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VG-Jugendpfleger hilft bei Jobsuche



Seit März dieses Jahres ist

Martin Lauterbach
Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Wörrstadt


und steht für rund 2.000 Jugendliche als Ansprechpartner zur Verfügung. In der letzten Verbandsgemeinderatssitzung gab er einen ersten Zwischenbericht über seine Arbeit.

Ein Schwerpunkt, so der Jugendpfleger, liege hierbei
auf der Hilfe bei Ausbildungsplatz- und Jobsuche. „Vornehmlich junge Sozialhilfeempfänger gehören zu meiner Klientel,“ betont der 33-Jährige Sozialpädagoge, „und dies sind derzeit 19 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren.“ Von diesen konnte Lauterbach inzwischen drei in ein Arbeits- bzw. Ausbildungsverhältnis vermitteln, vier wurden zur Verbesserung ihrer Qualifikation für die Arbeitswelt in berufsvorbereitenden Maßnahmen untergebracht. Einen Jugendlichen konnte der Jugendpfleger dazu bewegen, wieder die Schule zu besuchen, um einen Abschluss nachzuholen, und ein Jugendlicher absolviert momentan ein Berufspraktikum.
„Aus Krankheitsgründen können zwei Jugendliche derzeit nicht vermittelt werden, drei sind wegen Heimunterbringung bzw. Umzug nicht mehr in der Betreuung und drei wollen aus verschiedenen Gründen auf eine Erwerbstätigkeit bzw. weiterführende Maßnahme verzichten,“ so Lauterbach.

30 bis 35 weitere Jugendliche, die jetzt noch zur Schule gehen, werden in absehbarer Zeit in seine Obhut kommen, zu einigen hat er bereits Kontakt aufgenommen. Für das kommende Jahr ist ein mehrtägiges Berufsinformationscamp für Achtklässer geplant. Es soll die Schüler mit Ansprechpartnern von Handwerksbetrieben, Trägern von Fortbildungsmaßnahmen etc. in möglichst ungezwungenem Rahmen zusammenbringen und einen intensiven gegenseitigen Austausch ermöglichen.

Einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit sieht Lauterbach in der Unterstützung der Jugendarbeit in den
13 Ortsgemeinden. So kann er beispielsweise den Gemeinderäten für die Entscheidungsfindung, ob im
Ort ein Jugendtreff eingerichtet werden kann oder nicht, wichtige Informationen liefern bzw. offene Fragen klären. In neun Gemeinden gibt es bereits Jugendtreffs, und in vier Gemeinden sind sie geplant bzw. in Aufbauarbeit. In Wallertheim hat Lauterbach den Förderverein, der zur Einrichtung eines Jugendtreffs gegründet worden war, bei wichtigen Fragen beraten.

Doch auch für die bereits bestehenden Jugendtreffs ist er aktiv: durch eine Jugendtreff-Olympiade soll beispielsweise versucht werden, die Jugendtreffs der Verbandsgemeinde zu vernetzen. Dabei sollen die Jugendlichen selbst über mögliche Disziplinen der Olympiade entscheiden und die Wettkämpfe, die
reihum in den Treffs durchgeführt werden sollen, weitgehend selbständig organisieren.

Langeweile und mangelnde Aufmerksamkeit sind die häufig auftretenden Probleme in der heutigen Lebenswelt der Jugendlichen. Gerade bei der gemeinsamen Gestaltung der freien Zeit sieht Lauterbach somit die große Chance, Jugendlichen Perspektiven und Orientierung zu geben. Mit dem Jugendpfleger
von Wörrstadt und dem Jugendpfleger von Partenheim/Jugenheim/Stadecken-Elsheim arbeitet er daher
an zusätzlichen Freizeitangeboten, die 2004 auf VG-Ebene stattfinden sollen, wie ein Open-air-Konzert
und ein Open-air-Kino.

Da für die Betreuung solcher Angebote und auch der Jugendtreffs stets Helfer erforderlich sind, hat sich der VG-Jugendpfleger die Schulung ehrenamtlicher Betreuer auf die Fahnen geschrieben. Engagierten Jugendlichen und Erwachsenen sollen die erforderlichen pädagogische Grundlagen, rechtliche Kenntnisse etc. vermittelt werden.

„Für eine erfolgreiche Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit ist der fachliche Austausch unerlässlich,“ so Lauterbach. Dieser findet im Arbeitskreis „Kommunale Jugendpfleger“ statt, an dessen Sitzungen er regelmäßig teilnimmt. Hier wird ein Netzwerk von Jugendpflegern des Landkreises aufgebaut, werden gemeinsame Projekte geplant und durchgeführt und erfolgt auch die Weiterbildung der Jugendpfleger für
die erforderliche Qualitätsentwicklung in der Jugendarbeit.

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