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Verbandsgemeinde Wörrstadt ist erste „Europäische Energie- und Klimaschutzkommune“ in Deutschland


(v.l.): Karl-Heinz Greb (AöR Wörrstadt), Daria Paluch (Klimaschutzmanagerin), Bürgermeister Markus Conrad, Alexander Handschuh (Deutscher Städte- und Gemeindebund), Jan Metzler (MdB) und André Butz (EEA-Bundesgeschäftsstelle)

Kommunalvertreter stehen heutzutage vor besonderen Herausforderungen. Einerseits steht die Bekämpfung des Klimawandels im Fokus, andererseits grenzt die Haushaltslage vieler Kommunen den Handlungsspielraum stark ein. Das führt häufig dazu, dass das wichtige Thema Energie- und Klimaschutz im Verwaltungsgeschehen wenig berücksichtigt wird.

Mit dem European Energy Award (eea) steht Gemeinden ein Programm für die kommunale Energie- und Klimaschutzpolitik zur Verfügung, das auf modernes Verwaltungshandeln abgestimmt ist, Managementprinzipien in Verwaltungen implementiert und alle inhaltlichen Anforderungen der kommunalen Energie- und Klimaschutzpolitik abdeckt.

Im November 2015 entschied sich die Verbandsgemeinde Wörrstadt dazu, am Zertifizierungsverfahren des eea teilzunehmen und damit ihre Energie- und Klimaschutzaktivitäten zu überprüfen und zu bewerten. Am Ende des ersten Durchlaufs erhielt sie einen IST-Zustand in Sachen Energie und Klimaschutz und eine Marschrichtung für die nächsten Jahre. 50 % sind notwendig, um als „European Energy Award-Kommune“ ausgezeichnet zu werden.

Die Verbandsgemeinde Wörrstadt hat 55 % erreicht. Diese 55 % zeigen, dass die VG Wörrstadt bereits viele erfolgreiche Projekte umgesetzt hat. Bürgermeister Conrad betont: „Eine Zertifizierung in nur 20 Monaten zu schaffen, ist eher unüblich. Wir sind die erste Verbandsgemeinde in Deutschland, die sich als Europäische Energie- und Klimaschutzkommune bezeichnen darf und als solche ausgezeichnet wurde.“

An ein Ausruhen ist aber nicht zu denken, denn der Prozess des European Energy Awards verlangt nach weiteren Maßnahmen und Projekten, deren Umsetzung wiederum jährlich überprüft wird. Klimaschutzmanagerin Daria Paluch erläutert: „Bereits im März dieses Jahres haben wir dem Verbandsgemeinderat ein umfangreiches Maßnahmenprogramm für die nächsten Jahre vorgestellt. Wir werden insbesondere die Ladeinfrastruktur im Verbandsgemeindegebiet ausbauen, die Straßenbeleuchtungsanlagen auf energieeffiziente LED-Technik umrüsten sowie das Gebäude- und Energiemanagement in unseren kommunalen Liegenschaften ausbauen.“

Die Auszeichnung durfte die Verbandsgemeinde Wörrstadt kürzlich in Berlin entgegennehmen. Auch die hiesige Umweltministerin Ulrike Höfken ehrte in der vergangenen Woche die Erfolge der Verbandsgemeinde im Rahmen einer Parallelveranstaltung zur aktuellen Klimaschutzkonferenz in Bonn.

Markus Conrad erläutert: „Wir werden nicht stehen bleiben, sondern weiter daran arbeiten, unsere ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen. Zum Beispiel werden im kommenden Jahr für 5 Ortsgemeinden Quartierskonzepte erarbeitet, um die Themen Energie und Klimaschutz auf Ebene der Ortsgemeinde zu behandeln.“ Die Erstellung der Quartierskonzepte wird dabei unter umfassender Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern erfolgen, mit dem Ziel, mit ihnen gemeinsam Projekte zu entwickeln und umzusetzen.

Der nächste Termin im European Energy Award-Prozess steht bereits fest, denn im November 2018 stellt sich die Verbandsgemeinde Wörrstadt der Überprüfung des Umsetzungstands ihres beschlossenen Maßnahmenprogramms.
Daria Paluch, Klimaschutzmanagerin