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Was bedeutet die Euro-Einführung für Vereine?

Vereine, und dabei natürlich stellvertretend die Vorsitzenden und Kassierer, sollten sich schon vor dem 1.1.2002 für die Euroumstellung rüsten, hat diese unter Umständen Auswirkungen auf die Satzung, auf Verträge etc. Hier die wichtigsten Punkte im Einzelnen:

1. Satzungsrecht:
Allein aufgrund der Währungsumstellung besteht keine Notwendigkeit zu einer Satzungsänderung, da die Umstellung auf die Bezeichnung Euro als rein "redaktionelle Anpassung" im Zuge ohnehin notwendiger Änderungen erfolgen kann. Bei der Berechnung der Beträge ist nach den verbindlichen Umrechnungsregeln (werden in einer der nächsten Ausgaben erläutert) zu verfahren. Bei Umrechnung von Eintrittsgeldern und Mitgliedsbeiträgen besteht grundsätzlich die Wahl zwischen der Akzeptanz von sogenannten "krummen Beträgen" (50,- DM = 25,56 €) oder der Glättung der Beträge (25,- €/26,- €).

Eine Glättung kann dabei nach unten oder nach oben vorgenommen werden, die entsprechend zu Minder- bzw. Mehreinnahmen führt. Für eine Glättung spricht zum Beispiel die Praxistauglichkeit. Am Beispiel Jahresbeitrag bedeutet dies, dass er durch 12 teilbar sein sollte, um auch handhabbare Monatsbeiträge zu erhalten. Bei der Festsetzung von Glättungsbeträgen sollte jedoch darauf geachtet werden, dass es nicht zu einer einseitigen Belastung von Gruppen (Erwachsene, Kinder etc.) kommt.

Sobald also Beiträge nicht rein rechnerisch umgerechnet, sondern vielmehr neu festgesetzt werden (z.B. durch Glättung), hat das Vereinsorgan (meist die Mitgliederversammlung) eine Satzungsänderung herbeizuführen. Dies kann bereits jetzt erfolgen, wenn Vereinsorgane und Vereinsmitglieder dies wollen. Für die Vereine besteht durch die Euro-Einführung unter anderem die Chance, schon längst erforderliche Beitragsanpassungen und Aktualisierungen der Vereinssatzung vorzunehmen.

2. Verträge:
Alle am 01.01.2002 bestehenden Verträge gelten weiter. Nur werden aus DM-Beträgen automatisch Euro-Beträge entsprechend des Umrechnungskurses. Aus einer Hallenmiete beispielsweise von 654,00 DM wird eine Miete von 334,38 €.
Falls bis zum 01.01.2002 Vertragsänderungen vorgenommen werden müssen, z.B. weil Mieterhöhungen wegen Wertverbesserungen vorzunehmen sind, dann können bzw. sollten die neuen Verträge schon auf Euro erstellt werden. Schließlich ist der Euro seit 01.01.1999 da. Sie haben ihn nur noch nicht in der Geldbörse.

3. Kassenführung:
Die Kassen der Vereine können nach dem 1. Januar 2002 noch bis zum 28. Februar 2002 DM-Bargeld annehmen und als Wechselgels ausgeben und sich somit an die Handhabung des Handels und der Banken anpassen, sie müssen dies jedoch nicht tun, da die D-Mark mit Jahresbeginn ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel verliert.

4. Interne Buchführung
Den Vereinen ist es freigestellt, ob sie bereits jetzt auf den Euro umstellen oder erst zum 01.01.2002. Die Verwendung des Euro im bargeldlosen Zahlungsverkehr ist ja schon möglich. Es macht jedoch sicher Sinn, das interne Rechnungswesen sowie die Buchführung zum 1.1.2002 umzustellen.

Weitere Einzelheiten zu diesem Thema erhalten Sie auf der Internetseite der Verbandsgemeinde unter www.vgwoerrstadt.de.