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Wasser, unser kostbarstes, aber knappes und bedrohtes Gut

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

für uns Mitteleuropäer ist es trotz des diesjährigen heißen und trockenen  Sommers ein unvorstellbarer Gedanke: Süßwasser wird knapp auf dieser Erde!

Die Menge des Wassers insgesamt bleibt vorerst konstant, doch die Zahl der Menschen, die von derselben Menge Wasser leben, nimmt ständig zu. Das betrifft vorwiegend zuerst  einmal die Länder des südlichen Teiles der Erdkugel, auf Dauer werden wir von dieser Misere jedoch nicht verschont bleiben. Pessimisten, und diese Leute sind durchaus glaubwürdig, stellen heute schon die Behauptung auf, dass Kriege der Zukunft um die Nutzung des Wassers geführt werden. Ein erschreckendes Bild, doch durchaus nicht unrealistisch. Laut Auskunft der UNESCO überschreiten 261 Flüsse nationale Grenzen. Um das Wasser von Euphrat und Tigris streiten sich bereits heute die Türkei, Syrien und der Irak, um das Wasser des Jordan Israel, Jordanien und Palästina. Äthiopien und die Länder der Sahel-Zone Mali und Niger leiden bereits seit Jahrzehnten unter Dürrekatastrophen. Teneriffa, bei Deutschen als Ferieninsel beliebt und bekannt, importiert sogar bereits Wasser mit Tankschiffen. Länder Nordafrikas, die ebenfalls unter Wassermangel leiden, sind gezwungen, Getreide und sonstige lebensnotwendige Güter aus Staaten mit ausreichend Wasservorräten zu beziehen. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Wassermangel treibt jedoch viele dazu, ihr Heimatland zu verlassen und sich in die angeblich „reichen“ Länder Europas und Amerikas abzusetzen. In ihrer Not sehen diese Flüchtlinge sehr oft keinen anderen Ausweg. Eine kleine Völkerwanderung ist bereits im Gange.

Zudem: Wasser muss nicht nur vorhanden, es muß auch sauber sein. Verschmutztes Trinkwasser führt zu Durchfall, Darmwürmern oder Bilharziose. Verschmutztes Wasser und mangelhafte Abwasserentsorgung sind laut UNESCO die Ursache für 80% aller Krankheiten in den Entwicklungsländern, auch die Lungenkrankheit SARS, die zu Jahresanfang in China grassierte und weltweit für Schlagzeilen sorgte, wird auf diese Ursachen zurückgeführt. Viele Länder, insbesondere des Südens, haben wegen zu knappen Wassers bereits ihre Grundwasservorräte  angegriffen. Wasser, das wegen zu geringer Niederschläge unwiderruflich verloren sein wird.

 Die Menschheit, derzeit ca. 6 Milliarden Individuen, wächst jedes Jahr um weitere 80 Millionen. Und alle diese werden Wasser benötigen, sie werden essen und trinken wollen, sie werden Hygienebedürfnisse haben und dies alles mit dem geringen Vorrat an Süßwasser abdecken müssen. Wie lange wird dies gut gehen, ohne dass es zu Eruptionen führt? Übrigens, der Verbrauch an Süßwasser setzt sich wie folgt zusammen: 8% verbrauchen private Haushalte, 22% die Industrie, aber 70% die Landwirtschaft.

 Wir alle müssen sparen, aber wussten Sie, dass zur Produktion eines Kilos Zitronenfrüchte 1.000 Liter Süßwasser nötig sind, 1.500 Liter Wasser braucht die Erzeugung eines Kilos Getreide, für ein Kilo Lammfleisch braucht man 10.000 Liter, für ein Kilo Rindfleisch ca. 15.000 Liter (das Wasser für die Futterpflanzen der Tiere ist hierbei eingerechnet). Das Essen von weniger Fleisch spart Wasser, das ist offensichtlich. Zudem: brauchen wir wirklich Blumen aus Kenia oder Kolumbien, aus Ländern mit akuter Wasserknappheit?

Liebe Leserin, lieber Leser, wir wollen keine Panik hervorrufen, wir wollen Sie auch nicht zu reinen Vegetariern machen. Wir wollen lediglich ein kleines bisschen  Nachdenklichkeit hervorrufen. Denn: Ohne Wasser gibt es kein Leben, sei es Mensch oder Tier, ohne Wasser keine Lebensmittel, die wir alle zum Überleben benötigen.  Wasser ist unser Schicksal, so einfach ist dies alles. Wir leben nicht auf einer Insel der Glückseligkeit, jede Menge an Herausforderungen müssen gemeinsam gemeistert werden.

Deshalb:
Gemeinsamkeit macht stark. Bringen Sie Ihre Ideen ein, machen Sie mit.
Agenda 21 ist gelebte und praktizierte Demokratie!

Sprechzeiten des Agendabüros im Rathaus der VG Wörrststadt – Lothar Christ und Horst Rupp:
Donnerstag 15.30 – 17.30 Uhr, am 1. Donnerstag im Monat 15.00-17.00 Uhr. Tel. 06732/601-203 oder 601-200.

Termine:
Agendagruppe Lärm
Vortrag über die „Zukunftsinitiative Lokale Agenda 21 Olsbrücken“ am Donnerstag, dem 6. November, um 20.00 Uhr im Ratssaal der Verbandsgemeindeverwaltung.

Agendagruppe U.N.B.E. handelt
Vortrag „Alternativ Heizen“ am Donnerstag, dem 6. November, um 19.30 Uhr in der Aula der IGS im Schulzentrum Wörrstadt.

06.11.2003 
Quelle: Nachrichten-Blatt vom 06.11.2003