiche gotische Bildwerke.
Der alte Ortskern wird durch historische Bausubstanz und Baudenkmäler geprägt, zu denen das Rathaus und das Schloss Veldenz zählen, das sich in Privatbesitz befindet. Aus vorgeschichtlicher Zeit stammen drei Menhire, der „Dicke Stein“, der „Spitze Stein“ sowie der 1,60 m hohe „Hinkelstein“.
Nach vorheriger Anmeldung können Sie zwei private Museen, das Pfeilspitzen- und das Puppenmuseum besichtigen.
Einer der schönsten Aussichtspunkte über die Region
In der Gemarkung wurden Steinsärge, Bronzeschwerter und römische Münzen gefunden, die auf eine intensive Besiedlung schon vor Jahrtausenden schließen lassen. Diese Funde sind im Landesmuseum Mainz ausgestellt.
Der Mittelpunkt des rheinhessischen Weinanbaugebietes
Das in eine idyllische Talmulde eingebettete Dorf wird von Weinbergen und Feldern umgeben und vom Kirchturm der katholischen Kirche St. Alban überragt. Die im spätgotischen Stil erbaute Kirche gilt mit ihren Sterngewölben und Wappensteinen als eine der schönsten in Rheinhessen. Gabsheim zählt zu den wenigen Orten in Rheinhessen, in denen die Bevölkerung auch nach der Reformation katholisch blieb. Im Mittelalter war für zahlreiche Gemeinden der Umgebung Gabsheim der Sitz der katholischen Geistlichkeit, wodurch im Volksmund die Redewendung „von Gottes Gaabsem“ kommt. Sehenswert ist die Schmiede, die 1579 gegründet und von dem inzwischen im Ruhestand lebenden Erich Leistner in der sechsten Generation geführt wurde
Kleiner Weinbauort am Fuße des Wißbergs
Die Hauptsehenswürdigkeit des Ortes ist der „Schiefe Turm von Gau-Weinheim“, dessen Schieflage schon seit Menschengedenken überliefert ist. Der ehemalige Eckturm der mittelalterlichen Friedhofsbefestigung ist heute der Glockenturm der Gemeinde. Sein Neigungswinkel entspricht annähernd dem des Schiefen Turms von Pisa. 1742 wurde die katholische Kirche mit einem Chor, 1929 mit einem neuen Westchor und einem Turm erweitert. Das katholische Pfarrhaus stammt aus dem Jahr 1604 n. Chr.
Beliebte Ziele in der Nähe Gau-Weinheims sind die Kreuzkapelle, ein bekannter Wallfahrtsort mitten in den Weinbergen, und der Golfplatz auf dem Wißberg.
Ehemaliger Wallfahrtsort durch „Hostienwunder“
Zur Geschichte Partenheims gehören sowohl die Erzbischöfe von Trier, das Domstift Worms sowie die Freiherren von Wallbrunn. Letztere erbauten im 13. Jahrhundert das imposante Schloss Wallbrunn, das im 16. Jahrhundert umgebaut, im 18. Jahrhundert erneuert und 1830 in drei Teilen an Partenheimer Bürger verkauft wurde. Seitdem wird es zu wohn- und landwirtschaftlichen Zwecken genutzt. Oberhalb des Schlosses, auf dem ummauerten Friedhof, steht die heute evangelische Kirche St. Peter, die ursprünglich als Wehrkirche diente. Schloss und Kirche waren früher durch einen unterrdischen Gang miteinander verbunden. Als das romanische Gotteshaus 1435 durch Feuer vernichtet wurde, blieb der Tabernakel mit den darin befindlichen Hostien wie durch ein Wunder unversehrt. Dieses so genannte Hostienwunder gab Anlass zur Wallfahrt. Die neue Kirche wurde Ende des 15. Jahrhunderts im spätgotischen Stil vollendet. Mit ihren alten Gemälden und den Grabgedenkplatten ist sie ein kunsthistorisch wertvolles Kleinod.
Sehr sehenswert ist auch der Wambold´sche Hof, ein herrschaftliches Anwesen mitten im Ort, das um 1770 im Barockstil erbaut wurde. Besonders auffällig sind die breite Toreinfahrt mit Pilastern und das Mansarddach. Das Gebäude wurde bis 1965 als Schule genutzt und dient seit 1980 als evangelisches Gemeindehaus.
