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Agenda 21
Nachhaltigkeitsbericht der VG Wörrstadt

Im Jahr 2005 hatte die VG Wörrstadt im Rahmen ihrer Teilnahme am Projekt 21, dem Modellprojekt der Landesregierung zur kommunalen Nachhaltigkeitspolitik, an einem Nachhaltigkeitsbericht gearbeitet. Die 84 Seiten starke Bestandsaufnahme wurde am 7. Februar 2006 im Verbandsgemeinderat beschlossen. Der Bericht kann über nebenstehenden Link heruntergeladen werden.

Dieser erste Nachhaltigkeitsbericht der Verbandsgemeinde kann den Gemeindegremien wichtige Orientierungs- und Entscheidungshilfen geben, wenn es um eine langfristig verantwortungsvolle, nachhaltige
Kommunalentwicklung geht. Wenn es also beispielsweise darum geht, welche Ressourcen eine Kommune verbraucht und in welchem Maße sie diese verbraucht, um hinreichend Lebensqualität für ihre Bürgerinnen und Bürger zu sichern.

Handlungsfelder im Blick

Sechs Bedürfnis- bzw. Handlungsfelder wurden mit Hilfe so genannter Indikatoren, also Zustandsanzeiger betrachtet. Die ausgewählten Indikatoren untersuchen gezielt die Bereiche, die für die nachhaltige Entwicklung der Kommune von entscheidender Bedeutung sind. Zielkonflikte, wie sie zum Beispiel zwischen der Ausweisung von Gewerbeflächen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Eindämmung des Flächenverbrauches bestehen können, werden dabei nicht unter den Teppich gekehrt.

Das Bedürfnisfeld „Wohnen“ umfasst die Aspekte Flächenverbrauch, Energiesparen, Mietpreise und Lärm. Während der festgestellte sinkende Trend beim Flächenverbrauch und bei den Mietpreisen erfreulich ist, ermöglichen die Bereiche Energieverbrauch und Verkehrslärm derzeit kein grundsätzlich nachhaltiges Wohnen in der VG Wörrstadt. Hier besteht Handlungsbedarf.

Für eine nachhaltige Entwicklung der „Mobilität“ werden integrierende Verkehrskonzepte benötigt, die Raum und Menschen schonen. Derzeit kollidieren die Bedürfnisse der Bewohner nach einem möglichst lärmarmen Wohnen und dem Erhalt unserer schönen Landschaft mit der überwiegenden Praxis, Wege mittels Pkw zurückzulegen. Neue Verkehrskonzepte müssten örtliche und regionale Entwicklungen/Planungen berücksichtigen und mit innerörtlichen verkehrsberuhigenden und -mindernden Maßnahmen verknüpfen.

Im Bereich „Einkommen“ wurde beim Indikator „möglichst umweltschonende Produktion und Beschäftigung“ akuter Handlungsbedarf festgestellt. Die ökologische Landwirtschaft, die auch ein Potenzial an Arbeitsplätzen birgt, hat bei uns noch zu wenig Bedeutung. Auch in Sachen „Zugang zu Verantwortung und Einfluss für Frauen“ sind erhebliche Defizite erkennbar.

Das Bedürfnisfeld „Versorgung“ zeigt bei der Trinkwasserversorgung, den Siedlungsabfällen und der Betreuungssituation für die jüngeren und älteren Bevölkerungsgruppen eine recht akzeptable Situation. Bei Betrachtung der Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs wird deutlich, dass eine Grundversorgung nicht mehr in allen Ortsgemeinden gegeben ist und dass noch zu wenig unter nachhaltigen Gesichtspunkten produziert und gehandelt wird.

Im Bereich „Freizeit, Bildung und Tourismus“ weist die Verbandsgemeinde bereits eine gute Infrastruktur auf. Negativ zu bewerten ist allerdings die geringe Fläche, die dem Einzelnen für Erholungszwecke zur Verfügung steht. Die Integration ausländischer Mitbürger, für die unter anderem die Bildung ein Schlüssel ist, kann aufgrund fehlender aussagekräftiger Daten derzeit noch nicht genauer betrachtet werden. Im Bereich Fremdenverkehr sind erste Strukturen vorhanden, die jedoch noch erheblich ausgebaut werden müssen.

Bei Betrachtung des Bedürfnisfeldes „Teilhabe an Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft" wird deutlich, dass konkurrierende Nutzungsansprüche auf unsere Landschaft Einfluss nehmen: Siedlung, Verkehr und Landwirtschaft einerseits, der Erholung suchende Mensch (Einheimische und Touristen) andererseits. Aus den Erhebungen zur Qualität der Fließgewässer, dem Zerschneidungsgrad der Landschaft, dem Umfang und Zustand der Agrarbegleitbiotope, der unter Schutz gestellten Flächen sowie der Populationsentwicklung von Vogelleitarten ist ein hoher Gefährdungsgrad der Erlebnispotenziale und damit der Attraktivität unserer Kulturlandschaft erkennbar.

Bericht dient als Basis des ersten Handlungsprogramms

Drei durch einen verstärkten Handlungsbedarf gekennzeichnete Bedürfnisfelder kritisierten sich bei der Arbeit am Nachhaltigkeitsbericht heraus: die Mobilität, die Bereiche Erholung und Tourismus sowie der Landschaftsschutz.

Diesen Bereichen gemeinsam ist die Gestaltungsfähigkeit durch die politischen Entscheidungsträger der VG Wörrstadt. Der Verbandsgemeinderat hatte somit als konkretes Thema für die erste Planungswerkstatt festgelegt: "Veränderung unserer Landschaft zur Verbesserung der Situation in den Bereichen Naherholung, Tourismus und Naturschutz."

Die Planungswerkstatt fand am 3./4. März 2006 im Rathaus der Verbandsgemeinde statt, ihre Ergebnisse wurden im ersten Handlungsprogramm der VG Wörrstadt aufgearbeitet. 


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Hier können Sie sich den Nachhaltigkeitsbericht herunterladen. [PDF: 6,2 MB]