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Agenda 21

Konstituierende Sitzung des Agendabeirates der Verbandsgemeinde Wörrstadt am Donnerstag, 10. Februar 2005 um 19.00 Uhr

Zuerst gab sich der Beirat eine Geschäftsordnung für die weitere Arbeit.

Dann stellten die Agruppensprecher dem Gremium ihre Gruppenziele bzw. Leitlinien, Aktivitäten etc. in Kurzvorträgen vor. Hier eine Zusammenfassung:

Arbeitsgruppe "U.N.B.E. handelt“:
Hauptziele sind die Unterstützung der Umwelterziehung an Schulen und das Initiieren von entsprechenden Vorträgen und Kursen an der VHS. Der Wunsch, einen Umweltatlas für die VG Wörrstadt zu erarbeiten, ist derzeit wegen zu geringer Mitgliederzahl noch nicht möglich.

Arbeitsgruppe "Gerechtigkeit und Frieden/Fair Trade“:
Schwerpunkte sind die Unterstützung des Eine-Welt-Handels und der „Kampagne für saubere Kleidung“, bei der es um menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der weltweiten Bekleidungsindustrie geht.  Konkretes Ziel für 2005: Anbieten fair gehandelter Produkte beim Wochenmarkt in Wörrstadt.

Arbeitsgruppe "Kultur“:
Hauptziel ist das Schaffen und Sichern eines breiten, ausgewogenen und anspruchsvollen Kulturangebots in der VG Wörrstadt, vorwiegend durch „Grundlagenarbeit“: Erstellen eines Kulturführers (aktuell auch im Internet), Erarbeiten einer Liste vorhandener Veranstaltungs-räume und einer Statistik der kulturellen Veranstaltungen. Letzteres soll vor allem Defizite im Kulturangebot deutlich machen, gegen die man dann mit Hilfe aller Kulturtreibenden vorgehen will.

Es folgten Erläuterungen von Horst Rupp zur Arbeit des Agendabüros, das sich vorrangig mit der Öffentlichkeitsarbeit, der Repräsentation der Lokalen Agenda bei Kongressen und Foren sowie der Organisation und Leitung der Gruppensprechersitzungen befasst.

Der Agendabeirat beschloss anschließend einstimmig einen Antrag der Agendagruppe Gerechtigkeit und Frieden/Fair Trade, der die Verwendung von fair gehandeltem Kaffee und Tee bei Veranstaltungen der VG Wörrstadt vorsieht.

Beim Antrag der Agendagruppen Verkehr und Umwelt sowie des AGENDA-BUND Mensch und Natur  zu einer Empfehlung zur Verkehrsproblematik  in den Ortsgemeinden Saulheim, Sulzheim und Wörrstadt ergab die
Diskussion, dass ein externer Berater zur Erarbeitung eines Gesamtverkehrskonzeptes eingeschaltet werden solle. Beiratsmitglied Birgit Thörle regte an, eine Hoch- bzw. Fachhochschule anzusprechen und um Hilfe bei den Planungen zu bitten (evtl. im Rahmen einer Semesterarbeit o.ä.). Bürgermeister Markus Conrad stimmte ihr zu und ergänzte, man solle eventuell auch die Städteplaner der Gemeinden einbeziehen.

Frau Zeitinger von der Agendagruppe Verkehr bemerkte, dass es laut Agenda Transfer (Agentur für Nachhaltigkeit GmbH, die in NRW im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz tätig ist) für derartige Projekte Zuschüsse gebe. Horst Rupp hielt es für sinnvoll, bei der LZU nach Fördermöglichkeiten nachzufragen, und Herr Söllner regte an, den Agendagruppen den Auftrag zu geben, Fördermöglichkeiten zu recherchieren.

Ortsbürgermeister Kleinfelder betonte, dass ein externer Berater kein Konzept entwickeln solle, dies müsse intern am „runden Tisch“ geschehen. Ein Berater solle jedoch Ideen liefern. Laut Frau Zeitinger solle ein Berater die vorhandenen Vorschläge prüfen.

Bgm Conrad schlug vor, den Antrag der Agendagruppe dahingehend zu ergänzen, dass durch die Verwaltung und durch die Agendagruppen nach Fördermöglichkeiten gesucht werden solle, um einen externen Berater bezahlen zu können. Diesem Vorschlag wurde bei einer Enthaltung (mit der oben genannten Ergänzung) vom Beirat zugestimmt.

Bürgermeister Conrad teilte dann mit, dass die Verbandsgemeinde als Modellkommune des Projekts21 ausgewählt wurde. Eine interne Arbeitsgruppe (5 Mitglieder) befasse sich damit. Im Sommer soll ein Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt werden, danach werde in Zusammenarbeit mit ICLEI ein Handlungsprogramm entwickelt. Im März 2006 sollen die Ergebnisse des Projekts auf dem landesweiten Agendakongress vorgestellt werden.

Frau Thörle schlug vor, mit dem ICLEI-Vertreter zu besprechen, ob das Projekt der Agendagruppe Verkehr eventuell ein Projekt des Handlungsprogramms sein könnte. Man solle hierfür auch die Kontakte zum Umweltministerium nutzen.

Der Agendabeirat beschloss, dass die Mitarbeiter der Verwaltung näher über die Lokale Agenda 21 informiert werden sollen.


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