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FFW Übung Postfrachtzentrum


Feuerwehren der Verbandsgemeinde proben Ernstfall

An zwei Tagen waren die Feuerwehreinheiten der Verbandsgemeinde Wörrstadt mit unterschiedlichen Gefahrenlagen konfrontiert, bei denen es insbesondere auf eine schnelle und gut abgestimmte Zusammenarbeit ankam. Wehrleiter Wolfgang Götz hatte zwei unterschiedliche Szenarien ausgearbeitet und dabei Einsatzkräfte und Fahrzeuge aus der gesamten Verbandsgemeinde in die Abläufe eingebunden.

Ein LKW-Unfall im Postfrachtzentrum Saulheim sowie der Brand einer dort befindlichen Lagerhalle mit eingeschlossenen Personen stellte die Wehren aus Gabsheim, Partenheim, Saulheim, Schornsheim und Udenheim vor ein umfangreiches Gefahrenbild. Die neue Drehleiter der Feuerwehr Wörrstadt kam

FFW Übung Postfrachtzentrum

dabei zusätzlich zum Einsatz. Rund 20 Fahrzeuge und 100 Feuerwehrleute waren damit beschäftigt, eingeklemmte Personen aus einem Fahrzeug zu befreien, weitere Personen unter Einsatz von schwerem Atemschutz aus einem Gebäude zu retten und die Brandbekämpfung einer Lagerhalle über Tanklöschzug und Drehleiter vorzunehmen. Den einzelnen Feuerwehren wurde jeweils eine spezielle Aufgabe übertragen, so dass es hier insbesondere auf eine reibungslose und gut eingespielte Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehreinheiten ankam. Wegen der Größe des Geländes waren Wasserförderungen über eine größere Distanz erforderlich, so dass alle beteiligen Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeuge zum Einsatz kamen. Die Führungsstaffel der Verbandsgemeinde, ausgestattet mit einem Einsatzleitwagen der neueren Generation, koordinierte die Standorte der Einsatzfahrzeuge und gewährleistete die reibungslose Kommunikation zwischen Einsatzleitung und eingesetzten Abschnittsleitern. Angehörige der Jugendfeuerwehren aus Armsheim, Wallertheim, Gau-Weinheim und Vendersheim hatten sich als Komparsen zur Verfügung gestellt und ließen sich von den Atemschutzgeräteträgern der Feuerwehren aus Gabsheim, Partenheim und Saulheim bereitwillig

aus dem brennenden Gebäude retten.

Bürgermeister Markus Conrad konnte sich selbst vor Ort einen Überblick über den Ablauf der Übung machen. Es sei besonders wichtig, so Conrad, dass gerade durch gemeinsame Übungen immer wieder eine Zusammenarbeit einzelner Wehren geprobt werde, um somit einen effektiven Einsatz auch im Ernstfall zu erreichen. Eine Seltenheit und Novum, so der Bürgermeister, sei der Anblick gleich zweier im Einsatz befindlicher Drehleitern. Dies sei jedoch nur kurze Zeit möglich, da das neu angeschaffte Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr Wörrstadt noch nicht offiziell in Dienst gestellt und die alte Drehleiter noch nicht außer Dienst gestellt sei.

Eine weitere Gefahrenlage spielte sich in der Ortsgemeinde Gau-Weinheim ab. Dort war der örtliche Kindergarten Ziel des Geschehens. Einen Gebäudevollbrand mit eingeschlossenen Kindern simulierten die  Feuerwehren aus den Gemeinden Gau-Weinheim, Vendersheim, Wallertheim, Armsheim,  Wörrstadt-Rommersheim und Sulzheim. Insgesamt 80 Feuerwehrleute waren dabei im Einsatz. Nach erfolgtem ersten Löschangriff aus dem Rohrnetz wurde eine etwa 850 m lange Förderstrecke aus dem Wiesbach aufgebaut. Hierzu mussten mehrere Hochleistungspumpen der beteiligten Wehren abschnittsweise aufgebaut werden. Atemschutzgeräteträger der Wehren aus Armsheim, Sulzheim, Vendersheim und Wallertheim waren unermüdlich damit beschäftigt, Kinder aus dem verrauchten Gebäude zu retten. Eine große Anzahl  Atemschutztrupps war erforderlich, um alle Kinder (gestellt von den Jugendfeuerwehren aus Gabsheim und Udenheim) aus dem brennenden Kindergarten zu retten. Eine ärztliche Versorgung fand auf dem benachbarten Sportplatz statt. Koordiniert wurde der Einsatz durch den vor Ort befindlichen Einsatzleitwagen der Führungsstaffel.

Auch bei der zweiten Großübung zeigte sich, dass eine erfolgreiche Hilfeleistung nur dann erreicht werden kann, wenn alle beteiligten Wehren gut zusammenarbeiten. Dabei ist es unbedingt erforderlich, so Wehrleiter Götz, dass gewisse Abläufe wie das Aufbauen einer Förderstrecke oder der Einsatz und die Überwachung von schwerem Atemschutz ständig geübt und verinnerlicht werden. Auch der Einsatz in Gau-Weinheim habe gezeigt, dass man auf dem richtigen Weg ist und auch weiterhin alles dafür tun werde, das Zusammenwirken der örtlichen Feuerwehreinheiten zu fördern.
Text und Bilder: Akim Menger

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