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Erster Spatenstich zum Ausbau des Kanalsystems in Wallertheim

Es ist eine ganz normale Straße, die Breslauer Straße in Wallertheim. So scheint es, aber wieso gibt es da eine Klappe vor einer Tiefgarage, die geschlossen werden kann? Sie erinnert an zwei Jahrhundertereignisse im Frühsommer vor zwei Jahren, die sich im Abstand von gerade einmal zwei Wochen in Wallertheim zugetragen haben. Starkregen hatte damals Dutzende von Kellern und Garagen unter Wasser gesetzt und über hundert Feuerwehrleute stundenlang damit beschäftigt, sie wieder leer zu pumpen.


Spatenstich zum Ausbau des Kanalsystems in Wallertheim

Dass solch ein Unheil geschehen konnte, lag auch am Kanalsystem, das den Standards und der Technik der 70er Jahre entsprach, als es in Wallertheim eingerichtet wurde. Aber die Technik ist inzwischen weiter fortgeschritten – und die Zahl der Unwettereignisse auch, so Verbandsbürgermeister Markus Conrad anlässlich des symbolischen Spatenstichs zur Sanierung des Wallertheimer Kanalsystems am 12. Mai 2011.

Natürlich ist dies eine Vorsorgemaßnahme auf Grund der Erfahrungen von 2009, so der Bürgermeister weiter, aber ob sie auch bei der nächsten Unwetterkatastrophe in vollem Umfang greifen wird, lässt sich niemals voraussagen, denn niemand kann die Wassermassen voraussehen, die dabei auf einen Ort zukommen werden.

Insgesamt wird der Ausbau der Ortskanalisation und Straßenentwässerung im Bereich der Breslauer Straße rund 570.000 Euro kosten. Hinzu kommen noch etwa 50.000 Euro für die EMSR-Technik (für Elektrisches Messen, Steuern und Regeln). Die Aufgaben haben sich die Verbandsgemeinde Wörrstadt und die Ortsgemeinde Wallertheim geteilt. Die Verbandsgemeinde schafft einen neuen Regenüberlauf, einen Entlastungskanal zum Wiesbach und baut beziehungsweise erneuert den Kanal in der Ernst-Heinrich- und in der Schirmsheimer Straße. Die Ortsgemeinde baut ein Regenwasserhebewerk und neue Kanäle zum Hebewerk sowie Straßenabläufe.

Es ist eine Trias von Maßnahmen, so Verbandsbürgermeister Conrad, denn die Verbandsgemeinde sowie die Ortsgemeinde seien gefordert, aber auch jeder einzelne Bürger, der seine Vorkehrungen treffen müsse. Stimme dieser Dreiklang, so sei man für die Zukunft gewappnet, wobei unvorhersehbare Ereignisse dennoch Probleme bringen können.

Auch Ortsbürgermeister Robert Majchrzyk begrüßte in seiner kurzen Ansprache den Beginn der Bauarbeiten. Zwei Probleme addierten sich in Wallertheim. Zum einen ist es die Nähe zum Wiesbach, zum anderen ein Kanalsystem, das nicht dem neuesten Stand der Technik entsprach. Durch den Schulterschluss mit der Verbandsgemeinde erhalte die Wallertheimer Einwohnerschaft ein deutliches Stück mehr Sicherheit.
Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich bis Oktober 2011 dauern.
Dr. Alexander Schulz
 
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Beim ersten Spatenstich wirkten mit (v.l.n.r.): Michael Körner (BSG); Verbandsbürgermeister Markus Conrad, Karl Heinz Greb vom Eigenbetrieb Abwasser und Energie, Planerin Andrea Koch, Ortsbürgermeister Robert Majchrzyk, Volker Schmand von Wöbau, der 1. VG-Beigeordnete Georg-Heinrich Nehrbaß sowie Weinprinzessin Patricia I.