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"Energie-Einsparpotenziale in Wohngebäuden aktivieren"

Im 1. Workshop kamen im Januar 2012 Vertreter der Verwaltung, der Lokalen Agenda, politischer Fraktionen, entsprechender Handwerksbetriebe und der Banken zusammen.


1. Workshop zum Klimaschutzkonzept

Marc Meurer, Projektingenieur der TSB, stellte die Ergebnisse der Energiebilanzierung im Bereich Wärme und Strom, insbesondere in den privaten Haushalten vor. Fakt sei, dass gerade der Anteil der Haushalte am Energieverbrauch in der VG Wörrstadt sehr hoch sei, wobei der Wärmeverbrauch den Stromverbrauch deutlich übersteige. Meurer: „Etwa 77 % des Wärmeverbrauchs und nur etwa 45 % des Stromverbrauchs in der Verbandsgemeinde entfallen auf private Haushalte.“ Beim Strom könne jeder Durchschnittshaushalt durch verschiedene kleinere Maßnahmen und durch Verhaltensänderung im Jahr etwa 1.000 kWh einsparen. Ein weit größeres Einsparpotenzial liege aber laut Meurer im Wärmeverbrauch, wofür in der Regel jedoch etwas umfangreichere Maßnahmen erforderlich seien.
 
Über solche energetischen Sanierungsmaßnahmen, so die Diskussion, könnten sich die Haus- und Wohnungseigentümer durch eine qualifizierte Energieberatung informieren lassen. Diese wird beispielsweise alle drei Wochen von der Rheinhessenfeger GbR in der Verbandsgemeindeverwaltung kostenlos angeboten und auch alle 14 Tage von der Verbraucherzentrale in Alzey. Die Vertreter des regionalen Handwerks betonten, dass auch für sie die Kundenberatung im Bereich Energiesparen selbstverständlich sei, dass diese aber immer Gewerke spezifisch erfolge.
 
Im Anschluss wurden Vorschläge gesammelt, durch welche Maßnahmen man Sanierungswilligen weiterhelfen kann. Diese reichten von einem Modernisierungsratgeber, z.B. auf der Internetseite der Verbandsgemeinde, über die öffentliche Vorstellung von Mustersanierungsobjekten bis hin zu einer Immobilienbörse im Sinne von „Altes Haus sucht junge Paten“. Unter anderem wurde angeregt, dass die VG Wörrstadt eine umfangreiche Energieberatung bzw. Gebäudethermografie bezuschussen könnte. Und auch in „Schnäppchenangeboten“, wie zum Beispiel günstigen Umwälzpumpen, sahen die Anwesenden eine sinnvolle Maßnahme, Hauseigentümer zu energetischen Sanierungsmaßnahmen zu animieren.
 
Bürgermeister Markus Conrad bedankte sich für die angeregte Diskussion und die zahlreichen Ideen und fasste zusammen: „So wichtig diese Einzelmaßnahmen alle sind, so unerlässlich ist es ein Netzwerk zu knüpfen und Leute zu finden, die dieses wichtige Thema bei den Wohnungs- und Hauseigentümern nicht nur ins Bewusstsein bringen, sondern diese auch davon überzeugen, selbst aktiv werden zu müssen.“ Dadurch könnten nicht nur die Eigentümer profitieren, sondern ganz besonders natürlich unsere Umwelt.