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juwi-Gruppe verlegt Firmensitz nach Wörrstadt

 

Mit der juwi-Gruppe siedelt im kommenden Jahr ein noch recht junges, aber äußerst erfolgreiches Unternehmen für regenerative Energien im Wörrstädter Gewerbegebiet an. Landkreis, Verbandsgemeinde und Gemeinde Wörrstadt freuen sich, dieses innovative Unternehmen durch eine effektive  Wirtschaftsförderung für diesen Standort gewonnen zu haben.


Am 6. November stellten die juwi-Vorstände Fred Jung und Matthias Willenbacher in der Verbandsgemeindeverwaltung ihre Pläne vor: auf einem rund 26.000 Quadratmeter großem Areal soll für 10 Millionen Euro ein hochmodernes Bürogebäude mit 6.500 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Es bietet zunächst bis zu 300 Mitarbeitern Platz, kann aber aufgrund der modularen Bauweise des viergeschossigen Gebäudes für bis zu 500 Mitarbeiter nutzbar gemacht werden. Der aus drei Teilen bestehende Komplex wird aus dem Naturbaustoff Holz errichtet und zeichnet sich nicht nur durch ein hervorragendes Energiekonzept, sondern auch durch die Umsetzung der mitarbeiterfreundlichen Firmenphilosophie aus. Neben modernen Büros, Räumen für Kommunikation und einem Speisesaal sollen eine Kinderkrippe, ein Andachts- und Freizeitraum sowie Fitness- und Sportanlagen im Keller und Außenbereich errichtet werden.  


Verbandsbürgermeister Markus Conrad sprach von einem „historischen Ereignis“ und betonte, wie froh er sei, dass man einen solch dynamischen Partner holen konnte, der einer der größten Arbeitgeber in der Verbandsgemeinde sein werde. „Vor allem die Tatsache, dass die Firma juwi in einer zukunftsorientierten, ökologischen Wachstumsbranche als einer der Leuchttürme tätig ist, war für unsere Unterstützung ein ganz wichtiges Kriterium.“ Er sicherte den Geschäftsführern volle Unterstützung von kommunaler Seite zu. So haben die Gremien bereits durch die Änderung des Flächennutzungsplans der Errichtung von Referenzprojekten wie Windrädern, einer Photovoltaik- und einer Bioenergieanlage zugestimmt, die in unmittelbarer Nähe zum neuen Firmensitz errichten
werden sollen.

     Freuen sich über die erfolgreiche Ansiedlung in Wörrstadt (von
     links): Matthias Willenbacher, Ortsbürgermeister
     Ingo Kleinfelder, Fred Jung, Bürgermeister Markus Conrad und 
     Landrat Ernst Walter Görisch.


Hierdurch kann juwi den zunehmend internationalen Kunden die ganze Palette seiner Dienstleistungen vorführen. „Wir selbst“, ergänzt der VG-Chef, „haben in Sachen Photovoltaik ein Zeichen gesetzt, indem wir die Arbeit der Lokalen Agenda unterstützen und einer Bürgerbeteiligungsgesellschaft ermöglichen, eine Photovoltaikanlage mit 30 Kilowatt Leistung auf dem Dach der Verbandsgemeindeverwaltung zu betreiben. Auch Wörrstadts Bürgermeister Ingo Kleinfelder bezeichnete den juwi-Umzug hocherfreut als Paradebeispiel dafür, wie eine erfolgreiche Wirtschaftsansiedlung funktionieren könne. „Alle müssen an einem Strang ziehen. Während andernorts viel über alternative Energien geredet wird, handeln wir.“

Eben dieses kommunale Engagement und die inhaltliche Kongruenz habe man an den beiden bisherigen Standorten Bolanden und Mainz vermisst. Die in Wörrstadt und Alzey spürbare Begeisterung sei neben der günstigen Verkehrsanbindung und Infrastruktur Wörrstadts ein wichtiger Faktor für ihre Standortentscheidung gewesen, betonten beide juwi-Vorstände. „Wir fühlen uns hier sehr willkommen! Das haben wir schon bei den Verhandlungen zur Ansiedlung gespürt“, so der Tenor.

1996 hatten Jung und Willenbacher die Firma juwi gegründet. Vom Zwei-Mann-Betrieb entwickelte sie sich zu einem der führenden Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien mit inzwischen weltweit über 220 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 200 Millionen Euro. Von der Planung und Projektierung der Anlagen über Finanzierung und Realisierung bis hin zur technischen und kaufmännischen Betriebsführung reicht das Komplettangebot. Die Vorstände versprechen sich nun von der Zusammenlegung der bisherigen Standorte Bolanden und Mainz in der Wörrstadter Zentrale eine effizientere Projektbearbeitung und verbesserte interne Kommunikation.

Die beiden Energie-Enthusiasten blicken optimistisch in die Zukunft. Anfang 2008 soll mit dem Bau der neuen juwi-Zentrale  begonnen werden, der Eröffnungstermin mit Ministerpräsident Kurt Beck ist bereits für den 1. Juli 2008 terminiert. Und was die Gesamtentwicklung anbelangt: bis 2015 wollen sie mit weltweit mehr als 1.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro Umsatz machen.

Text Ina Köhler
Foto Margaretha Clement

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