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Wer erhält die Förderleistungen?

Wer für sein Alter zusätzlich vorsorgt, kann ab dem 1. Januar 2002 staatlich gefördert werden. Die staatliche Förderung besteht in einer Sparzulage und in der Möglichkeit zum steuerlichen Sonderausgabenabzug, so die Landesversicherungsanstalt (LVA) Rheinland-Pfalz.

Anspruch auf staatliche Förderung haben alle, die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen. Dazu zählen nicht nur versicherungspflichtige Arbeitnehmer und Selbständige, sondern auch Kranken- und Arbeitslosengeldbezieher, Elternteile, für die eine Kindererziehungszeit anerkannt werden kann (bis zu drei Jahre), nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen, Wehr- und Zivildienstleistende, geringfügig Beschäftigte (in 630-DM-Jobs), die ihre Rentenbeiträge aufstocken, Behinderte in Werkstätten.

Dabei weist die LVA auf eine Besonderheit hin: gehört ein Ehepartner zum förderfähigen Personenkreis, kann auch der selbst nicht förderfähige Ehepartner die Zulage erhalten. Voraussetzung ist lediglich, dass für den Ehegatten ein eigener Altersvorsorgevertrag abgeschlossen wird.

Keine staatliche Förderung erhalten Beamte, Richter und Soldaten, Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, Selbständige mit privater Absicherung, freiwillig Versicherte, geringfügig Beschäftigte (in 630-DM-Jobs), die keine Aufstockungsbeiträge zur Rentenversicherung zahlen, Pflichtversicherte in berufsständischen Versorgungseinrichtungen.

Der Aufbau der Förderung vollzieht sich in vier Schritten. Die volle Zulagenförderung erhält, wer ab 2002 ein Prozent, ab 2004 zwei Prozent, ab 2006 drei Prozent und ab 2008 vier Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens in eine förderfähige Anlageform einzahlt. Die Grundzulage je förderberechtigten Versicherten erhöht sich ebenfalls im Zweijahresrhythmus von 38 Euro im Jahr 2002 auf 154 Euro ab 2008. Pro Kind, für das Kindergeld gezahlt wird, gibt es zusätzlich eine Kinderzulage von anfänglich 46 Euro bis 185 Euro im Jahr 2008. Darüber hinaus stellen die Aufwendungen zur privaten Altersvorsorge Sonderausgaben dar, die zu Steuervergünstigungen führen können. Das Finanzamt prüft bei der Einkommenssteuerfestsetzung, ob der Steuervorteil die staatliche Zulage übersteigt.

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei den Auskunft- und Beratungsstellen der LVA in Rheinland-Pfalz in Speyer, Andernach, Mainz, Bad Kreuznach, Kaiserslautern und Trier sowie bei der Verbandsgemeindeverwaltung in Wörrstadt.