Gabsheim
Urkundlich erwähnt im Jahre 763 als „Caisbotesheim“ („Wohnsitz des Franken Gaisbot“) leben die Einwohner in dieser bis vor wenigen Jahrzehnten vorwiegend landwirtschaftlich geprägten, in einer flachen Talmulde gelegenen Ortsgemeinde, die im geografischen Mittelpunkt Rheinhessens liegt.
Schon in der Stein- und Bronzezeit siedelten hier Menschen, wie die zahlreichen archäologischen Funde beweisen, die jetzt in den Museen von Mainz und Worms zu bewundern sind. Im Mittelalter war für zahlreiche Gemeinden der Umgebung Gabsheim Sitz der katholischen Geistlichkeit, wodurch im Volksmund die Redewendung „von Gottes Gaabsem“ kommt.
Gabsheim zählt zu den wenigen Orten in Rheinhessen, in denen die Bevölkerung auch nach der Reformation katholisch blieb. Die in spätgotischem Stil erbaute St. Albans-Kirche mit ihren Sterngewölben und Wappensteinen gilt als eine der schönsten in Rheinhessen. Das Dorfgemeinschaftshaus und die Sängerhalle bilden die Mittelpunkte des dörflichen Gemeinschaftslebens.
Am 3. Wochenende im September feiert Gabsheim stets seine Kerb.

