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Ausgaben in VG Wörrstadt gesunken

Nachdem die jährlichen Sozialhilfeausgaben 1992 erstmals die Millionengrenze überstiegen und 1997 mit 3,1 Mio. DM ihren Höchststand hatten, sanken sie im Jahr 2001 wieder auf 2,3 Mio. DM.
Der neue Sozialbericht der Verbandsgemeinde Wörrstadt weist für das vergangene Jahr 361 „Fälle“, d.h. Haushaltsvorstände aus, zu denen weitere 397 Familienangehörige gehören, die ebenfalls von der Sozialhilfe leben. Gegenüber 1998 (321 Fälle) bedeutet dies eine Zunahme von 40 Fällen bzw. 103 Personen. Die Zahlen vom Beginn dieses Jahres zeigen jedoch einen leichten Rückgang, da nun nur noch 341 Fälle bzw. 713 Personen von Unterstützung abhängig sind. 65,2 Prozent dieser Personengruppe leben in den Ortsgemeinden Wörrstadt (198 Personen), Saulheim (183 Personen) und Armsheim (70 Personen), der Rest verteilt sich auf die anderen 10 Ortsgemeinden.

Gegenüber 1998 hatte die Zahl der Fälle in Udenheim mit 58,33 Prozent und in Armsheim mit 19,35 Prozent den meisten Zuwachs, in Vendersheim mit 50 Prozent und in Sulzheim mit 36,84 Prozent den höchsten Rückgang. Die Zahl der von Sozialhilfe lebenden Personen stieg in der Ortsgemeinde Udenheim mit 114,28 Prozent (24 Personen) am stärksten, gefolgt von Gabsheim mit 50 Prozent (8 Personen). Die Personenzahl reduzierte sich am deutlichsten in Vendersheim mit 62,96 Prozent (17 Personen) und in Gau-Weinheim mit 37,5 Prozent (3 Personen).

283 Hilfeempfänger sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, 347 sind zwischen 19 und 59 Jahre alt und 83 Personen sind älter. Die häufigsten Ursachen für die Hilfebedürftigkeit liegt bei etwa einem Drittel der Fälle in zu geringem Einkommen. Aber zum Beispiel auch Trennung und Scheidung, Krankheit und mit 18,5 Prozent vor allem auch Arbeitslosigkeit sind die Ursachen dafür, dass Einzelne oder ganze Familien auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind.

Beim Kampf gegen Arbeitslosigkeit ist im Gebiet der Verbandsgemeinde Wörrstadt auch die Firma Maatwerk aktiv, die mit der Kreisverwaltung Alzey-Worms einen Vertrag zur Vermittlung von Langzeitarbeitslosen abgeschlossen hat. Im Jahr 2001 konnte die Firma 13 Haushaltsvorstände in den Arbeitsmarkt eingliedern, wodurch insgesamt 35 Personen nicht mehr auf laufende Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen sind. Diese finanziellen Aufwendungen werden zu 75 Prozent vom Landkreis und zu 25 Prozent von den Ortsgemeinden getragen. Der Aufwand für Sozialhilfe betrug 2001 pro Kopf in den Ortsgemeinden durchschnittlich 85,62 DM, wobei er in Gau-Weinheim mit 18,29 DM am geringsten, in Vendersheim mit 133,39 DM am höchsten war.

Die Aufwendungen für Asylbewerber, die der Landkreis zu 100 Prozent trägt, hatten 1993 mit 1,36 Mio. DM ihren Höchststand, sanken 1997 auf unter eine Million und betrugen 2001 nur noch knapp 155 TDM. Für Bürgerkriegsflüchtlinge wurden von 1994 bis 1999 insgesamt 1,1 Mio. DM aufgewendet, seit dem Jahr 2000 waren jedoch keine Aufwendungen in diesem Bereich mehr erforderlich.