Zweitgrößte Weinbau treibende Gemeinde in Rheinhessen
Sehenswerte Gebäude in Nieder-Saulheim sind der Zehnthof, der vermutlich als Herrensitz des Landadels mit Zehntscheune diente, das denkmalgeschützte, gut restaurierte Fachwerkhaus „Auf dem Römer 9“ sowie das gegenüberliegende Rathaus mit Treppenturm, Steinspindeltreppe und Renaissance-Haubendach. Direkt daneben die evangelische Kirche von 1886 und die neugotische katholische Kirche von 1873, die an Stelle der alten Simultankirche St. Bartholomäus, eine ehemalige Wehrkirche, stehen (Foto).
Das Heimatmuseum mit Dauerausstellungen zur traditionellen Handwerkskunst befindet sich in dem um 1600 erbauten ehemaligen Herrschaftshaus des alten Adelsgeschlechts von Harxthausen. Nach vorheriger Anmeldung kann es besichtigt werden.
Auch in Ober-Saulheim sind etliche herrschaftliche Adelshäuser erhalten, wie z.B. der Dienheimer Hof. Die evangelische Kirche wurde erstmals 1284 urkundlich erwähnt. Der schlichte Saalbau von heute wurde 1808 erbaut. Besonders sehenswert sind ein gotischer Taufstein aus dem 13. Jahrhundert, eine gotische Kanzel aus dem 15. Jahrhundert sowie eine Rokoko-Orgel von 1728. Im Rundfenster findet der Besucher moderne Glasmalereien, die Kirchenbänke sind mit barocken Schnitzereien verziert.
Zu den steinernen Zeugen der Saulheimer Vergangenheit zählt der „Lange Stein“, ein Kult- und Gerichtsplatz an der L401 zwischen Saulheim und Wörrstadt, an dem die Rhein- und Wildgrafen ehemals Gericht hielten. Dieser 3,10 Meter hohe größte rheinhessische Hinkelstein (ca. 1500 v. Chr.) bildete die Grenze zwischen Franken und Alemannen.
Alterssitz der „heiligen Lioba“
Die einst als Wehrbau auf einem befestigten Hügel am Ortsrand gelegene katholische Kirche St. Wigbert ist über eine barocke Treppenanlage erreichbar, die um ca. 1741 errichtet wurde. Im romanischen Chorraum von 1107 gibt es gotische Wandmalereien aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Der Chorraum erhielt um 1850 ein Rautendach, das Langhaus wurde zur selben Zeit abgebrochen und seither nicht wieder aufgebaut. Auch der jüdische Friedhof mit seinen ca. 70 Grabmälern ist einen Besuch wert.
Mit Weinbergsturm und Weinlehrpfad
Spaziergänger und Wanderer lädt der zwei Kilometer lange Weinlehrpfad auf dem Spiesheimer Osterberg ein. Der Pfad beginnt an der alten Ulme am südlichen Ortsrand, die als letzte Spiesheimer Ulme nicht vollständig gefällt wurde, und führt hinauf zum Weinbergsturm. Hier kann man einen weiten Rundblick genießen und die Seele baumeln lassen. Entlang des Weinlehrpfades gibt es Informationstafeln über die hier angepflanzten Rebsorten, über die Entstehung des Weinbaus und die Weinkultur.
Gemeinde am Jakobs-Pilgerweg
Sulzheims topographische Lage am Rande einer Talmulde macht den Ort besonders interessant für Geologen und Freizeitsportler. Durch die Gemarkung führen mehrere überregionale Rad- und Wanderwege, eine Nordic-Walking-Route und der Jakobus-Pilgerweg von Speyer nach Bingen. Streuobstwiesen und mehrere Biotope, die vielen heimischen Tieren geschützten Lebensraum gewähren, prägen die natürliche Landschaft rund um Sulzheim. Um den Erhalt dieser Landschaft bemüht sich unter anderem das „Grüne Klassenzimmer“, eine Initiative der Lokalen Agenda der Verbandsgemeinde Wörrstadt und des BUND. Umwelt und Naturschutz unter dem Motto „Natur begreifen – Stille Naherholung vor der Haustür“ sind das Anliegen dieser Aktivitäten. Der Erlebniswanderweg "Grüne Klassenzimmer" verbindet diese Flächen mit den historischen Sehenswürdigkeiten des Ortes.
