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Bürgermeister fördert Schülerfirma
- für 10 Euro Aktionär


Seit 5. Dezember 2002 ist Bürgermeister Gerhard Seebald - neben Innenminister Walter Zuber und Wirtschaftsminister Hans-Arthur Bauckhage - stolzer Besitzer eines Anteilsscheins der Schülerfirma 25dot.com in Nieder-Olm, die im September 2002 gegründet wurde. Die Klasse 10f des dortigen Gymnasiums beabsichtigt, mit dem Grundkapital von 75 verkauften Anteilscheinen einen modernen Schülerkalender zu produzieren und zu vertreiben. „Und natürlich wollen wir mit unserer Geschäftsidee für unsere Aktionäre auch Gewinn erwirtschaften,“ machte Karolina Zawada dem VG-Chef äußerst professionell das finanzielle Engagement schmackhaft.


Zusammen mit „Verwaltungsmitarbeiterin“ Katharina Becker und weiteren 16 festen sowie 6 freien „Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“ erhält die in der Technik arbeitende Karolina durch das Projekt „Junior“ praktische Einblicke ins Wirtschaftsleben. Junior steht für „Junge Unternehmen initiieren, organisieren, realisieren“. Das Instituts der Deutschen Wirtschaft, Köln, ermöglicht hiermit Schülern die Gründung einer konkurrenzfähigen Firma.

Der Kalender soll beim Tag der offenen Tür und beim Schuljubiläum im kommenden Jahr präsentiert werden. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg. „Einige Stunden muss jeder von uns in der Woche schon aufbringen,“ berichtet Katharina, „und oft geht für unsere Firmensitzungen die Mittagspause drauf.“ Doch ganz ohne Hilfe komme man wohl nicht aus, so Karolina. „Im grafischen Bereich suchen wir noch professionelle Unterstützung, vielleicht von einem Grafikstudenten, der daraus seine Semester- oder Examensarbeit macht.“ Wer die Schülerfirma unterstützen will, wird unter contact@25dot.com um Kontaktaufnahme gebeten.

Auf ein Jahr ist das Projekt festgelegt, und am Ende des Schuljahres soll der Schülerkalender erscheinen, der auf 150 bis 200 Seiten die Eigenschaften eines Kalenders mit denen eines Hausaufgabenheftes vereinen wird. „Wir wollen damit Geld verdienen, aber auch im Junior-Wettbewerb viele Punkte machen,“ bringt Karolina die Zielsetzung auf den Punkt. 25 Prozent des Gesamtgewinns, soviel steht jedenfalls fest, werden für das Projekt „Intiganda“ (die Starken) in Butare/Ruanda gespendet, das versucht, Straßenkindern den Weg in ein eigenständiges Leben zu ebnen.