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Tipps für das Verhalten in verkehrsberuhigten Straßen
Straßenverkehr und Verkehrssicherheit ist ein Thema, das alle betrifft.
Besonders in den Wohngebieten treffen Verkehrsteilnehmer mit unterschiedlichen Interessen aufeinander: Spielende Kinder wollen am liebsten die ganze Straße nutzen - oft tun sie dies auch. Fußgänger möchten gefahrlos den Gehweg nutzen oder die Fahrbahn überqueren. Autofahrer und Zweiradfahrer möchten ungehindert und möglichst schnell ihr Ziel erreichen etc. Verkehrsberuhigende Maßnahmen dienen hier der Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere der schwächeren Verkehrsteilnehmer, wie Kinder, Senioren, Fußgänger und Radfahrer.

In Wohngebieten werden daher immer mehr Straßen durch eine entsprechende Beschilderung als "Verkehrsberuhigter Bereich" ausgewiesen. Die Gleichberechtigung und das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer eines verkehrsberuhigten Bereiches werden durch bauliche Maßnahmen verdeutlicht, indem auf die übliche Trennung zwischen Fahrbahn und Gehweg - z. B. durch eine Bordsteinkante - verzichtet wird.
Oft ist den Verkehrsteilnehmern allerdings nicht ganz klar, welche Regeln innerhalb eines solchen Bereiches gelten. Gefordert sind vor allem partnerschaftliches Verhalten eines jeden Einzelnen verbunden mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Verständnis. Darüber hinaus gelten folgende Regeln:

Regeln für Autofahrer und Zweiradfahrer
- Sie müssen Schrittgeschwindigkeit einhalten, d. h. ca. 4-7 km/h. Der Kraftfahrer muss sich
   demnach an Fußgängern orientieren bzw. diese Geschwindigkeit aus Erfahrung abschätzen.
- Fahrzeugführer dürfen die Fußgänger weder gefährden noch behindern, wenn nötig müssen sie
  warten.
- Das Parken ist nur auf den dafür vorgesehenen Flächen zulässig, davon ausgenommen sind das
  Ein- und Aussteigen sowie das Be- oder Entladen.
- Wer einen verkehrsberuhigten Bereich verlässt, hat sich so zu verhalten, als fahre er aus einem
  Grundstück heraus, d. h. querende Fußgänger haben Vorrang und der fließende Verkehr hat
  Vorfahrt. Dies bedeutet, dass hier zur Verkehrsregelung kein gesondertes Schild "Vorfahrt
  gewähren" erforderlich ist.

Regeln für Fußgänger
- Sie dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen, Kinderspiele sind überall erlaubt. (Kinder
  bis zu 6 Jahren unterliegen aber auch hier der Aufsichtspflicht der Eltern).
- Sie dürfen den Fahrzeugverkehr nicht unnötig behindern, d. h. Fußgänger haben keinen
  vorrangigen Nutzungsanspruch vor dem Autofahrer, sondern alle Verkehrsteilnehmer sind
  gleichberechtigt.
- Der "verkehrsberuhigte Bereich" (Zeichen 325 StVO) ist keinesfalls eine Spielstraße im Sinne der
  Straßenverkehrsordnung (StVO).
- In einer Spielstraße dürfen weder motorisierte Fahrzeuge noch Radfahrer fahren. Diese Straße
  ist ausschließlich Fußgängern und spielenden Kindern vorbehalten.

Bitte beachten Sie, dass Sie nach § 3 StVO als Fahrzeugführer ohnehin dazu verpflichtet sind, sich gegenüber Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so zu verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Diese Verpflichtung gilt natürlich ganz besonders in einem verkehrsberuhigten Bereich, in dem Kinderspiele überall erlaubt sind!