Hierzu gehört die katholische Barockkirche Philippus und Jakobus aus dem Jahre 1715, in der sich sehenswerte Fenster, drei kunsthistorisch wertvolle Altäre, zwei Seitenaltäre aus dem 17. Jahrhundert und der Hochaltar um 1720 befinden. Ein Fachwerkhaus mit fränkischem Erker aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts in der Hauptstraße und ein vorgekragtes Fachwerkobergeschoss des früheren Backhauses von 1709 in einem Seitengässchen runden das alte Ortsbild ab.
Ein Dorf mit Zukunft
Unweit Udenheims an der L401 von Saulheim nach Wörrstadt steht das so genannte „Heiligenhäuschen“, eine gotische Pilgerstation mit vier spitzbogigen Nischen. Auf dem Pilgerpfad von Köln nach Rom diente es früher als Andachtskapelle.
Mit Weinlehrpfad und Panoramawanderweg
Der markante Kirchturm der katholischen Martinskirche von 1790 überragt die Dächer und prägt das Ortsbild. Die Kirche, als Saalbau von den Grafen von Eltz errichtet, beherbergt wertvolle Schnitzereien, einen barocken Hochaltar mit dem Heiligen Martin, einen Taufstein aus dem 18. Jahrhundert sowie weitere Heiligenfiguren. Aus dem Jahr 1871 stammt die evangelische Kirche, die einen Dachreiter hat.
Für Weinfreunde und Wanderer gibt es einen Weinlehrpfad mit Wingertshäuschen. Hier kann man rasten und die Seele baumeln lassen. Wer nicht gleich zurück zum Dorf wandern möchte, kann auf dem Panoramawanderweg zum Wißberg das rheinhessische Hügelland genießen.
Modernes Weindorf mit archäologischer Vergangenheit
Neuborngemeinde mit Naturpark
Der 1608 erbaute Neunröhrenbrunnen gehört zu den schönsten Dorfbrunnen Rheinhessens und ist das Wahrzeichen Wörrstadts. Ihn ziert das Wappen des heiligen Laurentius. Aus neun Röhren fließt das Wasser in eine Brunnenstube, aus der der Mühlbach entspringt. Ganz in der Nähe findet man den Schmiedbrunnen mit der skurrilen, liegenden Brunnenfigur eines betrunkenen Schmiedes. Für Besucher lohnt es sich, den alten Ortskern Wörrstadts zu erkunden, der vom Naturdenkmal „Ulmengraben“, einer mittelalterlichen Ortsbefestigung, umringt wird. Die evangelische Laurentiuskirche, eine ehemals romanische Basilika, wird erstmals 1152 erwähnt. Ihre Mittelschiffwände stammen teilweise noch aus dem 12./13. Jahrhundert. Sehenswert ist die Stumm-Orgel von 1759. Die katholische Kirche nebenan ist ein klassizistischer Saalbau von 1837. In der Nähe des Friedhofes befindet sich ein noch gut erhaltenes, naturnahes Stück Ulmengraben, an dessen Seite ein Platz mit Schillerdenkmal und Schillerlinde zum Verweilen einlädt.
In der Pariser Straße steht der ehemalige Posthof der Postlinie von Thurn und Taxis von 1807, heute als Wohnhaus genutzt. Das um 1750 als Fachwerkbau errichtet Tagelöhnerhaus in der Wallstrasse 18 wurde 100 Jahre später zu einem Lehmziegelbau umgebaut. Es wurde fachgerecht restauriert und kann auf Wunsch besichtigt werden.
Der Naturpark Neuborn zwischen Wörrstadt und Wörrstadt-Rommersheim ist zu jeder Jahreszeit für den Besucher attraktiv. Er ist eines der wenigen Wäldchen im baumarmen Rheinhessen mit einer eigenen Quelle. In unmittelbarer Nähe befindet sich das als Familienbad gestaltete Neubornbad mit Riesenwasserrutsche sowie ein großes Sportgelände.
Ausruhen auf dem malerischen Dorfmittelpunkt
An der Rommersheimer Mühle, südlich des Ortes, liegt ein Teil des „Grünen Klassenzimmers“ mit einer Streuobstwiese. Hier laden Ruhebänke zum Verweilen ein.

