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Wahl zur Deutschen Weinkönigin 2003

Ein Bus voll mit Familienmitgliedern, Freunden und Fans machte sich auf den Weg nach Neustadt an der Weinstraße um ihre Kathrin I., ihres Zeichens Weinkönigin 2002/2003 der Region Rheinhessen, persönlich und stimmlich bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin zu unterstützen. Da durften denn auch Verbandsbürgermeister Markus Conrad, Ortsbürgermeister Walter Klippel und1.Beigeordneter Martin Fölix nicht fehlen. Sie alle hofften und wünschten, daß die erfolgreiche Arbeit der liebenswerten Saulheimerin nun, im wahrsten Sinne des Wortes, ihre Krönung finden würde. Unterwegs wurden schon mal ein paar Gläschen getrunken und so kam man frohen Mutes mit Fähnchen, Transparenten und bester Stimmung am Saalbau in Neustadt an. Sofort wurde klar, daß dort gewaltige Konkurrenz wartete, denn der Platz vor der Festhalle war schon mit lautstarken Schlachtenbummlern" aus allen Weinanbaugebieten Deutschlands besetzt.

Im festlich dekorierten Saal nahm man dann seine Plätze ein und wurde vom Team des SWR - Fernsehens auf den Abend vorbereitet. Aus jeder Region mussten sich die Begleittruppen lautstark zu Wort melden, damit sie bei der späteren Übertragung im Fernsehen auch gut von den Kameraleuten eingefangen werden konnten, wenn die jeweilige Kandidatin sich präsentierte. Durch das Programm führte Moderator Jan Hofer, vielen auch von der Sendung "Fröhlicher Weinberg" bekannt. Dazu kam ein gut aufgelegter Stimmenimmitator des SWR 3, Andreas Müller, der den Kandidatinnen so manches Rätsel aufgeben sollte.

Nachdem einige Prominente und die letztjährige Deutsche Weinkönigin das Publikum begrüßt und über die vielen Termine eines gekrönten Hauptes berichtet hatten ging es pünktlich um 20 Uhr 16 nach der Tagesschau los. Schon hier zeigte es sich, daß Kathrin I. es schwer haben würde, denn sie musste sich als erste Starterin dem Publikum und den Juroren stellen. Vorausgegangen war eine fachliche Befragung am Nachmittag unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch Weinexperten.Nachdem Kathrin sich und ihre Region in einem kleinen Fernsehclip vorgestellt hatte, musste sie dem passionierten Biertrinker Kanzler Schröder alias Andreas Müller davon überzeugen, dass ein Gläschen Wein, zur richtigen Zeit getrunken, Entspannung und Esprit entfacht. Nicht nur nach Meinung der mitgereisten Saulheimer Delegation, machte Kathrin ihre Sache hervorragend. Am Ende hatten alle 13 Bewerberinnen ihren Part mit viel Bravour gemeistert und es wurde spannend.

In diesem Jahr, zur Wahl der 55. Deutschen Weinkönigin, wurde erstmals ein etwas anderer Modus des Wettbewerbes gewählt. Von den 13 Kandidatinnen schieden 8 junge Damen mit der niedrigsten Punktzahl direkt aus und unter den 5 verbliebenen Gebiets-Weinköniginnen wurden nach nochmaliger kurzer Befragung die Deutsche Weinkönigin und 2 Deutsche Weinprinzessinen gekürt. Leider schied Kathrin schon in der Vorrunde aus und die Saulheimer Schlachtenbummler waren sehr enttäuscht, hatten sie Kathrin doch zumindest unter den 5 verbliebenen Bewerberinnen vermutet. Alles Fähnchen schwenken, lautstarke Unterstützung und eine wirklich gut aufgelegte Kathrin hatte nicht zum erhofften Erfolg geführt. Viele vermuteten, daß dem Proporz Rechnung getragen wurde und Kathrin eben diesem zum Opfer fiel, da in den vergangenen Jahren die Rheinland - Pfälzischen Regionen immer in vorderster Reihe vertreten waren. So ging etwas überraschend, aber sicher nicht unverdient die Vertreterin der Region Franken, Nicole Then als Siegerin hervor und wird mit ihren beiden Prinzessinnen Lisa Edling von der Hessischen Bergstraße und Antje Wiedemann aus den Sächsischen Anbaugebieten den Deutschen Wein im In- und Ausland vertreten.

Kathrin wurde von ihren Fans begeistert gefeiert und mit Blumen geehrt. Natürlich war sie im ersten Augenblick sehr enttäuscht. Doch wer Kathrin kennt weiß, dass sie eine faire Verliererin ist und den siegreichen jungen Damen fest die Daumen drückt, für die bevorstehenden, nicht immer leichten Aufgaben. Und schließlich hat sie eigentlich auch gar keinen Grund traurig zu sein, denn hinter ihr liegen wundervolle Jahre als 2-malige Weinkönigin der Verbandsgemeinde Wörrstadt und als Rheinhessische Weinkönigin. Sie hat durch ihre liebenswerte und charmante Art viele Herzen gewonnen und dafür gebührt ihr der Dank aller Freunde Rheinhessischer Weinkultur. Nicht zuletzt hat sie auch eine ganze Menge für ihren Heimatort Saulheim getan.

Deshalb, liebe Kathrin, ganz herzlichen Dank und nun hast du Zeit und Ruhe dich wieder ganz auf dein Studium zu konzentrieren. So eine wie du wird bei anderen Gelegenheiten noch viel Erfolg haben und durch deine Teilnahme an dem Wettbewerb hast du den Saulheimern einen unvergesslichen Abend geschenkt und für dich und deine Zukunft sicher viel Erfahrung gewonnen.

16.10.2003 
Quelle: Nachrichten-Blatt vom 06.11.2003