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Eine Welt, die zum Träumen einlädt

Künstlerflair beim Straßenfestival in Wörrstadt / Müde, aber glückliche Kindergesichter



WÖRRSTADT – Traumwetter – Traumprogramm – Traumwelt! Wörrstadt atmete am gestrigen Augustsonntag Künstlerflair. Musik lag in der Luft, ein Strahlen auf den Gesichtern der Gäste und ungläubiges Staunen in ihren Augen. So viele Attraktionen auf einmal – da fiel es fast schwer, die richtige Wahl zu treffen. Doch eines merkten alle Besucher schnell: Spaß hatten sie bei der „Traumwelt“ irgendwie überall, egal, an welchem Stand, vor welcher Bühne oder von welchem Straßenkünstler sie sich gerade unterhalten und faszinieren ließen.

Es wurde andächtig gelauscht, wenn französische, irische oder jiddische Klänge der „Tom Bombadil Band“, des Duos „Chorda Luna“, von „Rouge Baiser“, „Witzun“ oder „Jazz Delight“ auf folkige, chansonette oder jazzige Weise an die Ohren drangen. Da lockten eine Vielzahl von Spielen, die in der „Phantasiothek“ vom Enkel bis zum Opa alle in ihren Bann zogen. Verzaubern ließen sich die Gäste von Fabian Kellys Illusionsshow und von den märchenhaften Geschichten Petaras. Beeindruckt waren sie vom ausdrucksstarken Tanz der Formation „Balance“ und der Akrobatik des „Kinderzirkus Kabir“.

„Es ist ganz besonders toll hier, weil alle Altersgruppen angesprochen werden und das Ambiente so schön ist“, erklärte Familie Helmus aus Dexheim. Die beiden Töchter sahen nach dem aufregenden Nachmittag voll großartiger Erlebnisse zwar müde, aber glücklich aus und strahlten hinter phantasievoll geschminkten Gesichtern hervor. „Es war zwar angenehm, dass es nicht so voll war, aber für die Veranstalter dennoch schade“, gab der Familienvater zu bedenken.

Nadine Rippke und ihr Papa Udo aus in Wörrstadt waren ebenfalls begeistert. Der Kinderzirkus der gemeindeeigenen Grundschule hatte es Nadine besonders angetan. „Ich hätte am liebsten mitgemacht“, sagte sie. Ihr Papa ließ sich dagegen von französischen Chansons gefangen nehmen. Vater und Tochter machten am frühen Abend nur eine kurze Festivalpause, um die Mutter abzuholen. Dann sollte es weitergehen. Schließlich standen für den Abend noch Tanz, Musik, Show und Unterhaltung auf dem Veranstaltungsprogramm.

Die Vielfalt der „Traumwelt“ bestand nicht nur aus den Auftritten verschiedener Bands, Gesangsgruppen, Magier und Tanzformationen auf den beiden Festivalbühnen. Sie ergab sich vor allem durch das umfangreiche Programm auf den Straßen und Plätzen zwischen Neunröhrenplatz und dem Stolpereck. Alleinunterhalter, Clowns und Jongleure gaben sich ein Stelldichein, Geschäftsleute beteiligten sich mit Aktionen. Künstler boten bildhauerische und malerische Hochgenüsse. Hier gab es metallene Giraffen und Hunde, dort die weltlichen Elemente als geschmiedetes Gesamtkunstwerk zu bestaunen. Und auch an kulinarischen Hochgenüssen mangelte es nicht. Von besonderen Weinspezialitäten bis zum kühlen Bier, den längsten Pommes frites der Welt bis zum Käsespieß gab es für jeden Geschmack etwas.

Günter Brück, Geschäftsstellenleiter der Volksbank Alzey in Wörrstadt, lobte die von seinem Institut mitgesponserte „Traumwelt“ in den höchsten Tönen. „Eine tolle Veranstaltung, die durch ihre Vielfalt besticht“, sagte er.

Sein Kompliment galt vor allem Ina Koehler, die seitens der Verbandsgemeinde die Verantwortung für die Großveranstaltung und deren Organisation trug. Das Wetter sei natürlich phantastisch, fast schon ein bisschen zu heiß, ergänzte er. „Es könnte ein bisschen besser besucht sein und wenn die Leute wüssten, was sie hier alles verpassen, dann kämen sie auch“, sagte er. „Hier gibt es mal nicht nur Konsum, sondern auch Phantasie und Kultur“, zeigte sich Britt Löwe aus Wörrstadt begeistert vom Straßenfestival. Und Sascha Malter von „Chorda Luna“ lobte die Atmosphäre, die in Wörrstadt so besonders schön sei.„

Wenn es im nächsten Jahr auch eine Traumwelt gibt, kommen wir wieder“, erklärte die junge Familie aus Dexheim und zog gut gelaunt und müde von dannen.

19.08.2002 Anke Gersie