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  Erstes Blockheizkraftwerk nimmt Arbeit auf

An der Grundschule Saulheim wurde das erste Blockheizkraftwerk (BHKW) in einem öffentlichen Gebäude in der Verbandsgemeinde Wörrstadt in Betrieb genommen und versorgt nun von der benachbarten Turnhalle aus auch alle Räume der Grundschule mit Strom und Wärme.


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Von links: Christoph Zeis erläutert Schulleiter Josef Hulten, Ira Hahn (Verwaltung),  Saulheims Beigeordnetem Peter Steinruck und Bürgermeister Markus Conrad die Wirkungsweise des neuen Blockheizkraftwerks.

Bürgermeister Markus Conrad bezeichnete dies als Startschuss dafür, auch andere öffentliche Gebäude unter die Lupe zu nehmen, um den Einsatz derartiger Systeme zu prüfen. „Das Thema Energiesparen ist aktueller denn je und wir wissen, dass wir künftig nach noch wirtschaftlicheren und vor allem auch umweltgerechteren Lösungen suchen müssen“, betonte er.  

Kinder und Lehrerschaft mussten schon häufiger frieren, weil der alte Heizkessel der Grundschule Probleme machte. "Wir ließen von der Energie-Dienstleistungsgesellschaft Rheinhessen Nahe (EDG) ein Gutachten erstellen. Es zeigte, dass die Heizanlage in der Turnhalle eigentlich überdimensioniert war und ausreichte, um auch noch die Grundschule zu heizen", erklärte Conrad. Die EDG investierte als Betreiber des neuen Blockheizkraftwerks 90.000 Euro in den neuen Brenner und die erforderlichen Arbeiten zur technischen Verbindung der beiden Gebäude. In 15 Jahren wird das BHKW in den Besitz der VG übergehen.

„Durch die neue Anlage“, beschreibt Christoph Zeis von der EDG die Vorzüge des BHKW, „schlägt die Schule zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie kann beide Gebäude damit heizen und auch gut 90 Prozent des Strombedarfs selbst erzeugen. Der über Nacht erzeugte Strom, der nicht im Gebäude genutzt wird, wird zudem ins öffentliche Stromnetz eingespeist, wofür es eine finanzielle Vergütung gibt. Die Effektivität dieser Anlage beruht auf der Nutzung der Abwärme." Der CO2-Ausstoß sei jährlich 40 Prozent niedriger als bei der bisherigen Situation, was einer Einsparung von etwa 30 Tonnen Co2 entspreche, die beim Verbrauch von vergleichsweise 120.000 Litern Öl entstehen würden.

Erfreulich für die Hausmeister sei die die Fernüberwachung durch die EDG. "Sollte tatsächlich einmal eine Störung eintreten, was wir bei diesem System fast ausschließen können, dann erhalten wir automatisch eine SMS - noch bevor Sie die Störung bemerken", versprach er den Herren Jung und Bernhard sowie Schulleiter Josef Hulten und Konrektor Karl-Heinz Büffor.  Im Namen der Schule bedankte sich der Schulleiter bei der EDG und der Verbandsgemeinde für diese Investition.