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Ein Planwerk für die Zukunft geht ins Rennen

Bereits am 16.09.1999 wurde vom Verbandsgemeinderat die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans (FNP) für die 13 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Wörrstadt beschlossen. Dieser Plan wird nicht mehr wie früher üblich auf dem Papier, sondern mit EDV in digitaler Form bearbeitet. In ihm soll die räumliche Entwicklung der Gemarkungen in Abstimmung mit den Vorgaben der Landesplanung für die nächsten 15 Jahre festgelegt werden. Hierbei werden insbesondere auch die Bereiche festgelegt, wo in den Gemeinden neue Baugebiete vorgesehen sind.

Gleichzeitig mit diesem vorbereitenden Bauleitplan wurde auch ein Landschaftsplan erstellt. Aufbauend auf eine detaillierte Bestandsaufnahme mit flächendeckender Landnutzungskartierung, bewertet die Landschaftsplanung den Naturraum nach verschiedenen Faktoren wie Geologie, Klima, Wasserwirtschaft, Landschaftsstruktur und Erholungswert und dient als Planungsgrundlage für den FNP.

Aufgabe der Flächennutzungsplanung ist es, die sich anhand der voraussehbaren Bedürfnisse der Gemeinden ergebende Art der Bodennutzung in den Grundzügen darzustellen und Flächen mit besonderen Eigenschaften und Funktionen zu kennzeichnen. Zu den Darstellungen zählen Baugebiete, Flächen für Landwirtschaft und Weinbau, Gemeinbedarfs- sowie Verkehrsflächen. Gekennzeichnet werden Altlastenstandorte, Rutsch- und Überschwemmungsgebiete, Abbauflächen und andere naturräumliche Faktoren. Besondere Nutzungsregelungen nach anderen gesetzlichen Vorschriften wie z.B. Natur- und Wasserschutzgebiete, Grabungsschutzgebiete oder Flugplätze werden nachrichtlich im FNP übernommen.

Nach umfangreichen Vorarbeiten durch das beauftragte Planungsbüro erfolgt zu Zeit die Abstimmung der gemeindlichen Vorstellungen mit den Zielen der Landesplanung. Alle Gemeinden haben unter Mitwirkung der örtlichen Landwirtschaftsvertreter in ihren Gremien die künftige gewünschte Bauentwicklung beraten und ihre Interessen bei der Verbandsgemeinde angemeldet, ebenso die möglichen Bereiche für die Kompensation der Bauflächen.

Nach den landesplanerischen Vorgaben müssen die Ortsgemeinden - mit Ausnahme von Armsheim, Saulheim und Wörrstadt - sich grundsätzlich auf den Bedarf aus Eigenentwicklung beschränken. „Nicht jede Ortsgemeinde verträgt eine umfangreiche Baulandausweisung“, so die Kreisverwaltung in ihrer vorläufigen Stellungnahme mit dem Hinweis auf die Pflicht zur Nachhaltigkeit bei der Planung.


Wie schnell es zu einer Einigung zwischen den Ortsgemeinden und der Landesplanungsbehörde kommt, hängt von der Kompromissbereitschaft der Beteiligten ab, denn alle Gemeinden müssen bei der vorgesehenen Bauentwicklung zurückstecken.

Erst danach erfolgt das nach dem Baugesetzbuch vorgeschriebene Aufstellungsverfahren für diesen Plan. Bei der vorgezogenen Bürgerbeteiligung werden die allgemeinen Zwecke und Ziele für alle Bürger erläutert und die Auswirkungen dargestellt. Bei der öffentlichen Auslegung des Entwurfs mit Erläuterungsbericht kann dann auch jeder Bürger seine Bedenken und Anregungen vorbringen.

Bei der Flächennutzung wird schnell klar, dass das Naturgut Boden sich nicht beliebig vermehren läßt. Zu viele konkurrierende Nutzungsansprüche sind zu befriedigen, doch die Überlagerung einer Fläche mit mehreren Nutzungen ist auch im FNP nicht möglich. Deshalb gilt auch hier: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.