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Bauphysik, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik, Wärmeerzeugungs- und Beleuchtungsanlagen sowie sonstige Stromverbraucher in den öffentlichen Liegenschaften der Verbandsgemeinde Wörrstadt wurden hinsichtlich ihrer Wirkungsgrade, Erhaltungszustände und Energieverbräuche streng unter die Lupe genommen. Auf Basis seiner Untersuchungen hat das beauftragte Ing.-Büro Luxenburger aus Neckargemünd während der letzten VG-Ratssitzung dargestellt, wo und wieviel Einsparpotential vorhanden ist.

Etwa 13,8 % Energie könnten VG und Ortsgemeinden sparen. In DM ausgedrückt: im Bereich Wärme 62.300 DM, im Bereich Strom 61.550 DM und im Bereich Wasser 4.850 DM. Einsparpotential liege u. a. in der Anpassung von Schaltzeiten an die Belegungszeiten – beispielsweise in Schulturnhallen -, in der Sanierung von Kessel- und Regelungstechnik, in der Umstellung von Lieferbedingungen für Gas und Strom, im Einsatz elektronischer Vorschaltgeräte oder auch in der Ausdünnung und Sanierung der Beleuchtung.

Die im Einzelnen vorgeschlagenen Maßnahmen kosten allerdings zunächst Geld, und müssen dahingehend betrachtet werden, ob sie sich in einem vernünftigen Zeitrahmen amortisieren. So steht im Bereich Wärme und Wasser den ermittelten Investitionen von insgesamt 368.000 DM (VG und Ortsgemeinden) ein Einsparpotential von jährlich 86.600 DM gegenüber, was eine durchschnittliche Kapitalrückflusszeit von 4,2 Jahren bedeutet. Im Bereich Strom stehen den Investitionen von 261.000 DM mögliche Einsparungen von jährlich 42.100 DM gegenüber, die sich in durchschnittlich 6,2 Jahren amortisiert hätten. Aufgrund der Liberalisierung des Strommarktes rechnet Luxemburger aber gerade in diesem Bereich mit künftigen Verbesserungen für die Kunden und infolgedessen mit einem schnelleren Kapitalrückfluss.

Ebenfalls untersucht wurde für die Sporthalle Saulheim die Möglichkeit der Brauchwassererwärmung durch eine Solaranlage, eine unter Umweltgesichtspunkten sicher erstrebenswerte Investition. Diese rechne sich laut Luxemburger jedoch nicht, da mit einer Amortisationszeit von etwa 32 Jahren zu rechnen sei. Im Gegensatz hierzu sei jedoch der Einsatz einer Photovoltaikanlage durchaus sinnvoll, da hier hohe Förderbeträge durch den Staat gewährt werden. Diese hätten eine Amortisationszeit von unter 15 Jahren zur Folge, die innerhalb der Lebensdauer solcher Anlagen liege.

Mit der Realisierung aller genannten Maßnahmen ist natürlich auch eine Reduzierung der Immissionen verbunden. Der Kohlendioxidgehalt ließe sich durch die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen um 13,6 %, der Schwefeldioxidgehalt um 16,4 % und der Stickoxidgehalt um 14,0 % verringern. Somit kommen die Energie-Sparmaßnahmen nicht nur dem Haushalt von VG und Ortsgemeinden zugute, sondern vor allem auch der Umwelt.
Die Fraktionen im Rat stimmten nach den Ausführungen Luxemburgers dem Energie-Sparkonzept zu. Welche Vorschläge konkret umgesetzt werden, wird der Rat aber erst in einer der nächsten Sitzungen entscheiden. Ebenso ob die Firma Luxemburger auch mit der Durchführung und Kontrolle der Maßnahmen betraut wird. Das Honorar würde dann aus den erzielten Kosteneinsparungen bestritten.
Das Energie-Sparkonzept liegt zur Einsicht in der Abt. Bauen und Umwelt der Verbandsgemeinde aus.