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                         Ruheschutz- Gesundheitsschutz 

Unter dem provokativen Titel „Ruhe bitte - Wohin mit dem akustischen Abfall“ lud die Agendagruppe
„Verkehr und Umwelt“ der VG Wörrstadt zu einer Informationsveranstaltung in den Ratssaal der VG
Wörrstadt ein. Ursula Bloedel, Gesundheitsberaterin, zeigte in einem anschaulichen Vortrag auf, welchen
gesundheitlichen Risiken man durch Lärm ausgesetzt ist.

Beklagt wurde in diesem Zusammenhang, dass sich viele Menschen heute in der Freizeit bewusst sehr
hohen Lärmpegeln aussetzen. So entspricht der Lärmpegel von MP3-Playern dem Geräusch der Turbinen
eines Flugzeuges in ungefähr 30-40 Metern Entfernung. Den Zuhörern wurde schnell klar, dass
Schädigungen nicht nur das Gehör betreffen. Denn unser Ohr ist über 24 Std. das Einfallstor für die
Schallwellen und über die Verbindung zum Nervensystem hat der Schalldruck ab einer bestimmten Höhe
negative Auswirkungen auf den gesamten Körper. Denn Lärm wirkt oberhalb von 60 dB A als Stressfaktor
auf unser Nerven- und Hormonsystem. Durch die Freisetzung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol
werden Fehlsteuerungen veranlasst, die wiederum zu Erkrankungen in verschiedenen Organen führen
können. Die Risiken für Herz- und Kreislauferkrankungen, Störungen des Verdauungs- und Immunsystems
und der Schilddrüse nehmen zu. Das Argument „An Lärm kann man sich gewöhnen“ wird so ebenso
widerlegt wie die Meinung, dass man trotz des Lärms gut schläft. „Denn“, so Frau Bloedel „auch ohne
aufzuwachen ist der Schlaf  weniger erholsam, da Tiefschlaf- und Traumphasen gestört werden.“  Ein
eingeschränktes Leistungsvermögen im Alltag ist dann nicht mehr nur ein individuelles Problem.

Die Anwesenden nutzten im Anschluss an das Referat die Möglichkeit, ihre Fragen an die Referentin zu
richten. Es folgte ein sehr reger Austausch über die eigenen Erfahrungen mit den unterschiedlichsten
Lärmquellen. Zum Schluss der Veranstaltung lautete eine übereinstimmende Erkenntnis, dem 
Lärmproblem zukünftig  im Bewusstsein der Bevölkerung, vor allem auch  der jungen Generation, eine
größere Bedeutung beimessen zu müssen. Hiermit kann und sollte jeder in seinem eigenen Umfeld
beginnen.

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