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Einladung zum 4. Unternehmerforum der Verbandsgemeinde Wörrstadt

Seit März 2004 lädt Verbandsbürgermeister Markus Conrad in regelmäßigen Abständen zu einem Unternehmerforum ein. Gut 70 Unternehmer, Gewerbetreibende und Freiberufler waren der Einladung zum ersten Unternehmerforum gefolgt, bei jedem Treffen sind weitere Interessierte dabei.

Gemeinsam mit Verbandsbürgermeister Markus Conrad und Günter Brück, Vorstandsmitglied der Volksbank Alzey, befassen sich die Teilnehmer des Unternehmerforums mit der Zukunft des Wirtschaftsstandortes VG Wörrstadt. Das Forum ist eine ideale Plattform zum konstruktiven Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen der Verwaltung und den Unternehmen. Durch diesem Austausch soll die Entwicklung unserer Verbandsgemeinde vorangetrieben werden, denn nur gemeinsam können die Attraktivität unserer Region gesteigert und Arbeits- sowie Ausbildungsplätze erhalten oder neu geschaffen werden.


4. Unternehmerforum der Verbandsgemeinde Wörrstadt


   
Zum vierten Mal lud die VG Wörrstadt Selbstständige und 
   Freiberufler aus der VG zum Unternehmerforum ein.
VG-Chef
   Markus Conrad hob hervor, dass das Unternehmerforum einen
   wichtigen Beitrag leiste zum Erfahrungsaustausch zwischen der
   Wirtschaft und der Verwaltung in der Verbandsgemeinde. In 
   diesem Forum sollen Ideen eingebracht werden, die den
   Standort Wörrstadt weiter stärken.
  
  
Conrad sieht durchaus optimistisch in die Zukunft der
   Verbandsgemeinde mit ihren rund 29.000 Einwohnern. 2100 
   mittelständische Betriebe haben 3800
   sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen. Ein
   wichtiger wirtschaftlicher Faktor in der VG ist der Tourismus - in
   den registrierten Beherbergungsbetrieben wurden im
   vergangenen Jahr 11.000 Gäste und 20.700 Übernachtungen
   gezählt. Ein Wermutstropfen in der Statistik sind allerdings die 915 Arbeitslosen in der VG, davon 112 unter 25 Jahren und 188 über 55 Jahre alt.

Günter Brück von der Alzeyer Volksbank, dem Kooperationspartner der VG in Sachen Unternehmerforum, betonte, dass erst fünf Prozent des Jahres 2005 vorbei seien und trotzdem schon zwei positive Ereignisse hoffen lassen, dass sich in diesem Jahr der wirtschaftliche Aufschwung verstärkt fortsetze. Die doch recht reibungslose Einführung von Hartz IV sowie der problemlose Start der LKW-Maut geben Grund zu Optimismus. Allerdings seien auch im vergangenen Jahr die Wirtschaftsweisen von einem höheren Wachstum ausgegangen. Im Laufe des Jahres wurden die Zahlen weiter nach unten korrigiert, am Ende waren es noch 1,7%.

Neben der Vorstellung zweier mittelständischer Unternehmen aus der VG, der Firma Freund Land- und Weinbautechnik und der Firma Agrostat, stand der Vortrag des Staatssekretärs Walter Strutz vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Staatssekretär Strutz nahm den Faden seiner Vorredner auf, goss aber gleich etwas Wasser in den Wein. Er führte die 1,7% Wirtschaftswachstum in erster Linie auf den boomenden Export zurück. Auch dürfe man nicht vergessen, dass im vergangenen Jahr der eine oder andere Feiertag auf Samstag oder Sonntag fiel. Trotzdem geht auch Strutz davon aus, dass sich die Konjunktur in Deutschland, im Sog der anziehenden Weltwirtschaft, weiter erholen wird.

Ein Schwerpunkt für die Landesregierung in Rheinland-Pfalz ist die Förderung mittelständischer Unternehmen, hier muss Chancengleichheit mit den großen international tätigen Konzernen geschaffen werden. Immerhin arbeiten 75% aller sozialversicherten Arbeitnehmer in mittelständischen Unternehmen.

Ein weiteres Anliegen ist der Ausbau der Verkehrswege. Skeptisch steht Strutz der Einführung einer PKW-Maut gegenüber. In einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz sind viele Menschen auf ihr Auto angewiesen, sie werden ohnehin finanziell bereits sehr belastet. So ist der Staatsanteil an den Energiekosten seit 1998 von 25 % auf 40% gestiegen.

Trotzdem ist Strutz der Meinung, dass die Deutschen allen Grund haben, selbstbewusst zu sein, worüber die deutsche Mentalität, möglichst viel zu klagen, oft hinwegtäusche. „Wir sind Exportweltmeister, wir sind im Bereich Hochtechnologie in der Weltspitze, aber wir müssen Hochtechnologie auch zulassen, vor allem im eigenen Land“, so Strutz. „Es ist schon traurig, wenn man nach China reisen muss, um ein Stück deutsches Hightech zu sehen, weil der Transrapid hier keine Chance bekommen hat. Es ist auch gefährlich, wenn immer mehr deutsche Forscher ins Ausland gehen, weil dort die Rahmenbedingungen für Forschung und Technik besser sind.“ Hier sieht Strutz großen Handlungsbedarf. „Ein wenig mehr Patriotismus kann uns hier gut tun.“

In der anschließenden Diskussion wurden konkrete Fragen zu den Förderbedingungen für mittelständische Betriebe beantwortet. Es kam aber auch deutlich zur Sprache, dass viele Unternehmer unter den starken Regulierungsmaßnahmen durch den Staat zu leiden haben. „Alles läuft sehr schleppend“, zog ein Teilnehmer als Fazit.

Text und Foto L.Th.

Quelle: Verbandsgemeinde Wörrstadt