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Folgende Namenserklärungen werden entgegengenommen und beurkundet:

1. Nachträgliche Bestimmung eines gemeinsamen Ehenamens

Wenn bei der Eheschließung kein gemeinsamer Ehename bestimmt worden ist
und die Ehe noch besteht, kann die gemeinsame Erklärung zur Bestimmung eines gemeinsamen Ehenamens nachgeholt werden.

Erforderliche Unterlagen:
• Abschrift aus dem Familienbuch
• Personalausweis oder Paß


2. Hinzufügung eines Namens zum Ehenamen

Der Ehegatte, dessen Geburtsname nicht gemeinsamer Ehename geworden ist, kann dem Ehenamen seinen Geburtsnamen oder den zum Zeitpunkt der Bestimmung des Ehenamens geführten Familiennamen hinzufügen (voranstellen oder anfügen), sofern der Ehename nicht aus mehreren Teilen besteht. Besteht der hinzuzufügende Name aus mehr als einem Teil, kann nur ein Teil dieses Namens hinzugefügt werden.

Erforderliche Unterlagen:
• Abschrift aus dem Familienbuch
• Personalausweis oder Reisepaß


3. Widerruf der Hinzufügung eines Namens zum Ehenamen

Die Erklärung nach Ziffer 2. über die Hinzufügung eines Namens zum Ehenamen kann widerrufen werden, eine erneute Hinzufügung ist dann nicht mehr möglich.


4. Wiederannahme eines früheren Namens

Ein Ehegatte, der einen Ehenamen führt, kann nach Auflösung der Ehe seinen Geburtsnamen oder den bis zur Bestimmung des Ehenamens geführten Familiennamen wieder annehmen. Kinder unter 5 Jahren, die den Familiennamen des/r Erklärenden als Geburtsnamen führen, nehmen an der Namensänderung teil, ältere Kinder nur, wenn sie sich der Namensführung anschließen.

Erforderliche Unterlagen:
• Abschrift aus dem Familienbuch
• Personalausweis oder Reisepaß


5. Namenserteilung

a) durch einen wiederverheirateten Elternteil und dessen Ehegatte

Der Elternteil, dem die elterliche Sorge für ein unverheiratetes Kind allein zusteht, und sein Ehegatte, der nicht Elternteil des Kindes ist, können dem Kind ihren Ehenamen erteilen. Sie können diesen Namen auch dem von dem Kind zur Zeit der Erklärung geführten Namen voranstellen oder hinzufügen.
Voraussetzungen:
• Kind muß noch minderjährig und unverheiratet sein
• der erklärende Elternteil muß das alleinige Sorgerecht haben

Erforderliche Unterlagen:
• Abstammungs- bzw. Geburtsurkunde des Kindes
• Nachweis über das alleinige Sorgerecht
• Abschrift aus dem Familienbuch des erklärenden Elternteils
• Einwilligung des anderen Elternteils, wenn das Kind dessen Namen führt
• Einwilligung des Kindes, wenn es das 5. Lebensjahr vollendet hat
• Personalausweis/Reisepaß der Erklärenden

b) durch den alleinsorgeberechtigten Elternteil

Der Elternteil, dem die elterliche Sorge für ein unverheiratetes Kind allein zusteht, kann dem Kind den Namen des anderen Elternteils erteilen.
Voraussetzungen:
• der erklärende Elternteil muß das alleinige Sorgerecht haben
• wirksame Anerkennung der Vaterschaft muß vorliegen
• Kind muß noch minderjährig und unverheiratet sein
Erforderliche Unterlagen:
• Abstammungs- bzw. Geburtsurkunde des Kindes
• Nachweis über das alleinige Sorgerecht
• ggf. Urkunde über Anerkennung der Vaterschaft mit Zustimmung der Mutter
• Einwilligung des anderen Elternteils
• Einwilligung des Kindes, wenn es das 5. Lebensjahr vollendet hat
• Personalausweis/Reisepaß der Erklärenden


6. Namensänderung bei späterer gemeinsamer Sorge

Wird eine gemeinsame Sorge erst begründet, wenn das Kind bereits einen Namen führt, so kann der Name des Kindes binnen 3 Monaten nach der Begründung der elterlichen Sorge neu bestimmt werden.
Voraussetzungen:
• nachträgliche Begründung der gemeinsamen Sorge

Erforderliche Unterlagen:
• Abstammungs- bzw. Geburtsurkunde des Kindes
• Sorgerechtsbescheinigung des Jugendamtes
• ggf. begl. Abschr. aus dem Familienbuch
• Nachweis über die Namensführung des anderen Elternteils (Abstammungs- bzw. Geburtsurkunde)
• Einwilligung des Kindes, wenn es das 5. Lebensjahr vollendet hat
• Personalausweis/Reisepaß der Erklärenden


7. Namensänderung bei Scheinvaterschaft

Wird rechtskräftig festgestellt, daß ein Mann, dessen Familienname Geburtsname des Kindes geworden ist, nicht der Vater des Kindes ist, so erhält das Kind auf seinen Antrag oder, wenn das Kind das 5. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, auch auf Antrag des Mannes den Namen, den die Mutter im Zeitpunkt der Geburt führt, als Geburtsnamen.
Voraussetzungen:
• rechtskräftige Feststellung der Nichtvaterschaft

Erforderliche Unterlagen:
• Abstammungs- bzw. Geburtsurkunde des Kindes
• Nachweis über die Feststellung der Nichtvaterschaft
• Personalausweis der Erklärenden


8. Namensänderung für Aussiedler

Änderung der fremdländischen Schreibweise der Vor-, Geburts- und Familiennamen in die deutsche Schreibweise sowie die Streichung von Namenszusätzen. Kinder über 14 Jahren müssen sich durch eigene Erklärung der Familiennamensänderung anschließen.
Voraussetzungen:
• Spätaussiedler oder Vetriebener
• es darf noch keine Namensänderung vorgenommen worden sein
• Erklärungsberechtigt ist jede Person selbst, bei Erklärung zum Familiennamen während bestehender Ehe ist nur eine gemeinsame Erklärung möglich.

Erforderliche Unterlagen:
• Nachweis über die Aufnahme als Vertriebener oder Spätaussiedler
• Geburts- und ggf. Heiratsurkunde
• Übersetzung der fremdsprachigen Urkunden (Urkunden in russischer Sprache müssen nach ISO-Norm R 9 übersetzt sein)
• Personalausweis / Reisepaß